NIcht dass ich dir nicht glaube

Hallo,

bevor ich überreagiere, hier die Frage:
Was versteht ihr, wenn jemand zu euch sagt: „Nicht dass ich dir nicht glaube (glauben möchte), aber ich war nicht dabei und kann mir deshalb kein Bild davon machen, was hier gestern passiert ist.“

Gruß, die Elbin

hi

Was versteht ihr, wenn jemand zu euch sagt: „Nicht dass ich
dir nicht glaube (glauben möchte), aber ich war nicht dabei
und kann mir deshalb kein Bild davon machen, was hier gestern
passiert ist.“

mein Oma sagte immer "Wenn in einem Satz ein großes ABER kommt, ist der Teil davor meistens gelogen "

Gruß Hexerl

Hallo Elbin,

bevor ich überreagiere, hier die Frage:
Was versteht ihr, wenn jemand zu euch sagt: „Nicht dass ich
dir nicht glaube (glauben möchte), aber ich war nicht dabei
und kann mir deshalb kein Bild davon machen, was hier gestern
passiert ist.“

Das heisst „ich möchte Dir glauben und kann es leider nicht“.

Das bedeutet: „ich bin nicht fähig Dir zu vertrauen, weil
ich mich kenne und daraus auf Dich schliesse“.

:wink:

Grüße

CMБ

Ist nicht so einfach zu vergessen, das hat mein Mann zu mir gesagt, als ich ihm von meinem letzten Streit mit/den letzten Eskapaken von meiner Schwiegermutter erzählt habe, was mich ziemlich mitgenommen hatte.

Hallo Elbin,

bevor ich überreagiere, hier die Frage:
Was versteht ihr, wenn jemand zu euch sagt: „Nicht dass ich
dir nicht glaube (glauben möchte), aber ich war nicht dabei
und kann mir deshalb kein Bild davon machen, was hier gestern
passiert ist.“

Das heisst „ich möchte Dir glauben und kann es leider nicht“.

Ja, so habe ich das auch verstanden, aber das ist sehr, sehr schlecht. Schade, ich hatte wirklich gehofft, mich in was reinzusteigern, weil ich dann damit aufhören könnte.

Danke für die Antwort.

Hallo Elbin
Ich verstehe zwar die Einwände und Vorbehalte von Dir und den anderen Postern gegen diesen Satz, aber zumindest sein zweiter Teil enthält ja vorwiegend Sachlichkeit (und Distanz) und ist daher erstmal unter „korrekt“ einzuordnen, würde ich meinen. Da will sich jemand vieleicht erstmal selbst einen Eindruck oder Überblick verschaffen, bevor er sich von irgendeiner Seite beeinflussen lässt.
Gruss, Branden

Hallo, Elbin,
mir gelingen solche Sätze auch hin und wieder.
Ich meine Damit dann: „Gut ich glaube Dir, dass Du die Sache so siehst. Aber ich möchte gern auch hören, wie es sich aus anderer Sicht darstellt.“
Zunächst einmal vielleicht etwas enttäuschend für Dich, weil Du die Empfindung hast, Dein Mann steht nicht voll hinter Dir. Andererseits aber sucht Dein Mann nach Gründen und Argumenten, die das Geschehen auch für Dich besser verständlich, eher akzeptabel und weniger verletzend machen.

Vielleicht möchte er auch erst einmal feststellen, ob Du da vielleicht etwas „in den falschen Hals“ bekommen hast, das man gerade rücken muss.

Gruß
Eckard

Hallo Elbin,

Das heisst „ich möchte Dir glauben und kann es leider nicht“.

Ja, so habe ich das auch verstanden, aber das ist sehr, sehr
schlecht. Schade, ich hatte wirklich gehofft, mich in was
reinzusteigern, weil ich dann damit aufhören könnte.

Sei doch froh.
Jetzt überblickst Du das Gefechtsfeld. Ein Vorteil!

Grüße

CMБ

Hi Eckhardt,

Vielleicht möchte er auch erst einmal feststellen, ob Du da
vielleicht etwas „in den falschen Hals“ bekommen hast, das man
gerade rücken muss.

Ich weiss ja nicht, wie das bei Euch läuft, aber bei
uns ist es üblich, dass sich ein Mann zu seiner Frau
und nicht zu seiner Mutter stellt.

Es sei denn, der Mann will seine Frau loswerden.

Es ist sogar ziemlich unerheblich, wie die Frau oder
die Mutter einen Sachverhalt sieht. Das wird dann erst
vom Mann (zugunsten seiner Frau) festgelegt.

Grüße

CMБ

1 „Gefällt mir“

Ist nicht so einfach zu vergessen, das hat mein Mann zu mir
gesagt, als ich ihm von meinem letzten Streit mit/den letzten
Eskapaken von meiner Schwiegermutter erzählt habe, was mich
ziemlich mitgenommen hatte.

Er will sich wahrscheinlich nicht zwischen seiner Frau und seiner Mutter entscheiden müssen, deswegen wohl diese undiplomatischen Ausflüchte. Wahrscheinlich hat seine Mutter sich ganz anders in dieser Angelegenheit geäußert und er sitzt jetzt zwischen den Stühlen, da er es sich mit keiner „Partei“ verderben möchte.

Gruss
Armin

Hallo Semion

aber bei
uns ist es üblich, dass sich ein Mann zu seiner Frau
und nicht zu seiner Mutter stellt.

ganz offensichtlich geht es ja um ein Missverständnis zwischen Schwiegertochter und Schwiegermutter. Um da zu vermitteln, muss man sich wohl fairerweise beide Seiten anhören.
Sicher wird der Mann sich auf die Seite seiner Frau stelle, aber um vernünftig argumentieren zu können, muss er sich natürlich auch die Gegenseite anhören. Sonst gäbe es nur recht unproduktives Gezeter, aber keine Lösung des Konfliktes.

Es ist sogar ziemlich unerheblich, wie die Frau oder
die Mutter einen Sachverhalt sieht. Das wird dann erst
vom Mann (zugunsten seiner Frau) festgelegt.

So ganz kann ich das nicht nachvollzienen. Bei einem Kinderstreit könnte ich das noch so handhaben (wenn die Kinder noch sehr klein sind), nicht aber bei Differenzen zwischen Erwachsenen.
Gruß
Eckard

Hallo Elbin,

Ich kenne den Sachverhalt nicht, aber für mich heißt es „Aus Deiner Sicht war es sicher 100%ig soundso. Ich glaube Dir, dass Du die Situation genauso empfunden hast, also der (Deiner)Wahrheit entspricht. Aber ich war nicht dabei und deswegen hab ich nur Deine („einseitige“) Sicht um die Situation einschätzen zu können. Möglicherweise würde ich das Geschehene anders bewerten, wenn ich es selbst mit-erlebt hätte.“

Für mich ist dies eine ehrliche, offene Meinung und zeigt, dass Dein Gegenüber nicht vorschnell bewertet, aber Dich in Deiner Meinung ernst nimmt.

Gruß und so
Tanja

Hi Elbin, hallo Freunde

eine Definition für „glauben“ gefällt mir sehr gut: „glauben heisst, etwas für wahr halten auf Grund der Autorität des anderen“.

Deshalb halten viele z. B. für echt, dass die Amerikaner auf dem Mond waren - hat schliesslich die Tagesschau gebracht.

Zum anderen gibt es noch den Aspekt der „Wahrheit“ - also das, was Du auf Grund Deiner Wahrnehmung für wahr/tatsächlich usw. hältst. Das müssen andere nicht zwangsläufig teilen.

Unter vorgenannten Bedingungen halte ich die fragliche Formulierung für normal und harmlos.

Da will sich jemand vieleicht erstmal selbst einen Eindruck
oder Überblick verschaffen, bevor er sich von irgendeiner
Seite beeinflussen lässt.
Gruss, Branden

Ich habe ihm einige Dinge wiederholt, die seine Mutter zu mir gesagt hat und die sehr beleidigend waren. Darauf kam dann diese Antwort.

hi

für mich klingt das immer so, als ob es wirklich nicht in der macht desjenigen steht, jetzt mit einer zeugenaussage ein wahres urteil abzugeben. bzw. wenn ich das zu jemandem sage, mein ichs meistens in der form: „ich glaub dir was du da erzählst. ich kenne andererseits mich und dich und weiß, dass wir teilweise verschiedene denkweisen haben, deswegen lasse ich mich jetzt nicht zu vorschnellen urteilen hinreißen.“
gruß
yvi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo, Elbin

ging mir mit meinem Mann und Schwiegermutter genauso.
Damals hat mein Mann gedacht, ich würde überreagieren und hätte die Äusserungen nur in den falschen Hals bekommen.
Er hat sich aber auf meine Seite geschlagen und hat seine Mutter mit dem Thema konfrontiert - meine Schwiegermutter hat dann versucht sich rauszureden und die Äusserungen als „Bagatelle“ und „Lustig gemeint“ abzutun.

Nun, damals kamen ziemlich viele Dinge zur Sprache (auch Dinge die meinen Mann an seiner Mutter gestört hatten).
Meine Schwiegermutter war beleidigt und hat geheult und ich war monatelang bockig und habe mich nicht mehr bei ihr blicken lassen.

Irgendwann war es mir dann zu blöd und Leid hat es mir auch getan, weil wir vorher eigentlich eine gute Beziehung hatten.
Ich habe meine Schwiegermutter dann angerufen und mit ihr eine sehr lange, sehr emotionale Aussprache gehabt.
Das Ergebnis war ein Pakt, der die Vergangenheit ruhen lässt und zu einem Neuanfang geführt hat.

Nimm’s nicht so schwer und spreche Dich mit Deinem Mann und Deiner Schwiegermutter aus, sonst belastet Dich diese Sache ewig.

Gruß
karin

bevor ich überreagiere, hier die Frage:
Was versteht ihr, wenn jemand zu euch sagt: „Nicht dass ich
dir nicht glaube (glauben möchte), aber ich war nicht dabei
und kann mir deshalb kein Bild davon machen, was hier gestern
passiert ist.“

Gruß, die Elbin

Hallo lunatics wife

Für mich ist dies eine ehrliche, offene Meinung und zeigt,
dass Dein Gegenüber nicht vorschnell bewertet, aber Dich in
Deiner Meinung ernst nimmt.

*Wenn* das irgendiwe so zu verstehen wäre, gäbe
es imho diesen Thread höchstwahrscheinlich nicht.

Hier wird die alte Geschichte vom Mann beschrieben,
der einen Konflikt mit seiner Mutter vermeiden möchte
und dabei das Vertrauen seiner Frau aufs Spiel setzt.

Das kommt öfter vor als Du glaubst :wink:

Ein Mann darf niemals dulden, dass seine
Frau verletzt wird, auch nicht durch seine
eigene Mutter.

Grüße

CMБ

2 „Gefällt mir“

Hi, Karin,

Nimm’s nicht so schwer und spreche Dich mit Deinem Mann und
Deiner Schwiegermutter aus, sonst belastet Dich diese Sache
ewig.

Das ist nicht so einfach, meine Schwiegermutter kann mich nicht leiden, sie bewertet Dinge nur und ausschließlich danach, wie viel sie kosten, und da ich „arm“ geboren bin (mein Vater ist nur Angestellter gewesen), war es ihr ohnehin nicht recht, dass mein Mann und ich geheiratet haben (hat sie mir mal genau so gesagt). Aussprache ist also nicht, entweder: ich verhalte mich so, wie sie das von mir erwartet - tue, was sie mir aufträgt - oder nicht. Ich habe auch ein Problem mit ihr, genau deswegen, sie hat meine Eltern letztens, als die da waren, wie den letzten Dreck behandelt, jemand, mit dem sich jemand ihrer sozialen Schicht nicht abzugeben braucht und meine Eltern haben das deutlich gespürt. Ich bin also sowieso gerade sauer auf sie. Und weil ich keine Putzfrau bezahle, sondern selber putze, fühlt sie sich bemüßigt, regelmäßig nachschauen zu kommen, ob die Wohnung nicht vollständig verkommt und mir jedesmal zu versichern, dass dieser Besuch wieder mal ein Nervenschock für sie war, weil es so furchtbar bei mir aussieht. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte.

Gruß
karin

bevor ich überreagiere, hier die Frage:
Was versteht ihr, wenn jemand zu euch sagt: „Nicht dass ich
dir nicht glaube (glauben möchte), aber ich war nicht dabei
und kann mir deshalb kein Bild davon machen, was hier gestern
passiert ist.“

Gruß, die Elbin

Hallo, Elbin

da würde ich es ganz klar auf eine Konfrontation ankommen lassen.
Eine Zeitlang keinen Kontakt zu Deiner Schwiegermutter und Hausverbot.
Wie denkst Du, würde Dein Mann dann reagieren?

Gruß
karin