Nicht dichtes dach dämmen

hallo

ich will mein dach dämmen (und ausbauen)
nun habe ich aber das problem, daß bei regen und sturm etwas feuchtigkeit durch das dach dringt
es muß wohl unter die dachpfannen gelangt sein, es ist nicht viel, aber würde wohl bei einer dämmung problematisch sein

wie kann ich die feuchtigkeit draußen halten und mein dach dämmen, ohne es neu einzudecken ?
bisher wurde in allen beschreibungen, die ich fand, davon ausgegangen, daß das dach komplett dicht ist

gibt es da eine möglichkeit ? folie etc

ciao marc

Hallo !

Das Dach muß dicht sein!!

Andernfalls läuft die Isolierwolle voll, schrumpft durch die ewige Feuchtigkeit stark zusammen und der Isoliereffekt ist weg.

Gruß max

Hallo Marc,

eine feuchte Dämmung dämmt nicht und ist zudem ein Schimmelnest. So bleibt nur übrig, das Dach abzudichten. Weil es dafür nur einen einzigen zuverlässigen Weg gibt, sage ich erst, wie es nicht geht: Beschichtungen der Dachpfannen von außen bringen nichts. Mörtelverstrich der Pfannen von innen ist auch nicht zuverlässig.
Der zuverlässige Weg geht so: Dach komplett abdecken, Dachlatten abbauen. Den ganzen Dachstuhl mit Folie belegen und mit einer Lattung befestigen. Auf diese Lattung längs der Dachbalken kommt die neue Lattung für die Dachpfannen. Durch die Konterlattung ergibt sich ein Abstand zwischen Folie und Dachpfannen. Eindringendes Wasser und Flugschnee kann nach unten ablaufen (dafür muß ein Weg geschaffen werden. Der Luftzwischenraum muß mit Belüftungssteinen (gibts für alle Dachpfannentypen) belüftet werden.
Wenn das alles gemacht ist, kannst Du von innen zwischen die Dachbalken Isomaterial legen und dann eine Dampfsperre drüber tackern. Jetzt kommt der Wandaufbau. Dafür brauchst Du noch eine Lattung, um versetzt eine doppelte Lage Rigips-Platten anschrauben zu können.

Jeder Versuch, an irgend einer Stelle Aufwand zu sparen, führt im günstigsten Fall zu unbrauchbarem Pfusch, im ungünstigen Fall zu nachhaltigen Bauschäden.

Gruß
Wolfgang

Das Dach muß dicht sein!!

oder die wolle trocken ?
eine folie von innen an die sparren getackert würde die wolle schützen, die dämmung käme dann eben auf die dachsparren.

gute idee :smile: ???

Konkretisierung
Hallo Wolfgang,

Den ganzen Dachstuhl mit Folie belegen und
mit einer Konterlattung befestigen.

Nicht Folie, sondern Unterspannbahn. Die ist recht reißfest und diffusionsoffen.
Dasselbe gilt auch für unter den Rigips --> diffusionsoffene Folie. Folie ist nicht gleich Folie, er möge sich beraten lassen.

Gruß
Frank

Nein. Die Unterspannbahn ist nicht dafür gedacht, ein undichtes Dach zu ersetzen. Die geht mit der Zeit durch Erosion auch in Arsc*.

Gruß
Frank

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Nein. Die Unterspannbahn ist nicht dafür gedacht, ein
undichtes Dach zu ersetzen. Die geht mit der Zeit durch
Erosion auch in Arsc*.

Außerdem total falsch, da Folie immer über die Gesamtlänge des Hauses auf den Balken liegen muß.
Tackert man sie auf die Sparren, also Dachlatten, liegen sie zwischen den Balken und an den Balken läuft die Feuchtigkeit runter. Oder, noch schlimmer, auf den Balken und zerstört so die Balken.

Entweder Pfannen ab und neu oder die Finger davonlassen.

Gruß max

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für beide antwortstränge:

herzlichen dank für die antworten

ich wollte (und kann finanziell) eigentlich nicht mein dach sanieren, sondern nur ein paar quadratmeter mehr wohnraum schaffen

schade eigentlich :frowning:

marc

ich wollte (und kann finanziell) eigentlich nicht mein dach
sanieren, sondern nur ein paar quadratmeter mehr wohnraum
schaffen

Hallo Marc,

die Kosten einer Dachsanierung werden von Lohnkosten dominiert. Unterspannbahn, Dachlatten, auch neue Dachpfannen und der ganze benötigte Kleinkram ist im Grunde nicht teuer. Geschickte Hände vorausgesetzt kauft man sich ein Berufsschulbuch für Dachdecker, evtl. benötigte Werkzeuge bester Qualität sind dabei glatt übrig und dann nimmt man die Sache selbst in die Hand. Auf diese Weise geht fast alles gut und preiswert.

Gruß
Wolfgang

Berufsschulbuch für Dachdecker, evtl. benötigte Werkzeuge
bester Qualität sind dabei glatt übrig und dann nimmt man die
Sache selbst in die Hand. Auf diese Weise geht fast alles gut
und preiswert.

Schon mal allein von einem Dach die Pfannen entfernt und dann ein Gewitter erwartet?? Da würde ich aber die Finger von lassen!
Eine Dachsanierung funktioniert nur mit Fachleuten und größeren Stückzahlen von Helfern. Alles muß sehr schnell gehen, man hat nicht wochenlang Zeit, wie bei der Renovierung eines Kellers.
Die Folien werden über die gesamte Dachlänge gezogen, also muß das gesamte Dach frei sein. Die obersten drei Reihen Pfannen am First, müßen teilweise zerstört werden, da sie bei alten Häusern mit Zement verschmiert sind. Einen Dachfirst selbst montieren ist für einen Laien so gut wie unmöglich, wenn er gleichzeitig im Haus wohnt.
Bei einem Dach ist Zeit nicht nur Geld, sondern auch die Garantie, dass es trocken bleibt.

Gruß Max

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Hi Max,

was die Zahl der Helfer angeht, stimm ich Dir zu, daß es nicht genug sein können (nun ja fast nicht genug).

Aber wenn ein oder zwei davon wissen wie es geht, kann man die Sache an einem Tag über die Bühne bringen.
Wir haben an einem Tag mit sechs (zeitweise neun) Leuten einen alten Dachstuhl abgebaut, den neuen aufgesetzt und abends die Unterspannbahn festgemacht. Die alten Pfannen hab ich dabei nicht zerdeppert, sondern mir die Zeit genommen die schön ordentlich in die Scheune zu legen um bei Gelegenheit an selbiger die kaputten Pfannen zu ersetzen.

Ein Dach ab- und wieder aufzudecken ist an einem Tag mit ca. sechs bis acht Leuten kein Problem, wenns nicht gerade ein Palast ist und wie gesagt jemand dabei ist, der sich auskennt.

Gandalf

Aber wenn ein oder zwei davon wissen wie es geht, kann man die
Sache an einem Tag über die Bühne bringen.

Sicher, wenn ein oder zwei die Sache kennen. Aber man macht es nicht mit einem Berufsschulbuch über Dachdeckerei. Und dann auch noch allein. Und ohne Reservepfannen.

sechs bis acht Leuten kein Problem, wenns nicht gerade ein
Palast ist und wie gesagt jemand dabei ist, der sich auskennt.

Genau.

Max

ok
ich hab jetzt mal geguckt und mich erinnert
es schneit nur gelegentlich am schornstein und am stromanschluß (übers dach) hinein
dort wurde mit leicht biegbaren blechen gearbeitet
wenn ich das jetzt zu kriege, bleche neu biegen, mit irgendwas die ritzen stopfen, dann ist mein dach dicht
die dachpfannen sind nach einer langen regenzeit von innen feucht (zum teil), also muß ich für genug lüftung sorgen

also habe ich mir jetzt ausgedacht:
ich mache rockwool, das von beiden seiten eine alu schicht hat auf die (fast) senkrechten balken, somit könnte eventuelle feuchtigkeit am gebälk duch die normale witterung wieder abziehen, da im prinzip alles offen und frei ist, wie vorher als keine wolle dran war

was haltet ihr davon
wie gesagt, das dach wäre dicht, nur habe ich natürlich noch immer keine winddichtigkeit, da die pfannen dierekt auf den dachlatten und diese auf dem gebälk liegen

und bitte keine extremfälle beschreiben, mein haus ist zu klein und das erste meiner drei kinder kommt im sommer in die schule und braucht dann etwas platz für sich - bin da in einer miesen situation und hab keine 30 teuros für einen anbau, ich hab nicht vor, meine 65 m² in eine villa umzubauen, bin schon mit der einfachsten lösung, die irgendwie bautechnisch tragbar ist zufrieden

nochmal vielen dank

Hi mlec,

ok
ich hab jetzt mal geguckt und mich erinnert
es schneit nur gelegentlich am schornstein und am
stromanschluß (übers dach) hinein
dort wurde mit leicht biegbaren blechen gearbeitet
wenn ich das jetzt zu kriege, bleche neu biegen, mit irgendwas
die ritzen stopfen, dann ist mein dach dicht

auch wenn Du es nur ungern hörst, so was würde ich an Deiner Stelle machen lassen und zwar von einem Fachmann! Wenn Du Pech hast, sparst Du nämlich am Ende sehr teuer.

die dachpfannen sind nach einer langen regenzeit von innen
feucht (zum teil), also muß ich für genug lüftung sorgen

jepp

also habe ich mir jetzt ausgedacht:
ich mache rockwool, das von beiden seiten eine alu schicht hat
auf die (fast) senkrechten balken, somit könnte eventuelle
feuchtigkeit am gebälk duch die normale witterung wieder
abziehen, da im prinzip alles offen und frei ist, wie vorher
als keine wolle dran war

Mal davon abgesehen, daß ich noch nie Mineralwolle gesehen hab, die auf beiden Seiten mit Alu kaschiert ist, würde ich das lassen, weil sonst Feuchtigkeit, die einmal in die Wolle eingerungen ist kaum wieder rauskommt --> Schimmel, schlechtere Isolierung und wenns ganz übel kommt und die Wolle richtig vollgesogen ist, kanns im Extremfall zu statischen Problemen kommen.
Zudem stehende Feuchtigkeit den Sparren sicher nicht gut bekommt.
Eine Unterspannbahn hat z.B. die Aufgabe den größten Teil des Windes und ev. eindringeneder Feuchtigkeit abzuhalten. Da sie diffusionsoffen ist, kann die Feuchtigkeit, die ev. eindringt einigermaßen gut abziehen. Alu ist nun mal dicht und läßt keinen Wasserdampf durch.

was haltet ihr davon

ich bin eher skeptisch

wie gesagt, das dach wäre dicht, nur habe ich natürlich noch
immer keine winddichtigkeit, da die pfannen dierekt auf den
dachlatten und diese auf dem gebälk liegen

eben!

und bitte keine extremfälle beschreiben, mein haus ist zu
klein und das erste meiner drei kinder kommt im sommer in die
schule und braucht dann etwas platz für sich - bin da in einer
miesen situation und hab keine 30 teuros für einen anbau, ich
hab nicht vor, meine 65 m² in eine villa umzubauen, bin schon
mit der einfachsten lösung, die irgendwie bautechnisch tragbar
ist zufrieden

Meiner Meinung nach ist die einfachste (zudem sicherste) Lösung, die Pfannen runter zu holen, Unterspannbahn und Lattung/Konterlattung drauf und wieder eindecken. Es sollte möglich sein, preiswert an vergleichbare Pfannen wie den verbauten zu kommen um ev. Bruch zu ersetzen (Kleinanzeigenblättchen, Rubrik Baumarkt)

Gandalf

Wenn Du Pech
hast, sparst Du nämlich am Ende sehr teuer.

ich hab bisher immer glück gehabt :wink:

Mal davon abgesehen, daß ich noch nie Mineralwolle gesehen
hab, die auf beiden Seiten mit Alu kaschiert ist,

dann kommt eben die alu-seite nach außen und von innen folie

Zudem stehende Feuchtigkeit den Sparren sicher nicht gut
bekommt.

ich dachte, daß ich stehende feuchtigkeit auf diesem weg vermeiden könnte - luftzirkulation, etwa 15 cm freiraum zwischen wolle und pfanne, die balken kämen nur mit dem alu, nicht aber mit der wolle in berührung

Meiner Meinung nach ist die einfachste (zudem sicherste)
Lösung, die Pfannen runter zu holen, Unterspannbahn und
Lattung/Konterlattung drauf und wieder eindecken.

ich wohn auf hanglage, auf dieses schräge dach in der höhe will ich lieber nicht gehen

was wäre, wenn ich gar nicht mit dem dach in berührung käme, also ne zelle auf dem dachboden baue ?
sollte ich dann besser ne diff.offene folie von außen an die zelle tackern (+kleben, abdichten) oder besser das alu nach außen machen ?
wie stark sollte die steinwolle sein ?, oder besser styropor ?
hast du hier bedenken ?

Gandalf

marc :smile:

nochwas

ich hab da seit ewigkeiten bücher, kindersachen und teppiche und andere sachen gelagert ohne daß sie naß wurden oder sonst irgendwie schaden nahmen,
sag ich nur, daß du dir das besser vorstellen kannst
wenn du mir ne mail schickst, kann ich dir auch ein paar fotos schicken

wenn du mir ne mail schickst, kann ich dir auch ein paar fotos
schicken

naja, kann ich ja auch, wer lesen kann ist klar im vorteil :wink:

was hälst du von diesem beitrag ?
http://forum.webmart.de/wmmsg.cfm?id=285013&sr=1&a=1…

marc

Nun laß ihn doch endlich!
Nun laß ihn doch endlich sein Dach isolieren !!

Nur - was macht er in den Schrägen zwischen Pfannen und Zimmerdecken??

Wie kriegt er denn die Isolierwolle da drunter??? Will er die Dachlatten abreißen? Und wie eng ist es dort!!
Selbst isolieren kann er doch nur auf dem Boden.

Gruß max

Nun laß ihn doch endlich sein Dach isolieren !!

richtig :smile: , aber wieso in der dritten person ?

Nur - was macht er in den Schrägen zwischen Pfannen und
Zimmerdecken??

nichts, alles luft
die zelle wird von außen abgedichtet (folie)
auch die dämmung, die auf den fußboden außerhalb des neu entstehenden zimmers kommt, erhält feuchtigkeitsschutz

Wie kriegt er denn die Isolierwolle da drunter???

wo jetzt ?:\

Will er die
Dachlatten abreißen?

warum sollte er ?

Und wie eng ist es dort!!

zwischen neuem zimmer und dem dach wäre an den seiten und oben genügend platz zum arbeiten und später kann ich da noch immer alles lagern, was da jetzt auch schon steht

Selbst isolieren kann er doch nur auf dem Boden.

er kann überall isolieren, nur weiß er nicht genau, wann die isolierung dem haus schaden würde
hier möchte er den rat von erfahrenen leuten

aber am liebsten wäre ihm noch immer, wenn er an den dachschrägen bleiben könnte
daher hat er den link im post davor gesetzt, um auch hier wieder die meinung „eines erfahrenen dritten“ zu bekommen

ich wünsche euch, auch im namen von ihm, frohe ostern :smile: