Hm…harte Nuss! Am ehesten hätte ich „ohne Geruchssinn sein“ oder „des Riechens nicht mächtig sein“ gesagt, denn „nichtriechend/unriechend sein“ klingt seltsam.
Gruß, Dine
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Hallo, Markus,
einen solchen Begriff (im Sinne von „taub“, „blind“) gibt es für den Geruchssinn nicht. Man kann vielleicht dafür „geruchsblind“ verwenden, wenn man diesen Zustand beschreiben möchte.
Der Grund liegt in der Art, in der Geruchszellen (olfaktorische Rezeptoren) reagieren. Anders als beim Auge oder Ohr, die bei Schädigung der speziellen Rezeptoren (Zäpfchen/Stäbchen bzw. Flimmerhärchen)ihren Dienst für immer einstellen, können sich die olfaktorischen Rezeptoren, die für den Geruchssinn verantwortlich sind, wieder erholen. Das müssen sie ohnedies regelmäßig tun, wenn sie mit den aufgenommenen Molekülen „vollgeladen“ sind.
Wer nicht riechen kann, kann auch nicht schmecken. Bei einer Erkältung z. B. kann der Erkrankte dann sagen: „Mein Geruchs- und Geschmackssinn funktionieren nicht mehr richtig.“
dafür haben wir kein Wort außer dem erwähnten geruchsblind. Auch eigenartig: Für die mehr oder minder ausgeprägte Fähigkeit, riechen zu können, gibt es ebenfalls keinen eigenen Begriff. Markuss riecht gut bedeutet ja, dass der Kerl angenehm duftet. Ob er eine feine Nase hat, wissen wir damit noch nicht; da müssen wir zu Umschreibungen greifen oder holpern: Er kann gut riechen. Oh Graus.