'Nicht mit Sicherheit auszuschließen'

Anfang der 90er Jahre stand in den Medien immer diese Floskel, wenn einem Ausländer irgendeine Unbill zugestoßen war oder ein Ausländer irgendwo in der Nähe war: „Ein ausländerfeindlicher Hintergrund ist nicht mit Sicherheit auszuschließen.“
Bei jedem läppischen Kellerbrand in einem Hause, in dem eine ausländische Familie wohnte, durfte diese Floskel nicht fehlen.
Mir fällt auf, daß diese Floskel nicht mehr in Mode ist. Warum?

Das war doch ein ganz blöder Satz.

Tag auch,

Das war doch ein ganz blöder Satz.

stimmt, deswegen haben ihn die Medien so gern benutzt, vage und dennoch (vermeintlich) furchteinflößend.

Mir fällt auf, daß diese Floskel nicht mehr in Mode ist.
Warum?

Du gibst die Antwort schon selber: Sie ist nicht mehr in Mode.

Ausländerfeindlichkeit ist grade kein Thema, also kein Grund mehr für die Medien, hier Ängste zu schüren bzw. in dieser Hinsicht zu übertreiben.

Derzeit aktuelles Thema: Bei jedem Ausländer, der verhaftet wird, ist ein Zusammenhang mit Al Qaida nicht auszuschließen. Siehe „Top-Terrorist“, der in M´Gladbach verhaftet wurde.

Es ist nicht auszuschließen, daß bald das nächste Thema kommt. Vielleicht daß es auch nicht auszuschließen ist, daß an der geheimnisvollen Verdunkelung desnächtens die Erddrehumng schuld ist.

Gruß
Christian

Hi!

Mir fällt auf, daß diese Floskel nicht mehr in Mode ist.
Warum?

Wie mein Vorredner denke ich auch, dass dies der springende Punkt ist. Kurz nach dem 11. September letzten Jahres wurde (fast) hinter jedem Autounfall der Satz gebracht „Ein terroristischer Hintergrund ist (nicht) auszuschliessen.“
Heute wird dieser Satz auch immer seltener. In ein paar Wochen wird er wohl nicht mehr auftauchen.

Ciao
Kaj