Nicht / kein

Hi an alle !
Ich habe seit langer Zeit nichts mehr gepostet aber heute habe ich eine Frage.
Was ist der Unterschied (oder kann man beides sagen) zwischen :
ich mag Pizza nicht
und ich mag keine Pizza.

Danke für die Hilfe…

Hallo, Franz,

ich mag Pizza nicht
und ich mag keine Pizza.

nach Gefühl:
ich mag Pizza nicht (generell)
ich mag keine Pizza (kann sowohl generell als auch im Einzelfall sein)
Gruß
Eckard

Hallo,

ich mag Pizza nicht

bäh und igitt und generell

und ich mag keine Pizza.

Nein Danke, für mich nicht. Ein andermal aber gerne wieder.

So interpretiere ich das

Gruß
Lawrence

Hallo,

ich mag Pizza nicht

bäh und igitt und generell

und ich mag keine Pizza.

Nein Danke, für mich nicht. Ein andermal aber gerne wieder.

Nein, dann würde man sagen:
Ich möchte (jetzt) keine Pizza und nicht, ich mag (generell) keine Pizza.

*Ich möchte Pizza nicht
… ist übrigens ganz unmöglich, weil sich hier das generelle nicht und das situationsgebundene möchte widersprechen.

Gruß Gernot

Hi,

und ich mag keine Pizza.

Nein Danke, für mich nicht. Ein andermal aber gerne wieder.

Nein, dann würde man sagen:
Ich möchte (jetzt) keine
Pizza
und nicht, ich mag
(generell) keine Pizza
.

Es ist trotzdem richtig und üblich, „ich mag (jetzt) keine Pizza“ zu sagen, wenn nicht im Standarddeutschen, dann wenigstens umgangssprachlich.

Gruß,

  • André

Hallo!

Nein, dann würde man sagen:

Irgendwann möchte ich diesen „man“ mal treffen, der hier so oft zitiert wird. :smile: Ich bin’s jedenfalls nicht. „Ich mag keine Pizza“ drückt für mich sowohl eine grundsätzliche Haltung aus als auch ein vorübergehendes „heute nicht“, und genauso würde ich es auch verwenden.

Übrigens sagt auch die Ziege bei den Gebrüdern Grimm „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt“, um damit ein vorübergehendes „heute nicht mehr“ auszudrücken.

Gruß,
Max

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Hallo Max!

Nein, dann würde man sagen:

Irgendwann möchte ich diesen „man“ mal treffen, der hier so
oft zitiert wird. :smile: Ich bin’s jedenfalls nicht. „Ich mag
keine Pizza“ drückt für mich sowohl eine grundsätzliche
Haltung aus als auch ein vorübergehendes „heute nicht“, und
genauso würde ich es auch verwenden.

Ich würde das niemals so verwenden. Vielleicht liegt es daran, dass du weiter südlich aufgewachsen bist als ich.

Auf die Frage:
Moagst an Prosecco?
(Zitat aus „Der Schuh des Manitu”)

… würde ich z.B. gerade sagen:
Ich mag zwar Prosecco, ich muss aber noch arbeiten und möchte deshalb gerade keinen, danke!

Übrigens sagt auch die Ziege bei den Gebrüdern Grimm „Ich bin
so satt, ich mag kein Blatt“, um damit ein vorübergehendes
„heute nicht mehr“ auszudrücken.

Das tut sie offensichtlich des Versmaßes wegen.
(künstlerische Freiheit)

Gruß Gernot

Hallo,

Auf die Frage:
Moagst an Prosecco?
(Zitat aus „Der Schuh des Manitu”)

… würde ich z.B. gerade sagen:
Ich mag zwar Prosecco, ich muss
aber noch arbeiten und möchte deshalb
gerade keinen, danke!

Das wäre in der Situation aber Quatsch. Solche Fragen sind doch situationsabhängig.

Das hat mit Süden weniger zu tun, als mit einem isolierten, von der Sprachsituation unabhängigem Verständnis von Sprache zu tun.

Gruß
Elke

mögen / möchten
Hallo André!

Es ist trotzdem richtig und üblich, „ich mag (jetzt) keine
Pizza“ zu sagen, wenn nicht im Standarddeutschen, dann
wenigstens umgangssprachlich.

Ich würde so etwas nie sagen, aber es ist richtig, dass bei mögen und möchten im Moment auch viel im Fluss ist. Manche DaF-Lehrwerke reden da ja sogar schon von zwei eigenständigen Verben.

Interessant auch, was Agnes Reviczky-Balogh in diesem Zusammenhang für Testsätze mit mögen/möchten als Voll- bzw. Modalverb in ihrem Fachartikel konstruiert:

_(12.a) Er mag keinen Rotwein.
(12.b) Er möchte keinen Rotwein.
(12.c) Er möchte einen Rotwein, obwohl er keinen Rotwein mag.
(12.d) ?Er mag Rotwein, obwohl er keinen Rotwein möchte.

(13.a) Er mag nicht arbeiten.
(13.b) Er möchte nicht arbeiten.
(12.c) Er möchte arbeiten, obwohl er nicht arbeiten mag.
(12.d) ?Er mag arbeiten, obwohl er nicht arbeiten möchte._
http://krakau2006.anaman.de/beitraege/reviczky_balog…

Gruß Gernot

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Hallo Elke,

Auf die Frage:
Moagst an Prosecco?
(Zitat aus „Der Schuh des Manitu”)

… würde ich z.B. gerade sagen:
Ich mag zwar Prosecco, ich muss
aber noch arbeiten und möchte deshalb
gerade keinen, danke!

Das wäre in der Situation aber Quatsch. Solche Fragen sind
doch situationsabhängig.

Ja, genauso, wie es Quatsch wäre, auf ein
Grüßgott
mit
du ihn aber auch von mir, wenn du ihn zuerst siehst
zu antworten.

Natürlich wäre das beides eine bewusste Veralberung!

Gruß Gernot

Hallo Gernot!

Ich würde das niemals so verwenden. Vielleicht liegt es daran,
dass du weiter südlich aufgewachsen bist als ich.

Das kann gut sein, obwohl es im Bairischen durchaus auch die Unterscheidunbg zwischen „mechat“ und „mog“ gbt.

„I mechat a Bier“ - „I mog a Bier“

Auf die Frage:
Moagst an Prosecco?
(Zitat aus „Der Schuh des Manitu”)

Darauf gibt es im Bairischen unter anderem die schöne Antwort: „Oiwei scho!“ („Schon immer.“) - die als Aufforderung zum Einschenken zu verstehen ist. Was zeigt, daß sich der Sprecher der Ambivalenz des Gehörten durchaus bewusst ist.

Gruß,
Max

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Hallo Gernot,

ich komme nicht aus Bayern, habe lediglich eine gewisse Affinität zur Österreichischen / Süddeutschen Dialektgruppe (die dazu führte, dass ich heuer lange für Hochsprache hielt). Ob dies allerdings als Begründung dafür genügt, dass ich den Satz

(12.c) Er möchte arbeiten, obwohl er nicht arbeiten mag.

für äußerst unverständlich halte, während ich

(12.d) ?Er mag arbeiten, obwohl er nicht arbeiten möchte.

ohne weiteres als „er arbeitet ja, obwohl er gerade überhaupt keine Lust hat“ interpretiere, vermag ich nicht zu beurteilen.

Aus dem Wienerischen kenne ich aber die Form „I mechat“ als richtigen Konjunktiv II, als etwas unmögliches: „Ich würde gerne, aber es geht ja nicht“; und im Gegensatz dazu „I måg“ als möglich: „Ich möchte das jetzt, setz das mal bitte um.“

Liebe Grüße,
Immo

Huhu!

Jetzt komme ich,ganz ketzerisch und behaupte: es gibt keinen Unterschied!

Einmal wird das Verb verneint (nicht mögen), das andere mal das Nomen (keine Pizza).

Wenn man sagen will, dass man IM MOMENT keine Pizza mag, dann tut man das meistens auch. Sagt also Dinge wie: jetzt, gerade, momentan…
Die Sätze, so wie sie da stehen, sind m. E, bedeutungsgleich, nur das wie gesagt, einmal Verb, einmal Nomen verneint wird.

liebe Grüße
Maria