Hallo,
selbstverstaendlich kann man dynamische Mikrofone ebensogut verwenden wie Kondenser. Man kann aus der Konstruktionsweise auch keinen generellen Qualitaetsunterschied ableiten.
Zur Adapterfrage:
Als erstes gilt es festzustellen, ob die Mikrofone symmetrisch (Normalfall) oder unsymmetrisch (heutzutage eher die Ausnahme) beschaltet sind.
Der Knackpunkt: der Stereoeingang via Klinkenbuchse ist in jedem Fall unsymmetrisch. Waeren die Mikrofone ebenfalls unsymmetrisch, dann waere die Verdrahtung trivial: Von jedem der Mikrofone kommt ein Koaxialkabel, dessen Innenleiter das (+)Signal fuehrt und dessen Abschirmung gleichzeitig den Signal -Pol bildet. Hier muessen nur je einer der Innenleiter mit Spitze, bzw. Ring des Steckers verbunden und beide Massen auf den Schaft gelegt werden
Nun nehmen wir an, dass wir es bei den vorhandenen Mikros mit symmetrisch beschalteten zu tun haben. Dazu zunaechst eine kurze Erlaeuterung.
Was ist der Unterschied zu einer unsymmetrisch ausgefuehrten Leitung?
Das Signal wird auf zwei Leitungen von der Quelle zum Geraeteeingang geschickt, waehrend die dritte als Abschirmung dient. Das Signal auf der zweiten Leitung wird dabei in der Phasenlage um 180 Grad verschoben (bzw. „gedreht“) versandt. Auf den ersten Blick macht das keinen Sinn, denn die Summe beider Signale waere, wuerde man sie am Eingang einfach vereinigen, = NULL, d.h. man wuerde NIX hoeren. Zum Glueck sind Ingenieure (manchmal
) clevere Kerlchen und deshalb wird das verschobene Signal in der Eingangsstufe um die besagten Grade „zurueckverschoben“ oder kurz gesagt: um 180 Grad gedreht. Nun liegen beide Signale in Phase und obendrein addieren sich die Amplituden (das Signal ist „lauter“).
Warum dieser Aufwand?
Man koennte ja schliesslich gleich das Signal gleichphasig abschicken und haette ebenfalls die doppelte Amplitude. Klar also, dass die ganze Angelegenheit noch einen besonderen Clou haben muss. Hier isser:
Stoerungen, die auf das Kabel einwirken (Einstreuungen etc.), fallen auf beiden Leitungen in gleicher Phasenlage an. Wenn nun im Geraeteeingang die Phasenlage der zweiten Leitung gedreht und so das Signal in Phase geschoben wird, werden gleichzeitig die an ihr angefallenen Stoerungen „out of Phase“ gedreht: Voila! Sie annullieren sich. Und genau dieses, die eminent verringerte Stoeranfaelligkeit, ist der Grund fuer die Verwendung von XLR-bestueckten NF-Kabeln.
Um ein solches Mikrofon an einem unsymmetrischen Eingang zu betreiben ist es zunaechst erforderlich, dass der Leiter, auf dem das gegenphasige Signal liegt, auf Masse gelegt wird.
An der Miniklinke muessten also folgende Leitungen ankommen:
+1 ->Spitze
+2 -> Ring
-1, -2, Masse1 Masse2 -> Schaft
Um das zu realisieren, wuerde ich mir eine kleine Adapterbux basteln, mit zwei Anschlussbuchsen, die den normalerweise an den Mikrophonen verwendeten Kabeln entsprechen (also entweder zwei XLR oder zwei (Stereo-)Klinkenbuchsen, die erforderlichen Bruecken an den Loetfahnen der Buchsen vornehmen und von hier aus ein kurzes Kabel zum Stereoklinken-Mikroeingang fuehren.
Siehe auch: http://www.musik-produktiv.de/service/02_extras/rich…