Nichtstun ist cool!?

Hallo!

Wenn ich z.B. als
Erwachsener festlege: Mein :kind soll mal die beste
Shculbildung bekommen, Gymi :und dann Eliteuniversität- :und das Kind will das aber :nicht weil es überfordert :ist…

Über- und Unterforderung zu erkennen, gehört zu den Aufgaben von Eltern und Schule. Erzwingen kann man nichts. Aber einfach keine Lust und keinen Bock, weil dieses und jenes und morgen ganz anderes wichtiger erscheint, kann und darf man aus meiner Sicht nicht einfach laufen lassen. Eltern und Lehrer versuchen dann, verschiedene Register zu ziehen, das Interesse zu wecken und zu lenken. Dabei kann nötigenfalls angemessener Druck hilfreich wirken. Deine Aussagen, was Du im zarten Kindesalter über Deinen zukünftigen Weg schon so alles wußtest, lassen sich nicht verallgemeinern.

Gruß
Wolfgang

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Hier muss ich aber mal einhaken!

Hallo Regina!

Ich interessiere mich schon länger Ethobiologie und kann, nein muss, daher etwas dazu sagen

Wie du sagst: kinder sind formabr in dem Alter und brauchen
Vorbilder.Aber die Frage ist woher du weißt, ob du das beste
Vorbild bist. Denn wenn du das glaubst, dann hast du noch nie
deine Persönlichkeit in Frage gestellt.

Zwei Punkte seien angemerkt: 1. Die Kinder kopieren die Eltern ob sie das wollen oder nicht. Als Elternteil muss man sich bewusst sein, dass sich das Kind die Verhaltensweisen der Eltern abschaut, sogar sehr oft wenn es sie selbst hasst. (Das trifft natürlich nicht immer zu und bei dir mag es anders gewesen sein, jedoch ist die Tendenz ganz deutlich und durch unzählige Untersuchungen mit höchster Signifikanz nachgewiesen.)
Zweitens kann man ein Kind auch in und zu einer differenzierten Geisteshaltung erziehen. Und das kann sich auch darin ausdrücken, dass man das Leben des Kindes nicht vorweg plant, aber versucht ihm Wege zu eröffnen.

(In unserer Familie war es zum Beispiel so, dass meine Eltern, die Naturwissenschaftler sind, uns vier Kindern auch Musik und Kultur nahegelegt haben. Letztendlich hat ein Bruder von mir dann später doch wie mein Vater Chemie studiert und ich mache auch etwas in den Naturwissenschaften, wofür ich mich schon lang interessiere, aber mein anderer Bruder studiert begeistert BWL und meine Schwester ist kurz davor als Pastorin verbeamten zu werden (Ich selbst bin Atheist, genauergesagt Buddhist, glaube jedoch (wie es im Anfang durch Buddha auch nicht zwingend vorgesehen war) nicht an Reinkarnation im Sinne, wie es häufig massenwirksam dargestellt wird…)

Kinder können sehr

wohl Argumente verstehen.Und wenn du mit deinem Kind redest
und argumentierst, wird sich dein Kind das auch genau
überlegen, selbst wenn du das gar nicht von ihm denkst.

Nicht zwingend. Das kann sein, ist aber nicht immer so…

Wenn

ich aber ein Kind als Individuum sehe, darf ich das Kind
unterstützen und beraten, die Schritte muss es aber selbst
tun.

Muss ich eher verneinen… Man muss dem Kind etwas vorleben! Kinder brauchen aber eine Anleitung. Auch ist es nicht immer falsch einen gewissen Zwang auszuüben. Die Devise ist: Früh übt sichs…
Wenn das Kind eine vernünftige Haltung angenommen hat, dann kommen Eltern auch später nicht in die Versuchung häufig Sanktionen zu verhängen, weil das Kind selbst Ansporn entwickelt und mehr oder weniger weiss, was zu tun ist. Wo es hapert, da muss man aber hinterher sein. Nicht zu lange schleifen lassen…

Wie immer gilt: Es gibt „schwierige“ Kinder, bei denen Eltern und Pädagogen verzweifeln. Ich selbst gehöre auch dazu. Mit schlechten Noten hatte das jedoch nie zutun…

Eigentlich sollte jeder wissen, dass es nicht

funktioniert einem Kind was zum essen einzuflößen, wenn es
keinen Hunger hat bzw. nicht mag. Wenn ich z.B. als
Erwachsener festlege: Mein kind soll mal die beste
Shculbildung bekommen, Gymi und dann Eliteuniversität- und das
Kind will das aber nicht weil es überfordert ist, dann kann
das dazu führen, dass das Kind umso schlechter wird.

Kinder sind fast immer nur überfordert, weil sie eine falsche Grundeinstellung zum Lernen haben und so keine Motivation entsteht.
Schulerfolg hat sehr wenig (aber nicht nichts!!!) mit Veranlagung (v.a. Gene und Embryonalentwicklung) zu tun, wie vielfach nachgewiesen wurde…

Zu deinen Ausführungen der Familien, die Kinder am Gymnasium
haben. Ich selbst komme von einem Bauernhof, mein Vater ist
berufsunfähig, meine Mutter noch in einem Pflegeberuf tätig
und hatte schon einige Banscheibenvorfälle. Ich habe einen
älteren Bruder, der studiert. meine Eltern waren nie
begeistert, dass ich auch den Weg einschlagen wollte. Und ich
war als ich damals mich entschlossen habe ich will aufs Gymi
gerade mal 11. Und ich wusste immer, dass wenn ich Nachhilfe
bräuchte, meine Eltern sich dies nicht leisten könnten und
mich auf die Realschule schicken würden. Das wusste ich sehr
genau. Und meine Eltern konnten mir nicht daheim bei den
Hausaufgaben helfen. Meine Eltern haben mir auch nie gesagt,
dass ich Hausaufgaben machen muss. ich habe selbst
herausgefunden, dass ich dann weniger lernen muss.Deshlab
fände ich Seminare in den Schulen sehr wichtig, bei dem
Schüler selbst ihren eigenen Lernstil entwickeln könnten. Ich
weiß seit meinem 13ten Lebensjahr, dass ich nach dem abi ins
Ausland möchte, bevorzugt nach lateinamerika, ich wusste mit
14 über welches Thema ich jetzt facharbeit schreibe, ich
wusste mit 8 Jahren, dass Klavier spielen mein großer Traum
ist, den mir leider meine Eltern aus finanzieller Hinsicht
nicht ermöglichen konnten und ich habe die letzten beiden
Sommerferien für das Geld gearbeitet um jetzt dann nach dem
Abi mir ein Klavier kaufen zu können. Von wegen wir KInder
haben keine Ahnung was wir tun, nur viele sind vielleicht
inenrlich noch nicht so stark, dass sie die Konsequenzen
tragen können (Außenseiter sein ist nämlich auch psychisch
sehr schwer zu ertragen und kann sogar krank machen).

Das ist sehr schön. Echt! Aber du bist eine seltene Ausnahme…

Aber die

Konsequenzen kannst du auch nicht für dein kind tragen- denn
du musst nicht jeden Tag in die verhasste schule.

Eltern sind auch für ihre Kinder verantwortlich!!! Und dazu gehört auch, dass man ihnen nicht die Zukunft verbaut!!!

Ihr schert

prinzipiell alle 12 Jährigen über einen Kamm- Kinder sind
genauso individuell auch von ihrer Reife wie erwachsene auch!

Nein, das ist nicht richtig. Kinder sind leichter zu manipulieren als Erwachsene. Das ist nichts herabwertendes. Im Gegenteil: Kinder sind noch fähig sich zu verändern. EWrwachsene sind in ihrem Verhalten viel starrer.
Die Folge ist, dass man Kindern öfter zuhören sollte, da sie ungewöhnliche Denkimpulse geben können. Gleichzeitig brauchen Kinder aber richtige Vorbilder und manchmal auch ein gedrängt werden, da sie sonst zu viele für ihr Leben ungünstige Einflüsse erhalten.

VG, Stefan

Übrigens bin ich nicht autoritär erzogen worden oder so und bei uns wurde nicht viel gemaßregelt.
Wenn ich uns (zu Hause) mal vergleiche, mit dem von der RS, von dem ich ein paar Postings vorher geschrieben hab, dann kann ich sagen:

Der hat Stress zu Hause!!! Bei uns ging es recht locker zu und meine Geschwister (und ich) sind nie zu besonders eifrigen Schülern geworden, weshalb meine Geschwister kein tolles Abi gemacht haben, aber immerhin studieren sie und sind eben teilweise auch fertig. Und ein Studium ist ein RIESIGE Hürde…

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Druck ist nicht alles!!!
Hallo Student,

Natürlich müssen die Schüler was tun. Aber wichtiger als dem Kind zu Hause zu sagen „Kind, geh in dein Zimmer und mach jetzt die Hausaufgaben. Was du sonst tust, das ist uns egal!“ ist es, das Kind dazu zu erziehen, dass Bildung etwas positives ist.
Wer später ABI macht, das kann man schon recht gut in der 2.Klasse erkennen und oft sind es Akademikerkinder. Und es liegt nicht daran, dass Eltern, die Akademiker sind, einfach strenger sind, denn Bildungsgrad der Eltern und die Strenge der Erziehung zeigen keinen signifikanten Zusammenhang. Was jedoch signifikant ist, ist, wie mit Bildung umgegangen wird. Bildung ist nicht nur notwendiges Übel, was zu erledigen ist, sondern Bildung findet ständig statt und sollte nicht ausschließlich erzwungen sein. Wenn ein derartiges Grundinteresse auf ein Kind übergeht, dann hat es auch weniger Schulprobleme und lernt freiwilliger.

Auch als Lehrer solltest du dir bewusst sein, dass Schüler, seien sie auch in der Oberstufe lieber lernen, wenn der Unterricht Spass macht und dann behalten sie auch was, wenn sie später nichts mehr mit Physik oder so am Hut haben…

VG, Stefan

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Stimmt, aber es wurde hier sehr viel veralgemeinert, dass Kids mit 12 noch keine Ahnung haben was wichtig ist und deshlab die kinder einen arsch tritt brauchen.

Gruß, regina

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Ehm- stimmt kinder kopieren oftmals irgendwann ihre Eltern- ob sie wollen oder nicht. Ich sehe es aber auch in meiner Familie: Bei meinem Vater wirds erst jetzt mit 50 absolut schlimm. Also betrifft nicht nur KIds.

Ich stimme dir vollkommen zu: Kinder brauchen Vorbilder. Aber für mich ist die EInstellung, die weiter oben dargelegt schon etwas, was ich in meiner weiteren Geistigen entwicklung ablehne. Für mich gehört zur Vorbildfunktion auch, dass ich den Kindern was vorlebe. Aber glaubst du, dass wenn ich meinen Kindern erzähle sie haben nur Top noten mit nachhause zu bringen und brauchen einen Arschtriott weil KInder sind ja nicht fähig was zu entscheiden, meinst du ich leben ihnen dann noch was vor? Dann erhebe ich mich doch vollkommen über sie. Ich sage nicht, dass ich mein Kind antiautoritär erziehen muss bzw. dass ich keine Grenzen ziehen darf.
Für mich war schulisch immer die Grenze: Wenn du zu schlecht bist kommst du auf die Realschule. Aber diese Konsequenz konnte ich auch einsehen und hab dann was gemacht.
Auch bei mir in der Familie hat das mitm Vorbild zumindest seitens meiner Mutter sehr gut geklappt. Aber zum Vorbild gehört auch Liebe gegenüber seinem Kind dazu, auch mal wenn mal was daneben geht sein KInd zu unterstützen (cih weiß noch, dass ich immer sehr froh war, wenn meine Mutter nicht geschimpft hat, wenn ich mal ne schlechte Note mit heimgebracht hab und weil sie dies nicht tat, mich umso mehr anstrengte um ihr wieder ne Freude zu machen). Für mich gehört vor allem die Liebe um KInd in die Erziehung. Und wenn ich mir den ersten Post vom Stud- dingsbums ins gedächtnis rufe, ist davon nichts anzumerken. SOndern es gibt nix Hätscheln.
Gerade weil ein KInd da noch formbar ist- da stimme ich dir zu aber ich kann es auch in seiner Meinung durch meine ARgumente formen, ist die Liebe elementar. Dass ich die Schule nicht nur als eine Anstalt für Noten sehe, sondern dass ich auch sehe was sie für mich bringt jenseits von Noten.

Natürlich selten Eltern nicht tatenlos zusehen wie Kinder ihre Zukunft verbauen, aber du kannst dein Kind auch nicht so lange einschließen bis es gelernt hat oder durch liebesentzug zu größeren schulischen Leistungen zwingen- denn Zwang kehrt meist ins gegenteil um. Du musst sie unterstützen!
Und das der STud-dingsbums verneint- es gibt keinen Hätschelkurs. Und ich finde eine solche Einstellung nicht wirklich vorbildhaft.

Und nochmal um auf das was die Tante von ihrem neffen geschrieben hat: Meinst du sie würde das schreiben, wenn sie nicht ihren Neffen mögen würde und deshalb auch aich sorgen macht und damit das beste Vorbild dient? Und vor allem auch dass es im Neffen wohl rumort, weil er ganz genau weiß, dass das, wie er sich verhält sch*** ist?

In dem Fall auf ihn nochmal drauf zu hauen ist schwachsinn, er weiß dass er sich falsch verhält und deshlab muss man ihn ermutigen und eben durch sein Vorbild zeigen, dass es anders geht und dass man deshalb auch nicht gleich als außenseiter dastehen muss- was er wohl umgehbar sieht, wenn gute noten bringt. Bei dieser Ansicht musst du anpacken und nicht mit arscchtroitt geben, damit er lernt.

Gruß, Regina

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hallo

Ich stimme dir vollkommen zu: Kinder brauchen Vorbilder. Aber
für mich ist die EInstellung, die weiter oben dargelegt schon
etwas, was ich in meiner weiteren Geistigen entwicklung
ablehne.

Beziehst du dich auf Studiing, auf mich oder wen sonst?

Für mich gehört zur Vorbildfunktion auch, dass ich

den Kindern was vorlebe. Aber glaubst du, dass wenn ich meinen
Kindern erzähle sie haben nur Top noten mit nachhause zu
bringen und brauchen einen Arschtriott weil KInder sind ja
nicht fähig was zu entscheiden, meinst du ich leben ihnen dann
noch was vor? Dann erhebe ich mich doch vollkommen über sie.

Ja stimmt. Ich denke ja auch, dass nahezu jeder schulisch erflogreich sein kann, wenn er die dazugehörige Erziehung erhält, was ja, wie gesagt, nicht in erster Linie etwas mit Strenge zu tun hat.

Aber zum Vorbild

gehört auch Liebe gegenüber seinem Kind dazu, auch mal wenn
mal was daneben geht sein KInd zu unterstützen (cih weiß noch,
dass ich immer sehr froh war, wenn meine Mutter nicht
geschimpft hat, wenn ich mal ne schlechte Note mit
heimgebracht hab und weil sie dies nicht tat, mich umso mehr
anstrengte um ihr wieder ne Freude zu machen).

Ja, dem stimme ich auch zu. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich vor sechs Jahren mal eine echt schlechte Note in Englisch geschrieben hatte. Es war ne 5. Ach so, ich hab auch nochmal sonst eine geschrieben… Ich selbst habe mir riesige Vorwürfe gemacht und mich so sehr über mich geärgert, während meine Eltern recht locker blieben. Aber ich hab das auf die Reihe gekriegt und immerhin mit einer 2+ in Englisch 13te Klasse abgeschlossen, weil ich der Meinung war, ich sollte Englisch weitermachen, obwohl ich das fürs Abizeugnis nicht Meine Eltern hätten mir eh nie in den Arsch treten können. Das funktionierte nicht, weil meine Ansprüche an mich selbst viel höher waren, als deren an mich und man auch nicht wirklich gewillt ist, Ratschläge zu befolgen, wenn es auch so sehr gut klappt…

Für mich gehört

vor allem die Liebe um KInd in die Erziehung. Und wenn ich mir
den ersten Post vom Stud- dingsbums ins gedächtnis rufe, ist
davon nichts anzumerken. SOndern es gibt nix Hätscheln.

Ja richtig…

Gerade weil ein KInd da noch formbar ist- da stimme ich dir zu
aber ich kann es auch in seiner Meinung durch meine ARgumente
formen, ist die Liebe elementar.

Stimmt. Man formt es, wenn man es liebt. Aber ich denke die Basis dafür ist ein größeres Maß an Vertrauen, die das Kind für einen hat, weil man dem Kind die Liebe zeigt. Ich denke, weil das Kind einem vertraut, glaubt es einem auch eher, wenn man dem Kind sagt, was es tun soll, dass es zum eigenen Besten ist. Auch wird es vielleicht eher gewillt sein, sich anzustrengen, damit sich die Eltern freuen.
Aber Argumente sind nicht so sehr von Liebe abhängig, glaube ich, obwohl man wohl objektiv richtige Dinge leichter durchsetzen kann, einfach weil das Kind Ratschlägen seitens der Eltern offener Gegenübersteht.

Natürlich selten Eltern nicht tatenlos zusehen wie Kinder ihre
Zukunft verbauen, aber du kannst dein Kind auch nicht so lange
einschließen bis es gelernt hat oder durch liebesentzug zu
größeren schulischen Leistungen zwingen- denn Zwang kehrt
meist ins gegenteil um. Du musst sie unterstützen!

Ja richtig. Ich persönlich bin mittlerweile Pessimist. Ich denke wenn solche Aktionen wie Einsperren notwendig sind, dann ist fast alles verloren. Auf Zwang reagieren Kinder oft mit Rebellion. Wichtig ist, dass sich Kinder über Situationen selbst ärgern, die objektiv schlecht für sie sind. Dann können Eltern Hilfestellung sein, obwohl das eigentlich immer eine Belastung für alle ist, weil das Kind automatisch ärgerlich über die Situation ist und jede Konfrontation damit den Stress vergrößert. Problemlsung ist jedoch immer etwas mit Frustration und Stress verbunden. Das ist doch immer so.
Auch wenn ich früher mal mit meiner Mutter, Mathematikerin, Mathe geübt habe oder meinem Bruder Bio erklärt habe, dann gab das immer Stress zu Hause. Aber nicht etwa weil wir nicht üben wollten und uns unsere Eltern gequält hätten, sondern weil die Situation des Nicht-Könnens doof war. Irgendwann sagen die Eltern eh nicht mehr, was man zu tun hat, sondern man muss das selbst wissen…

Und das der STud-dingsbums verneint- es gibt keinen
Hätschelkurs. Und ich finde eine solche Einstellung nicht
wirklich vorbildhaft.

Ja, klang schon etwas seltsam…

Und nochmal um auf das was die Tante von ihrem neffen
geschrieben hat: Meinst du sie würde das schreiben, wenn sie
nicht ihren Neffen mögen würde und deshalb auch aich sorgen
macht und damit das beste Vorbild dient? Und vor allem auch
dass es im Neffen wohl rumort, weil er ganz genau weiß, dass
das, wie er sich verhält sch*** ist?

Wo habe ich denn widersprochen? Ich denke garnicht. Ich bin überrascht über diesen Hilferuf, der Anlass zur Freude gibt, dass der Junge gewillt ist, das Ganze zu verbessern. Eine Art Gewissen, wenn man in diesem Zusammenhang davon sprechen kann, ist das wichtigste, auf das man aufbauen kann…

In dem Fall auf ihn nochmal drauf zu hauen ist schwachsinn, er
weiß dass er sich falsch verhält und deshlab muss man ihn
ermutigen und eben durch sein Vorbild zeigen, dass es anders
geht und dass man deshalb auch nicht gleich als außenseiter
dastehen muss- was er wohl umgehbar sieht, wenn gute noten
bringt. Bei dieser Ansicht musst du anpacken und nicht mit
arscchtroitt geben, damit er lernt.

Ja richtig… Aber ich denke nicht, dass er absichtlich schlecht war (und z.B. absichtlich Fehler in eine Klausur macht), sondern eher nicht gewillt war sich irgendwie anzustrengen und im Unterricht nicht alles gegeben hat. Aber letztendlich sind die Konsequenzen, die man ziehen sollte, die gleichen, wie die, die du erwähnt hast

VG, Stefan

Hallo,

also Druck erzeugt Gegendruck und ist nicht der richtige Weg. Sorry aber du siehst deine Nachhilfeschüler vielleicht einmal dioe Woche für 90 Min. aber damit weißt du noch lange nicht was das für ein Lerntyp ist.

Und ehrlich hätte meine Mutter meiner Entscheidung mit zehn nicht vertraut hätte ich heute nur Sonderschulabschluß. Ich wollte aber zur Realschule und habe diese auch mit Leichtigkeit gepackt ohne Hilfe meiner Eltern. Ich wußte ganz genau was ich wollte und nicht wollte und ich wußte was ich für mein Ziel erreichen mußte.

Also behaupte bitte nicht das die Kinder in diesem Alter nicht entscheidungsfähig sind. Sie sind nur meist Opfer ihrer Umwelt. Ein Lob wirkt mehr als ein Tritt in A****

Ich stimme übrigens Regina voll zu, meine Hochachtung.

Gruß Andrea

Hallo Chris,

Ich würde meinem Neffen gerne helfen, denn eine Extrarunde
drehen, das muss ja nicht sein. Aber bei der Einstellung, weiß
ich nicht, wie. Daher liebe Gleichaltrige, was kann man denn
tun, wenn man euch unterstützen will?

Das er es dir erzählt hat zeigt das er sehr wohl weiß das es der falsche Weg ist. Nur weiß er wohl nicht wie er ohne sein Gesicht zu verlieren die Kehrtwende schaffen soll.
Man stelle sich vor so ein obercooler wird plötzlich zum Streber? In der Klasse wäre er jedenfalls bei den anderen Coolen untendurch und müßte mit entsprechenden Angriffen auf seine Person rechnen.
Das will er aber auch nicht, sei für ihn da und stärke sein Selbstwertgefühl. Hör zu und versuch in einem vernünftigen Gespräch ohne Vorhaltungen mit ihm mal zu besprechen welche Folgen derartiges Verhalten hat und wie man es ändern könnte.
Vielleicht findest du ja herraus warum es ihm so schwer fällt die Richtung zu wechseln, um die Richtung zu wechseln bedarf es aber Ziele die er erreichen möchte. Er muss sich dann entscheiden was wichtiger ist sein Ziel oder sein Ansehen bei den anderen Coolen.

Wie du dieses Gespräch führst denk ich weißt du am ehesten, denn du kennst ihn besser als wir.
Ermahnungen führen jedenfalls zu nichts sondern leider meist zum Gegenteil.

Gruß Andrea

HI Stefan!
ich habe mich auf deine Antwort bezogen, die ja auf meine Aussagen hin geschrieben hast. Ich wollte meine vlt. etwas überzogene Aussage etwas korrigieren, denn die Aussage von Studing, auf die ich mich bezogen habe, hat bei mir sehr viel Ärgernis und Unverständis ausgelöst. Und meine wohl auch etwas pampige und überzogene Antwort hat bei dir, wie auch einigen anderen WWWlern die Assoziation ausgelöst ich wäre jemand der den absolut ANtiautoriätren Kurs befürworten würde. Ich wollte nochmals verdeutlichen, dass dies nich so ist. Deshlab vlt. die größere Verwirrung darüber, wen ich angesprochen habe. Sorry!

Ansonsten stimme ich dir zu!

gruß, regina

Hi,

abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass man aus meinem Posting den ganzen Sachverhalt klar und deutlich erkennt (ich habe nichts über die Eltern geschrieben und nichts über seine eigentliche Situation - und wäre dankbar, wenn es hier nicht zu Pauschalisierungen käme), finde ich die Diskussion für mich als Tante zwar interessant, aber irgebndwie nicht wirklich hilfreich. Denn ich kann nur meiner Schwerster „in den Arsch“ treten und nicht meinen Neffen, wie du forderst. Ich wiederhole mich: mein Neffe kennt meine Einstellung, er sieht sie auch oft genug, wenn er durch mich sieht, was es heißt selbstständig zu sein, also zu arbeiten, und Ziele zu erreichen. Ich denke nicht, dass meine Funktion als Tante ausschließlich „im Arschtritt“ liegen kann. Ich stehe schlichtweg als Tante in einem anderen Verhältnis, was nicht heißen soll, dass ich keine Verantwortung übernehmen bräuchte. Auch glaube ich, dass meine Schwester Druck und Kontrolle ausübt, ob dies genug ist, kann ich nicht beurteilen, weil ich keine 24 Stunden dort im Haus verbringe, vielleicht einmal gerade 7 Tage im Monat (Dies befähigt mich auch kaum zu den Handlungen, die hier teils gefordert werden.). Aber ich glaube, dass ich gerade als Tante - weil ich Abstand habe - etwas bewegen kann - nur sehe ich es so, dass dies anders geschehen sollte, als dies vielleicht durch Eltern geschehen muss. Denn ich möchte wirklich nicht, die wenige Zeit mit nur und ausschließlich Dingen verbringen, die für meinen Nefen unangenehm sind. Weiß nicht, ob das verständlich ist, hoffe aber. Also bitte dann auch so konsequent sein und meine Funktion als Tante sehen. Die Mutter ist es nicht, die hier Rat sucht, sondern die, welche der Junge aufgesucht hat mit einem stillen Hilfeschrei. Bitte bedenken!

Gruß Chris

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Danke für eure Antworten!
Hi,

danke für eure Antworten. Wenn hier die Mutter gepostet hätte, hätte sie vielleicht viele Fragen beantworten können und es wäre nicht zu Pauschalisierungen gekommen, denn der Sachverhalt ist sicherlich nicht eindeutig von mir wiedergegeben worden. Ich sehe mich in der Funktion als Tante, die - wenn es hoch kommt - mal 7 Tage über den Monat dort ist, die der Junge als selbstständige Berufstätige kennt mit Zielen und Werten und an die er sich mit einem stillen Hilfeschrei gewendet hat, weil sie Abstand zu dem Ganzen hat. Eine Mutter kann anders handeln, aber wie handelt eine Tante? Ich könnte das Geforderte hier gar nicht leisten. Ich bin selbst Mutter und sehe da einen Unterschied. Ich hätte nen ziemlichen Hals, wenn meine Schwester als Tante sich - so wie hier teils gefordert - in die Erziehung meiner Kinder einmischen würde. Vielleicht sollte man das mitbedenken. Denn wer kennt die Ratschläge, die man als Vater und Mutter bekommt, nicht?

Grüße von Chris

Hi,

danke! - Ich habe das Gefühl, das ist alles soweit weg. Schulabschluss, Beruf, Wünsche für die Zukunft - das ist nicht so präsent, wie die aktuelle Situation. Wenn ich die Situation einschätze, ist es nicht mal die eigene Klasse, in der so die Coolen rumhängen, sondern in der Klasse drüber, zu der er durch seine Freizeit viel kontakt hat. „Vernünftige Reden“ habe ich auch schon geschwungen und es ist ja nicht so, dass er dies ablehnt. Er weiß es ganz genau, aber irgendwie kann er es nicht ändern. Diese Coolen scheinen sich meiner Meinung nach auch in zwei Gruppen (eventuell auch mehr) zu teilen: die einen haben eine megaschlechte Meinung von sich selbst, sie grinsen zwar mal mit leuchtenden Augen, wenn man sie lobt, aber fallen sogleich zurück in ihr altes Schema, dass sie ja eh nichts können und jede Anstrengung sowieso nichts nützt und die Lehrer einem mit Hausis und Klassenarbeiten nur ärgern wollen. Und die anderen, die meinen sie seien echt der Hammer. Diese Freunde von meinem Neffen erlebe ich aber als sehr höflich und an sich vernünftig. Aber in der Schule scheint das alles anders zus ein.

Also im Grunde genommen denke ich, die wissen (fast) alle, worauf es in der Schule ankommt, nur der innere Schweinehund, der Druck der Peergroup usw. ist stärker - umso mehr frage ich mich, warum sie sich mit ihrem Verhalten dann selbst so schaden müssen? Würden sie sich darüber mal ausquatschen, würden sie dann nicht selbst schnell merken, dass sie eigentlich nicht zufrieden damit sind, immer Motze von Lehrern und Eltern zu bekommen?

Grüße von Chris

Hi,

ich habe das Gefühl, dass aber in der Schule mehr gefordert wird. Wenn ich arbeite, dann besteht meine Arbeit auch mehr als nur aus Meetings planen, Präsentationen erstellen und Verhandlungsgespräche führen. Also es geht mehr als nur um „die Sache“. Habe ich Kollegen, die mich mögen und mich unterstützen, dann fällt mir vieles leichter. Muss ich aber um Anerkennung kämpfen, mich ständig neu orientieren und bin zudem - wie viele Jugendliche - nicht gefestigt, dann beeinflusst das meine Arbeit, durchaus negativ. Das heißt für mich, hat ein Schüler mit seinem Umfeld zu kämpfen, dann kämpft er auch mit „der Sache“. Mit „der Sache“ meine ich alles, was mit den Inhalten, also dem Lernen zu tun hat. Ist dies nicht gerade das Alter, wo man sich abgrenzt, sozusagen sein Profil erarbeitet und überarbeitet? Nur zu sagen: du musst, du musst, du musst - schießt da für mich irgendwie am Ziel vorbei ALS TANTE (wohlgemerkt!) Ich sage NICHT, dass sein Verhalten (HA und Material vergessen) in Ordnung ist. Ich denke aber, dass sein Verhalten Gründe hat. Denn wenn man sich an den sog. Coolen orientiert und eigentlich merkt, dass man mit Eltern und Lehrern und sicher auch einigen Klassenkameraden Probleme hat, sich aber tortzdem ständig drauf einlässt, dann hat das für mich eine Ursache. Und das er auf mich zugekommen ist, zeigt mir, dass er durchaus in der Lage ist zu erkennen, dass das, was er tut, nicht in ordnung ist, er aber nicht die Kraft hat, sich von seinen Verhaltensweise zu lösen. Ich beispielsweise bin ein unordentlicher Mensch, ich habe aber gelernt, in den Dingen Ordnung zu halten, die meinen Beruf betreffen. Aber das war ein Prozess. Und ich bin über 30. Ich habe mir in all den Jahren auch eine Begelitung gewünscht mit Verständnis. Druck und Kontrolle hat für mich nichts mit Verständnis zu tun in meiner Funktion als Tante. Da ist das Elternhaus die richtigere Stelle. Ich bin Mutter und meine Schwetser hüte sich so in die Erziehung meiner Kinder einzugreifen. (Was nun nicht heißen soll, das Verwandte vor Missständen die Augen verschließen sollen. - Aber da ich ja die Situation nicht vollständig beschrieben habe, möchte ich auch darum bitten, dass hier nicht über das Elternhaus geurteilt wird, denn darum ging es in meiner Frage ja nicht.) Treffe ich eine gemeinsame Entscheidung, in der mein Neffe wünscht, dass ich ihm als Tante durch Druck und Kontrolle helfe, dann denke ich, hat dies Erfolg. Denn Kinder, die über die Maßen Druck bekommen, habe ich bisher nur als Rebellen erlebt. Ich denke, es ist wichtig, ein Mittelmaß zu finden, das bei jedem anders aussieht. Aber ich halte es für schwer, bei etwas mitzureden, an dem ich nicht teil habe, während mein Neffe 5 Tage in der Woche zwischen 6 und 9 Stunden dran teilnehmen muss. Ich kenne nicht die Umgebung, die Klassensituation, die Lehrer. Aber ich glaube stark daran, das Verständnis, klare Handlungen und konsequentes Handlen mit bekannten Folgen eher zum Ziel führen als Druck und Kontrolle, die nicht erklärt wird. Ich will aber damit nicht behaupten, dass du in deinem Beitrag so eine Art von Konrolle und Druck meinst. Nur habe ich erlebt, dass viele die von Kontrolle und Druck reden und dies ausüben, ihren Kindern vieles nicht erklären. Und das halte ich für den falschen Weg.

Grüße von Chris

Hi,

eine kleine Frage vorab, die mich interessiert: glaubst du, du wärst damals zu erreichen gewesen, wenn es jemanden gegeben hätte, der sich um dich bemüht hätte? Wenn ja, wie glaubst du, hätte er dich erreichen können?

Ich, da wiederhole ich mich, habe nämlich immer das Gefühl, das Wollen ist da, aber das Können nicht und mit Beruf zu argumentieren, ist viel zu weit weg für einen 12-Jährigen. Eine gewisse Kontrolle kommt von zu Hause, die Eltern nehmen sich die Zeit. Aber ich habe oft über meine Schwetser gehört, dass sie dachte, er habe alles an Hausis gemacht und sie hat es auch mit dem Hausaufgabenheft verglichen, aber es fehlte doch etwas - weil er es nicht notiert hatte.

Von den Lehrern kann man ja auch nicht verlangen, dass sie jedes Mal rumgehen und schauen, ob jeder alles brav einträgt. Tja, und wenn etwas nicht eingetragen wurde - warum auch immer - habe ich das Gefühl, kann ich als Mutter oder Vater gar nicht viel unternehmen. Vor allem bekommen die ja so viel Hausis, dass ja immer was drinsteht, so dass man nicht auf die Idee kommt, es könnte etwas fehlen.

Ich habe manchmal wirklich das Gefühl, die Kinder müssen es am eigenen Leib erfahren, was ihr Verhalten für Folgen haben kann. Aber wann komtm die Einsicht? Wenn es zu spät ist? Das Mädchen meiner Nachbarin ist nach dem Wiederholen bereits jetzt im ersten Halbjahr schon wieder gefährdet. Natürlcih weiß ich nicht, was da zu Hause abgeht. Aber es zeigt mir irgendwie, dass die Jugendlichen es selbst nicht verstehen. Aber ich finde es so schrecklich, nur mit Druck und Kontrolle arbeiten zu müssen. Ich wünschte mir schlicht, es wäre Einsicht da! Vielleicht auch einfach, weil ich meinen Neffen auch nicht täglich sehen kann und die Zeit, die ich mit ihm habe, eigentlich nicht ständig mit einem für ihn unangenehmen Thema verbringen will - aber natürlich kennt er meine Einstellung.

Grüße von Chris