Nicht-inv. OpAmp ohne pos. und neg. Spannung WIE?

Hallo liebe Experten,

ich möchte gerne als Eingangstufe eines Audioverstärkers einen Operationsverstärker benutzen, der die dahinterliegende Komplementärstufe treibt. Dies ist kein Problem, wenn man positive und negative Betriebsspannung zur Verfügung hat.
Leider ist dies bei mir nicht der Fall. Ich habe nur eine einfache Spannungsquelle.
Ich habe mir gedacht, ich nehme meine Spannungsquelle +24V, und realisiere je einen Spannungsteiler an den Eingängen, so daß beide auf +12V liegen und der Ausgang des OpAmps ebenfalls auf 12V, also in der Mitte von 24V. Das funktioniert auch in Theorie und Praxis.
Jetzt wird es aber problematisch. Wie realisiere ich die Gegenkopplung, die den Verstärkungsfaktor begrenzen soll? Wie schließe ich den Wechselspannungsquelle am Eingang an? Wie bekomme ich das ganze Teil dazu, daß es überhaupt sauber funktioniert? Da liegen nun meine ungelösten Probleme.

Vielleicht kennt Ihr eine Schaltung, die so aufgebaut funktioniert. Oder Ihr könnt mir vielleicht einen Típ geben.
Wenn Ihr Vorschläge habt, würde es mich freuen, wenn Ihr sie mir unterbreitet.

Viele Grüße!

Bernhard

Hallo Bernhard,
es handelt sich da um ein Standardproblem, für das es natürlich schon eine Standardlösung gibt.

Ich habe mir gedacht, ich nehme meine Spannungsquelle +24V,
und realisiere je einen Spannungsteiler an den Eingängen, so
daß beide auf +12V liegen und der Ausgang des OpAmps ebenfalls
auf 12V, also in der Mitte von 24V. Das funktioniert auch in
Theorie und Praxis.

So macht man es eigentlich nicht. Zunächst erzeugst Du Dir mit dem Spannungsteiler 12 V. Um eventuelle Brumm- und Störspannungen aus den 24 V auszufiltern, legst Du einen Elko von den so erzeugten 12 V gegen Masse. Von den 12 V geht ein Widerstand, z.B. 100k, an den nicht inv. Eingang des OP, um den Arbeitspunkt auf 12 V festzulegen.

Jetzt wird es aber problematisch. Wie realisiere ich die
Gegenkopplung, die den Verstärkungsfaktor begrenzen soll?

Auch das ist kein Problem. Die Gegenkopplung bleibt genauso wie bei symmetrischer Speisung. Einziger Unterschied: Der Widerstand, der bei symmetrischer Speisung direkt mit 0 V verbunden ist, wird jetzt über einen Elko mit Masse verbunden. Dadurch bleibt die Gleichspannungsverstärkung immer bei 1; am Ausgang sind also auch 12 V Gleichspannung.

Wie
schließe ich den Wechselspannungsquelle am Eingang an?

Da der Eingang auf 12 V liegt, brauchst Du nur einen Koppelelko dazwischenhängen.
I.d.R. wirst Du das auch am Ausgang machen müssen.

Wie
bekomme ich das ganze Teil dazu, daß es überhaupt sauber
funktioniert? Da liegen nun meine ungelösten Probleme.

Damit sollte das Problem gelöst sein :smile:

Jörg

Geil! Vielen Dank!
Hallo Jörg,

vielen Dank für Deine Hilfe! Ich werde Deinen Vorschlag gleich mal ausprobieren. Hoffentlich funkioniert’s auch :wink: ich mache bei der Realisierung immer noch mal Fehler. Eventuell komme ich noch einmal auf Dich zurück, wenn ich die Schaltung nicht ganz verstehe.
Auf jeden Fall hast Du Dir ein dickes Sternchen für diese Antwort verdient :smile:

Grüße!

Bernhard