Das glaube ich nicht so recht, Ferrit sollte sich in diesem
Bereich noch einigermassen linear verhalten. Ich könnte mir
gut Vorstellen, dass es sich um einen Meßfehler handelt. Wie
hast Du denn die Resonanzfrequenz genau gemessen ?
Ehrlich gesagt, ich glaube es ja auch nicht. Aber ich habe nun
wirklich eine Menge Erfahrung und stehe trotzdem vor einem
Rätsel. Vor Fehlern bin ich natürlich auch nicht gefeit, aber
dieses Verhalten sehe ich nicht einfach nur bei einer Messung,
ich sehe es bei diesen Filtern / Induktivitäten in vielen
Konstellationen immer wieder.
Wenn es sich um einen systematischen Meßfehler handelt, wäre das normal. Wie Du richtig sagst: Niemand kann soviel Erfahrung haben, dass er nicht doch mal irgendeine Kleinigkeit übersieht.
Es fiel mir z. B. zuerst auf,
als ich untersucht hatte, warum (m)ein Ratiodetektor bei
steigender Amplitude eine unsymmetrische Demodulatorkennlinie
bekam - aber eben falsch herum!
Ich hatte darauf gehofft, das irgendjemand soetwas kennt.
Ja, das kenne ich schon, hängt aber mit der umgebenden Beschaltung zusammen. Bevor ich hier irgendwelche falschen Mutmassungen schreibe, würde ich schon gerne wissen, ob das in Deinem Fall zutreffen könnte.
Dass
ich statt dessen nur gefragt werde, ob ich denn auch alles
richtig mache, habe ich wohl befürchtet, aber die Richtigkeit
der Beobachtung muss ich selber verantworten.
Diese Zweifel räumst Du am besten aus, indem Du uns Deine Meßanordnung verrätst.
Ich schicke Dir auch gerne so ein Teil, Du kannst dann messen,
wie Du willst.
und wenn sich Deine Ergebnisse nicht bestätigen, was dann ? Dann sind wir genauso schlau wie vorher. Es ist doch einfacher, wenn Du gleich verrätst, wie Du es gemacht hast.
Ich komme mir vor, als hätte ich ein Alien
gesehen.
Das passiert selbst mir, trotz jahrzentelanger Erfahrung. Am Ende ist es aber immer irgendeine blöde Kleinigkeit, die ich einfach übersehen habe. Würde ich immer davon ausgehen, alles beachtet zu haben, wären so manche Phänomene ein ewiges Mysterium geblieben.
Jörg