Hallo
Ich stimme dir vollkommen zu: Kinder brauchen Vorbilder. Aber
für mich ist die EInstellung, die weiter oben dargelegt schon
etwas, was ich in meiner weiteren Geistigen entwicklung
ablehne.
Beziehst du dich auf Studiing, auf mich oder wen sonst?
Für mich gehört zur Vorbildfunktion auch, dass ich
den Kindern was vorlebe. Aber glaubst du, dass wenn ich meinen
Kindern erzähle sie haben nur Top noten mit nachhause zu
bringen und brauchen einen Arschtriott weil KInder sind ja
nicht fähig was zu entscheiden, meinst du ich leben ihnen dann
noch was vor? Dann erhebe ich mich doch vollkommen über sie.
Ja stimmt. Ich denke ja auch, dass nahezu jeder schulisch erflogreich sein kann, wenn er die dazugehörige Erziehung erhält, was ja, wie gesagt, nicht in erster Linie etwas mit Strenge zu tun hat.
Aber zum Vorbild
gehört auch Liebe gegenüber seinem Kind dazu, auch mal wenn
mal was daneben geht sein KInd zu unterstützen (cih weiß noch,
dass ich immer sehr froh war, wenn meine Mutter nicht
geschimpft hat, wenn ich mal ne schlechte Note mit
heimgebracht hab und weil sie dies nicht tat, mich umso mehr
anstrengte um ihr wieder ne Freude zu machen).
Ja, dem stimme ich auch zu. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich vor sechs Jahren mal eine echt schlechte Note in Englisch geschrieben hatte. Es war ne 5. Ach so, ich hab auch nochmal sonst eine geschrieben… Ich selbst habe mir riesige Vorwürfe gemacht und mich so sehr über mich geärgert, während meine Eltern recht locker blieben. Aber ich hab das auf die Reihe gekriegt und immerhin mit einer 2+ in Englisch 13te Klasse abgeschlossen, weil ich der Meinung war, ich sollte Englisch weitermachen, obwohl ich das fürs Abizeugnis nicht Meine Eltern hätten mir eh nie in den Arsch treten können. Das funktionierte nicht, weil meine Ansprüche an mich selbst viel höher waren, als deren an mich und man auch nicht wirklich gewillt ist, Ratschläge zu befolgen, wenn es auch so sehr gut klappt…
Für mich gehört
vor allem die Liebe um KInd in die Erziehung. Und wenn ich mir
den ersten Post vom Stud- dingsbums ins gedächtnis rufe, ist
davon nichts anzumerken. SOndern es gibt nix Hätscheln.
Ja richtig…
Gerade weil ein KInd da noch formbar ist- da stimme ich dir zu
aber ich kann es auch in seiner Meinung durch meine ARgumente
formen, ist die Liebe elementar.
Stimmt. Man formt es, wenn man es liebt. Aber ich denke die Basis dafür ist ein größeres Maß an Vertrauen, die das Kind für einen hat, weil man dem Kind die Liebe zeigt. Ich denke, weil das Kind einem vertraut, glaubt es einem auch eher, wenn man dem Kind sagt, was es tun soll, dass es zum eigenen Besten ist. Auch wird es vielleicht eher gewillt sein, sich anzustrengen, damit sich die Eltern freuen.
Aber Argumente sind nicht so sehr von Liebe abhängig, glaube ich, obwohl man wohl objektiv richtige Dinge leichter durchsetzen kann, einfach weil das Kind Ratschlägen seitens der Eltern offener Gegenübersteht.
Natürlich selten Eltern nicht tatenlos zusehen wie Kinder ihre
Zukunft verbauen, aber du kannst dein Kind auch nicht so lange
einschließen bis es gelernt hat oder durch liebesentzug zu
größeren schulischen Leistungen zwingen- denn Zwang kehrt
meist ins gegenteil um. Du musst sie unterstützen!
Ja richtig. Ich persönlich bin mittlerweile Pessimist. Ich denke wenn solche Aktionen wie Einsperren notwendig sind, dann ist fast alles verloren. Auf Zwang reagieren Kinder oft mit Rebellion. Wichtig ist, dass sich Kinder über Situationen selbst ärgern, die objektiv schlecht für sie sind. Dann können Eltern Hilfestellung sein, obwohl das eigentlich immer eine Belastung für alle ist, weil das Kind automatisch ärgerlich über die Situation ist und jede Konfrontation damit den Stress vergrößert. Problemlsung ist jedoch immer etwas mit Frustration und Stress verbunden. Das ist doch immer so.
Auch wenn ich früher mal mit meiner Mutter, Mathematikerin, Mathe geübt habe oder meinem Bruder Bio erklärt habe, dann gab das immer Stress zu Hause. Aber nicht etwa weil wir nicht üben wollten und uns unsere Eltern gequält hätten, sondern weil die Situation des Nicht-Könnens doof war. Irgendwann sagen die Eltern eh nicht mehr, was man zu tun hat, sondern man muss das selbst wissen…
Und das der STud-dingsbums verneint- es gibt keinen
Hätschelkurs. Und ich finde eine solche Einstellung nicht
wirklich vorbildhaft.
Ja, klang schon etwas seltsam…
Und nochmal um auf das was die Tante von ihrem neffen
geschrieben hat: Meinst du sie würde das schreiben, wenn sie
nicht ihren Neffen mögen würde und deshalb auch aich sorgen
macht und damit das beste Vorbild dient? Und vor allem auch
dass es im Neffen wohl rumort, weil er ganz genau weiß, dass
das, wie er sich verhält sch*** ist?
Wo habe ich denn widersprochen? Ich denke garnicht. Ich bin überrascht über diesen Hilferuf, der Anlass zur Freude gibt, dass der Junge gewillt ist, das Ganze zu verbessern. Eine Art Gewissen, wenn man in diesem Zusammenhang davon sprechen kann, ist das wichtigste, auf das man aufbauen kann…
In dem Fall auf ihn nochmal drauf zu hauen ist schwachsinn, er
weiß dass er sich falsch verhält und deshlab muss man ihn
ermutigen und eben durch sein Vorbild zeigen, dass es anders
geht und dass man deshalb auch nicht gleich als außenseiter
dastehen muss- was er wohl umgehbar sieht, wenn gute noten
bringt. Bei dieser Ansicht musst du anpacken und nicht mit
arscchtroitt geben, damit er lernt.
Ja richtig… Aber ich denke nicht, dass er absichtlich schlecht war (und z.B. absichtlich Fehler in eine Klausur macht), sondern eher nicht gewillt war sich irgendwie anzustrengen und im Unterricht nicht alles gegeben hat. Aber letztendlich sind die Konsequenzen, die man ziehen sollte, die gleichen, wie die, die du erwähnt hast
VG, Stefan