Hallo Gernot,
Als erstes vielen, vielen herzlichen Dank für Deinen sehr ehrlichen und mütigen Beitrag (bzw. Beiträgen) zu diesem Posting. Dafür (leider nur) ein Sternchen.
Ich bedaure auch sehr, dass dein Thread aus dem Brett „Kultur
& Gesellschaft aus aller Welt”, wo du ihn ursprünglich
gepostet hattest und wo er viel besser hinpasste, hierher ins
Brett „Allgemeine Rechtsfragen” verschoben wurde.
Der meinung bin ich auch. Ich verstehe nicht so Recht was meine Frage mit Recht zu tun hat. Aber als ich den entsprechenden E-Mail bekam mit dem Hinweis auf die Verschiebung, habe ich mir gedacht, daß ich keinen Aufstand daraus machen möchte. Daß du das auch so siehst freut mich ganz besonders.
Dich als Spanierin in Deutschland interessiert weniger die
Frage, was sich hierzulande für rechtliche Konsequenzen aus
dem Zusammenleben gleich- oder verschiedengeschlechtlicher
Paare ergeben, als die Ursache dafür, warum Ehen
gleichgeschlechtlicher Paare hierzulande anders als in Spanien
nicht so heißen dürfen.
Ja so ziemlich genau ist es in diesem Fall.
Aber es stimmt durchaus, daß es für mich sehr merkwürdig vorkommt, die ganze Bezeichnungen, die es für ein Paar gibt, das zusammen leben will. Was spielt dabei die Geschlechter einer Rolle?
Mich als Schwulen interessiert das übrigens auch.
Ich bin zwar keine Lesbe, aber ich finde es wirklich sehr interessant.
Mich würde auch interessieren, warum Spanier hier so viel
stärker vom Katholizismus emanzipiert sind als das
mehrheitlich protestantische Deutschland.
Dieses Thema, aber anders formuliert, kam hier vor nicht allzu lange Zeit. Ich glaube es ist ein Ammenmärchen, das bei manchen noch im Geiste herumspuckt, daß wir Spanier von Katholizismus stark beeinflußt sind. Ich behaupte dagegen zum Beispiel, daß es hier in Bayern weit, weit mehr der Fall ist als in Spanien (Andere deutsche Bundesländer kenne ich nicht, um mir einen Urteil zu erlauben).
Aber wenn ich so etwas diskutiere (ich erinnere mich mit Schauder an eine Diskussion hier über ETA und Terrorismus, z.B.), kommt unweigerlich früher oder später immer sinngemäß, daß ich die Deutsche Sprache nicht gut genug verstehe oder schlich ignorant bin. Aber was soll’s…
Das sind kulturelle und gesellschaftliche Fragen und keine
rechtlichen!
Ganz, ganz Deiner Meinung! :o))
Ich fühle mich auch manchmal im eigenen Land sehr fremd.
Wenn ich jetzt darf, fühle dich von mir ganz fest und herzlich gedrückt.
Schöne Grüße,
Helena