Nichttrinker und Alphaverhalten?

Alkohol hat starken Einfluss auf unser Gesellschaft. Wer mit totaler Abstinenz von Alkohol auffällt grenz sich damit schnell aus. (Verlust der Alphastellung)
Gruppendynamik beschreibt sich in der Psychologie durch das Verhalten ihrer Gruppenmitglieder Alpha, Beta, Gamma, Omega. (Siehe Wiki „Gruppendynamik“)

Mich interessieren eure Erfahrungen und Lösungsansätze, das ein Nichttrinker Alphaverhalten zeigen kann und sich durchsetzen kann.

Auf folgende Punkte könnte man in Bezug daraufhin eingehen:

* Wie verhält man sich als Nichttrinker unter Trinkern am besten?
* Was kann man Trinkerattitüden entgegensetzen? Gibt es Konter oder Ängste die man nutzen kann?
* Hast du schon mal eine Gruppe geführt, ohne selbst mit zu trinken? Dauerhaft möglich und ist diese Konstellation realistisch?
* Mann-Frau Konflikt beim Flirt. Er oder sie trinkt absolut keinen Alkohol?
* Eingeschränkte Flirtchancen zw. Mann-Frau, disharmonie und Probleme? (Eure Meinung, Einstellung und Erfahrung. Auswege?)
* Wie weit geht Toleranz gegenüber Gesellschaftsmitgliedern die nicht trinken in einer Trinksituation. Nur Oberflächlich, oder trügt der schein.
* Sollte man Trinkgemeinschaften und Situationen besser vermeiden?
* Vorschläge, Tipps, Anregungen, Erfahrungen allgemein für Nichttrinker in Konfrontation mit Alkohol oder dem Thema in Unterhaltungen.

Anfangen Alkohol zu trinken, oder Alphaverhalten abgeben (mit Konsequenzen abfinden)?

Für jeden nützlichen Hinweis, Verweis sowie empfehlung und evtl. wissenschaftlich fundamentierte Argumentation bringt ihr mich mit dem Thema ein Stück weit vorwärts. Danke.

PS: Ich bin selbst absoluter Nichttrinker und Nichtraucher. Möchte das Thema aber gerne allgemein belassen. Das ich mit der Einstellung nicht alleine bin und meine Einstellung dazu, steht nicht zur Diskussion.

Hallo!

Alkohol hat starken Einfluss auf unser Gesellschaft. Wer mit
totaler Abstinenz von Alkohol auffällt grenz sich damit
schnell aus. (Verlust der Alphastellung)
Gruppendynamik beschreibt sich in der Psychologie durch das
Verhalten ihrer Gruppenmitglieder Alpha, Beta, Gamma, Omega.
(Siehe Wiki „Gruppendynamik“)

Mich interessieren eure Erfahrungen und Lösungsansätze, das
ein Nichttrinker Alphaverhalten zeigen kann und sich
durchsetzen kann.

Zunächst einmal würde ich die Motivation für die Abstinenz klären.
Handelt es sich um einen Alkoholiker, dürfte dieser die typischen Verhaltensweisen beim Trinken kennen und sich darauf einstellen können.

Handelt es sich um einen Abstinenzler „per Dogma“, wird das schon schwieriger, denn die Abstinenz wird meiner Erfahrung nach häufig als wichtigstes Persönlichkeitsmerkmal wie ein Bauchladen offen vor sich hergetragen. Das wirkt auf viele Leute mit „normalem“ Trinkverhalten befremdlich und extrem.

Auf folgende Punkte könnte man in Bezug daraufhin eingehen:

* Wie verhält man sich als Nichttrinker unter Trinkern am
besten?

Man trinkt ein alkoholfreies Getränk und hat seinen Spaß, ohne viel darüber zu reden.
Ich trinke nicht, wenn ich fahre. Dann bestelle ich alkoholfreies Bier. in lauten Bars merkt das zumeist überhaupt niemand. Fragt jemand, sage ich, dass ich Auto fahre. Damit ist bei den Leuten, mit denen ich ausgehe, die Diskussion erledigt.

* Was kann man Trinkerattitüden entgegensetzen? Gibt es Konter
oder Ängste die man nutzen kann?

Weshalb sollte man?
Sprechen wir hier von Leuten, die sich beim Ausgehen regelmässig die Lichter ausschiessen?
Denen kann man sagen, dass sie so irgendwann ihren Führerschein ode rihre Leber los sein werden.

* Hast du schon mal eine Gruppe geführt, ohne selbst mit zu
trinken? Dauerhaft möglich und ist diese Konstellation
realistisch?

Hängt denn echtes Alpha-Verhalten vom Alkohol ab? Müsste sich die Gruppe, die dem Alpha-Menschen folgt, nicht in seinen Trinkgewohnheiten diesem anpassen, anstatt umgekehrt?

* Mann-Frau Konflikt beim Flirt. Er oder sie trinkt absolut
keinen Alkohol?

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Wer zuviel trinkt, fällt aus dem Raster.
Mir wäre es egal, wenn sie nicht trinkt, solange sie mich nicht missionieren möchte.

* Eingeschränkte Flirtchancen zw. Mann-Frau, disharmonie und
Probleme? (Eure Meinung, Einstellung und Erfahrung. Auswege?)

Ab 30 steigen die Flirtchancen, wenn man wenig trinkt…

* Wie weit geht Toleranz gegenüber Gesellschaftsmitgliedern
die nicht trinken in einer Trinksituation. Nur Oberflächlich,
oder trügt der schein.

Das ist sicherlich sehr stark milieuabhängig. Bei uns ist es völlig o.k., wenn jemand nicht trinkt.

* Sollte man Trinkgemeinschaften und Situationen besser
vermeiden?

Wenn die einzige Verbindung innerhalb solcher Gruppen das Trinken ist, würde ich sie auch als Trinker meiden.

* Vorschläge, Tipps, Anregungen, Erfahrungen allgemein für
Nichttrinker in Konfrontation mit Alkohol oder dem Thema in
Unterhaltungen.

Nichts trinken.

Anfangen Alkohol zu trinken, oder Alphaverhalten abgeben (mit
Konsequenzen abfinden)?

Ich denke wie gesagt nicht, dass das auf diese Weise korreliert.

„Echt alpha“ kann es auch sein, nicht zu trinken und die Gruppe dadurch als Fahrer heil nach Hause zu „führen“. Das kann mehr Respekt bringen, als mitzutrinken.

Für jeden nützlichen Hinweis, Verweis sowie empfehlung und
evtl. wissenschaftlich fundamentierte Argumentation bringt ihr
mich mit dem Thema ein Stück weit vorwärts. Danke.

Naja, „wissenschaftlich fundamentiert“ ist das sicher nicht, aber dafür aus dem Leen gegriffen.

PS: Ich bin selbst absoluter Nichttrinker und Nichtraucher.
Möchte das Thema aber gerne allgemein belassen. Das ich mit
der Einstellung nicht alleine bin und meine Einstellung dazu,
steht nicht zur Diskussion.

Ich denke doch, dass hier die persönlichen Einstellungen zur Diskussion stehen.
Sie fliessen immer mit ein.

Ich z.B. kann nicht so viel mit Leuten anfangen, die anderen mit Gewalt ihre Lebensweise aufzuzwingen versuchen oder sich durch z.B. Abstinenz moralisch über andere stellen. Zu gute Menschen sind suspekt…
Das kann man sicherlich ein Stück weit auch an meinen Einlassungen oben ablesen.

Gruß,
M.

Hi,

ich verstehe nicht, was das mit „Gender Studies“ zu tun haben
soll - nur wegen dem Flirtfaktor?

Gruß,

Anja

Was verstehst du unter Gender Studies? - Gender bezeichnet hier das soziale bzw. psychologische Geschlecht einer Person im Unterschied zum biologischen Geschlecht. Ich unterscheide hier zwei Personenkreise bzw. vier. Die Nichttrinker alkoholischer Getränke
und deren Konterpart. Oder man bezieht meine Fragestelung auf die psychologischen Geschlechter Alpha, Beta, Gamma, Omega.
Der Flirtfaktor ist nur ein Teilaspekt in Bezug auf Alphaverhalten. In der Regel bestimmt das den Erfolg eines Flirts mit. Den anderen drei Gruppen (beta, gamma, omega) mißt man geringer chancen zu.

Gruß,

unbekanster

Kontra
Hi, ich kommentier das mal … danke das du den Anfgang gemacht hast.

Handelt es sich um einen Abstinenzler „per Dogma“, wird das
schon schwieriger, denn die Abstinenz wird meiner Erfahrung
nach häufig als wichtigstes Persönlichkeitsmerkmal wie ein
Bauchladen offen vor sich hergetragen. Das wirkt auf viele
Leute mit „normalem“ Trinkverhalten befremdlich und extrem.

Richtig. Die Leute können damit auch nicht umgehen, weil sie im Umgang mit dieser Seltenheit keine/kaum Erfahrung haben. Sobald unsicherheit dadurch aufkommt, wird die Situation als unangenehm und evtl. als Störfaktor betrachtet. Es kommt zu Vorurteilen geht der Nichttrinker nicht richtig in dieser Stituationslage um. (Genau das ist meine Frage. Jupp. :smile:)

Auf folgende Punkte könnte man in Bezug daraufhin eingehen:

* Wie verhält man sich als Nichttrinker unter Trinkern am
besten?

Man trinkt ein alkoholfreies Getränk und hat seinen Spaß, ohne
viel darüber zu reden.
Ich trinke nicht, wenn ich fahre. Dann bestelle ich
alkoholfreies Bier. in lauten Bars merkt das zumeist überhaupt
niemand. Fragt jemand, sage ich, dass ich Auto fahre. Damit
ist bei den Leuten, mit denen ich ausgehe, die Diskussion
erledigt.

Die ausreden, das man Fahrer ist ist meißt das einzige was akzeptiert wird und nicht als befremdlich gesehen wird. (Alkoholfreies Bier enthält etwa 0,5% alkohol.) Der Fahrer einer Gruppe ist aber kaum der Alpha in der Gruppe. Eher wird eher als Gamma, also Arbeiter, gesehen und vertstanden. - Hier sehe ich halt meine These bestätigt, das sich das ausschließt. :-\

* Was kann man Trinkerattitüden entgegensetzen? Gibt es Konter
oder Ängste die man nutzen kann?

Weshalb sollte man?
Sprechen wir hier von Leuten, die sich beim Ausgehen
regelmässig die Lichter ausschiessen?
Denen kann man sagen, dass sie so irgendwann ihren
Führerschein ode rihre Leber los sein werden.

Der „Gesundheitsapostel“, überspitzt gesagt, ist meiner Ansicht hier nicht der Weg des Erfolgs zum Alpha der Gruppe. Der Alpha zeichnet sich durch Sympathie bei allen Gruppenmitgliedern aus. Alpha, iwrd man nur durch anerkennung der mehrzahl aller Gruppenmitglieder.

* Hast du schon mal eine Gruppe geführt, ohne selbst mit zu
trinken? Dauerhaft möglich und ist diese Konstellation
realistisch?

Hängt denn echtes Alpha-Verhalten vom Alkohol ab? Müsste sich
die Gruppe, die dem Alpha-Menschen folgt, nicht in seinen
Trinkgewohnheiten diesem anpassen, anstatt umgekehrt?

Tja, wenn das so möglich ist … ich kenne keinen Fall in dem das so ist. Deshalb auch meine Frage. Hab ich noch nie geschafft. Wie gehts?

* Mann-Frau Konflikt beim Flirt. Er oder sie trinkt absolut
keinen Alkohol?

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Wer zuviel trinkt, fällt aus
dem Raster.
Mir wäre es egal, wenn sie nicht trinkt, solange sie mich
nicht missionieren möchte.

Alkohol ist in unserer Gesellschaft stark mit männlichkeit verbunden. Als Mann gesehen, schwächt sich der Nichttrinker in seiner männlichen Wirkung durch zurückhaltung. Gerade als Alpha ist dieses Merkmal aber wichtig. Es steht für Stärke. - Das sind Eigenschaften die eine Frau verallgemeinert sucht, unabhängig von ihrer eigenen Stärke. Auch wenn Frauen, auch Männer die Einstellung für Löblich oder gar erstrebenswert halten sollten, ist doch der Erfolg des Flirts geschwächt. Es tritt die weiter oben schon genannte unsicherheit dadurch auf, die bei einem Flirt ungünstig ist.

* Eingeschränkte Flirtchancen zw. Mann-Frau, disharmonie und
Probleme? (Eure Meinung, Einstellung und Erfahrung. Auswege?)

Ab 30 steigen die Flirtchancen, wenn man wenig trinkt…

(„wenig“!)

* Wie weit geht Toleranz gegenüber Gesellschaftsmitgliedern
die nicht trinken in einer Trinksituation. Nur Oberflächlich,
oder trügt der schein.

Das ist sicherlich sehr stark milieuabhängig. Bei uns ist es
völlig o.k., wenn jemand nicht trinkt.

„ok“, aber Alphaverhalten siehst du daran nicht. Gib mir recht. :smile:

* Sollte man Trinkgemeinschaften und Situationen besser
vermeiden?

Wenn die einzige Verbindung innerhalb solcher Gruppen das
Trinken ist, würde ich sie auch als Trinker meiden.

Das ist gleichbedeutend mit ausgrenzen und der verlusst sozialer(gesellschaftl.) zugehörigkeit. Das heißt, man verliert die Alpharolle sobald es in die Kneipe geht. Der Alpha ist nichts ohne die übrigen Gruppenteile. (Er kann auch am nächsten Tag nicht mitreden. Verliert also die Führungsrolle in Gesprächen)

Anfangen Alkohol zu trinken, oder Alphaverhalten abgeben (mit
Konsequenzen abfinden)?

Ich denke wie gesagt nicht, dass das auf diese Weise
korreliert.

„Echt alpha“ kann es auch sein, nicht zu trinken und die
Gruppe dadurch als Fahrer heil nach Hause zu „führen“. Das
kann mehr Respekt bringen, als mitzutrinken.

Mich würde jetzt mal interessieren ob du, und wer sich hier noch beteiligen möchte das nach meinen Ausführungen immernoch so sieht. Ich halte das für einen Trugschluss.

Für jeden nützlichen Hinweis, Verweis sowie empfehlung und
evtl. wissenschaftlich fundamentierte Argumentation bringt ihr
mich mit dem Thema ein Stück weit vorwärts. Danke.

Naja, „wissenschaftlich fundamentiert“ ist das sicher nicht,
aber dafür aus dem Leen gegriffen.

Dafür danke ich dir aber.

Gruß

unbekanster

Hi unbekanster,

ich bin ehrlich verwundert, wieviel Gewicht Du dem Alkoholkonsum zumisst. In meiner Umgebung interessiert es keine Socke, ob ich ein Bier oder einen Apfelschorle trinke. Aber es interessiert sich ebenfalls keine Socke dafür, warum ich das eine oder andere trinke. Wenn ich also lang anfange, über meine Abstinenz zu sprechen und dabei auch noch den Anschein gebe, dass ich dies besonders lobenswert empfinde, dann könnte mein Ansehen sicher leiden. Aber weniger wegen meiner Entscheidung als wegen der Weltverbesserungspenetranz, mit der ich die Entscheidung kommuniziere:wink:

Alpha-Status hast Du aus Deiner gesamten Persönlichkeit heraus oder nicht. Durch 3l Bier bist Du vielleicht der King unter den Säufern, das halte ich aber a) nicht für erstrebenswert und b) Säufer sind meines Erachtens a priori als Gruppe nicht Alpha, da ihnen die Beherrschung dafür fehlt.

Schwierig wird es zugegebenermaßen, wenn Du Dich in einer alkohollastigen Umgebung bewegst. Aber das kann man in der Regel leicht durch einen Standort-/Gesellschafts- oder Jobwechsel ändern. Vielleicht ist das ja Dein Problem:wink:

Grüße
Jürgen

7 „Gefällt mir“

Hallo!

Was verstehst du unter Gender Studies? - Gender bezeichnet
hier das soziale bzw. psychologische Geschlecht einer Person
im Unterschied zum biologischen Geschlecht. Ich unterscheide
hier zwei Personenkreise bzw. vier. Die Nichttrinker
alkoholischer Getränke
und deren Konterpart. Oder man bezieht meine Fragestelung auf
die psychologischen Geschlechter Alpha, Beta, Gamma, Omega.

Wieso sind diese Typisierungen Geschlechtsassoziiert? Gibt es keine Gruppen mit weiblichen Führerinnen? Also dieses Vorurteil würde ich abbauen, da es sich mit der Realität nicht in Einklang bringen lässt.

Ich glaube Königinnen gibt es auch schon länger als irgendwelche Alpha-Typisierungen, beispielsweise.

Lieben Gruß
Patrick

Hi unbekanster,

ich wundere ich mich sehr über den Bezug, den du hier herstellen willst. Alpha-Verhalten kommt in deinen postings (da du bisher auch keine Definition gegeben hast) als eine Mischung aus dominantem Macho-Gehabe und Kontrollzwang herüber.
Alpha zu sein heisst nicht, dass man jede Frau jedem Kerl ausspannen kann oder jeder in Gruppe einen um Erlabnis fragen muss, wenn er mal aufs Klo will.
Alpha zu sein heisst (für mich zumindest), dass Menschen auf mich hören und auf meine Meinung Wert legen.
Dazu muss man nicht mittrinken und nicht einmal bei jedem Gespräch dabei sein.
Wer Alpha ist kann auch „im Schatten“ leben; denn nicht jeder, der vorne steht hat auch das Ruder in der Hand (obwohl er es gerne hätte).

Grüße,
JPL

1 „Gefällt mir“

Hallo Unbekanntester,

ohne auf Deine Punkte im einzelnen einzugehen, denke ich dass Alphaverhalten und Alkoholabstinenz
keine Dinge sind die sich gegeneinander ausschließen. Es kommt wohl eher auf das WARUM der
Abstinenz an. Trinke ich nicht, weil ich (trockener) Alkoholiker bin und schäme ich mich für diese Sucht.
Dann fühle ich mich in Erklärungszwang, wenn ich in einer Gruppe, die trinkt unterwegs bin. Das gleiche
gilt auch für diverse Krankheiten, die das Gefühl auslösen „die anderen dürfen Spaß haben, nur ich
nicht“. Das kommt bestimmt in manchen Gruppen nicht gut an „Ach hab’ Dich nicht so, ein Gläschen hat
noch keinem geschadet, morgen kannste ja wieder Milch trinken“ oder so ähnlich.

Anders verhält es sich, wenn Du aus absoluter Überzeugung keinen Alkohol trinkst. Mir fällt da spontan
eine Bewegung aus den USA ein „Straight Edge“. Die haben HC gehört, exzessiv Sport getrieben (meist
Mountainbike, Skate oder Surfen), typisches Outfit: Shortsleeve über Longsleeve, tätowiert und gepierct
und sie haben jede Art von Drogen abgelehnt - auch Alkohol und Zigaretten, oft auch Fleisch - und sie
galten als cool (ich weiss allerdings nicht, ob das heute noch zutrifft, bzw. ob es diese „Bewegung“ noch
gibt.
Aber aus diesem Ansatz heraus, lassen sich Deine Fragen ganz klar und in positiver Weise beantworten.

Viele Grüße

Hi!

Hi, ich kommentier das mal … danke das du den Anfgang
gemacht hast.

Gerne.

Handelt es sich um einen Abstinenzler „per Dogma“, wird das
schon schwieriger, denn die Abstinenz wird meiner Erfahrung
nach häufig als wichtigstes Persönlichkeitsmerkmal wie ein
Bauchladen offen vor sich hergetragen. Das wirkt auf viele
Leute mit „normalem“ Trinkverhalten befremdlich und extrem.

Richtig. Die Leute können damit auch nicht umgehen, weil sie
im Umgang mit dieser Seltenheit keine/kaum Erfahrung haben.

Das wiederum sehe ich nicht so.
Ich habe einiges an Erfahrung bzgl. Geselligkeit mit Nichttrinkern. Allein die ganzen stillenden und werdenden Mütter um mich herum trinken ja nicht. Ein Freund von mir trinkt generell nicht, ein anderer fastet aktiv.
Das ist kein Problem. Warum auch?

Schwierig wird es, wenn Abstinenzler missionieren.

Sobald unsicherheit dadurch aufkommt, wird die Situation als
unangenehm und evtl. als Störfaktor betrachtet. Es kommt zu
Vorurteilen geht der Nichttrinker nicht richtig in dieser
Stituationslage um. (Genau das ist meine Frage. Jupp. :smile:)

Wie gesagt, so sehe ich das nicht.

Auf folgende Punkte könnte man in Bezug daraufhin eingehen:

* Wie verhält man sich als Nichttrinker unter Trinkern am
besten?

Man trinkt ein alkoholfreies Getränk und hat seinen Spaß, ohne
viel darüber zu reden.
Ich trinke nicht, wenn ich fahre. Dann bestelle ich
alkoholfreies Bier. in lauten Bars merkt das zumeist überhaupt
niemand. Fragt jemand, sage ich, dass ich Auto fahre. Damit
ist bei den Leuten, mit denen ich ausgehe, die Diskussion
erledigt.

Die ausreden, das man Fahrer ist ist meißt das einzige was
akzeptiert wird und nicht als befremdlich gesehen wird.

Es geht hier nicht um „Ausreden“, sondern darum, nicht zu trinken. Ob das generell oder temporär ist, ist erst mal egal. Nur wenn man das dann als den anderen Gruppenmitgliedern moralisch überlegenes Verhalten hinstellt, wird es schwierig.

(Alkoholfreies Bier enthält etwa 0,5% alkohol.) Der Fahrer
einer Gruppe ist aber kaum der Alpha in der Gruppe. Eher wird
eher als Gamma, also Arbeiter, gesehen und vertstanden. - Hier
sehe ich halt meine These bestätigt, das sich das ausschließt.

-\

Ich sehe hier gar nichts bestätigt außer dass wir offenbar von verschiedenen Altersgruppen oder Reifestadien sprechen.
Bei uns wechseln sich die Leute mit dem fahren ab und niemand fährt betrunken.
Keiner ist ein „Arbeiter“, weil er die anderen in die Kneipe kutschiert.

* Was kann man Trinkerattitüden entgegensetzen? Gibt es Konter
oder Ängste die man nutzen kann?

Weshalb sollte man?
Sprechen wir hier von Leuten, die sich beim Ausgehen
regelmässig die Lichter ausschiessen?
Denen kann man sagen, dass sie so irgendwann ihren
Führerschein und/oder ihre Leber los sein werden.

Der „Gesundheitsapostel“, überspitzt gesagt, ist meiner
Ansicht hier nicht der Weg des Erfolgs zum Alpha der Gruppe.
Der Alpha zeichnet sich durch Sympathie bei allen
Gruppenmitgliedern aus. Alpha, iwrd man nur durch anerkennung
der mehrzahl aller Gruppenmitglieder.

So ist es.
Diese Symphatie erlangt aber nicht automatisch der größte Trinker, genausowenig wie der größte Abstinenzler. Es stehen, zumindest in „meiner“ Gruppe, andere Merkmale im Vordergrund.

* Hast du schon mal eine Gruppe geführt, ohne selbst mit zu
trinken? Dauerhaft möglich und ist diese Konstellation
realistisch?

Hängt denn echtes Alpha-Verhalten vom Alkohol ab? Müsste sich
die Gruppe, die dem Alpha-Menschen folgt, nicht in seinen
Trinkgewohnheiten diesem anpassen, anstatt umgekehrt?

Tja, wenn das so möglich ist … ich kenne keinen Fall in dem
das so ist. Deshalb auch meine Frage. Hab ich noch nie
geschafft. Wie gehts?

Keine Ahnung. Mit dem trinken hat es jedoch nur bei Säufern wirklich zu tun.

* Mann-Frau Konflikt beim Flirt. Er oder sie trinkt absolut
keinen Alkohol?

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Wer zuviel trinkt, fällt aus
dem Raster.
Mir wäre es egal, wenn sie nicht trinkt, solange sie mich
nicht missionieren möchte.

Alkohol ist in unserer Gesellschaft stark mit männlichkeit
verbunden. Als Mann gesehen, schwächt sich der Nichttrinker in
seiner männlichen Wirkung durch zurückhaltung.

Das ist wohl seit den frühen 80ern vorbei.

Gerade als
Alpha ist dieses Merkmal aber wichtig. Es steht für Stärke. -
Das sind Eigenschaften die eine Frau verallgemeinert sucht,
unabhängig von ihrer eigenen Stärke.

Geht es dabei nicht auch um mentale Stärke?
Ich kenne keine Frau, die ich für ansatzweise begehrenswert halte, welche „Trinkfestigkeit“ als wichtiges Merkmal bei einem Mann suchen würde.

Auch wenn Frauen, auch
Männer die Einstellung für Löblich oder gar erstrebenswert
halten sollten, ist doch der Erfolg des Flirts geschwächt. Es
tritt die weiter oben schon genannte unsicherheit dadurch auf,
die bei einem Flirt ungünstig ist.

Das habe ich anders erfahren.
Vielleicht flirtest Du mit den falschen Mädels…

* Eingeschränkte Flirtchancen zw. Mann-Frau, disharmonie und
Probleme? (Eure Meinung, Einstellung und Erfahrung. Auswege?)

Ab 30 steigen die Flirtchancen, wenn man wenig trinkt…

(„wenig“!)

oder von mir aus auch gar nichts.

Trinken ist einfach kein Thema mehr bei wirklich Erwachsenen, die sich ja im Alter um die 30 meistens auch gesunde Kinder wünschen.

* Wie weit geht Toleranz gegenüber Gesellschaftsmitgliedern
die nicht trinken in einer Trinksituation. Nur Oberflächlich,
oder trügt der schein.

Das ist sicherlich sehr stark milieuabhängig. Bei uns ist es
völlig o.k., wenn jemand nicht trinkt.

„ok“, aber Alphaverhalten siehst du daran nicht. Gib mir
recht. :smile:

Nein, ich kann Dir hier nicht recht geben, weil nur noch Primaten wert auf Trinkfestigkeit legen, wenn sie über 25 sind.

Alphaverhalten definiere ich nicht über den alkoholkonsum.

* Sollte man Trinkgemeinschaften und Situationen besser
vermeiden?

Wenn die einzige Verbindung innerhalb solcher Gruppen das
Trinken ist, würde ich sie auch als Trinker meiden.

Das ist gleichbedeutend mit ausgrenzen und der verlusst
sozialer(gesellschaftl.) zugehörigkeit.

Du bist schon eigenartig in Deiner Argumentation.
Ich kann mir doch eine Gruppe suchen, zu de rich gehören kann, auch ohne zu trinken. „Meine“ Gruppe wäre eine solche.

Das heißt, man
verliert die Alpharolle sobald es in die Kneipe geht. Der
Alpha ist nichts ohne die übrigen Gruppenteile. (Er kann auch
am nächsten Tag nicht mitreden. Verliert also die
Führungsrolle in Gesprächen)

Alpha = Laberbeutel…?

Ich denke, der wirkliche Alpha-Typ ist der coole, stille Typ mit Tiefgang, der alles im Griff hat und im richtigen Moment das richtige sagt. Der Typ, der genau dann nüchtern ist, wenn es darauf ankommt und dann die schönste Frau des Abends abschleppt.

Derjenige, der immer die Klappe offen hat und für drei säuft, ist für mich kein Alpha-Typ, sondern ein Mitläufer oder vordergründiger Schreihals.

Vielleicht solltest Du hier mal Deine Definition der Typen posten, dann verstehe ich Dich möglicherweise besser.

Anfangen Alkohol zu trinken, oder Alphaverhalten abgeben (mit
Konsequenzen abfinden)?

Ich denke wie gesagt nicht, dass das auf diese Weise
korreliert.

„Echt alpha“ kann es auch sein, nicht zu trinken und die
Gruppe dadurch als Fahrer heil nach Hause zu „führen“. Das
kann mehr Respekt bringen, als mitzutrinken.

Mich würde jetzt mal interessieren ob du, und wer sich hier
noch beteiligen möchte das nach meinen Ausführungen immernoch
so sieht. Ich halte das für einen Trugschluss.

Ich nicht.
„Echt Alpha“ ist m.E. bei reiferen Leuten eher verantwortungsbewusstes, souveränes Handeln.

Für jeden nützlichen Hinweis, Verweis sowie empfehlung und
evtl. wissenschaftlich fundamentierte Argumentation bringt ihr
mich mit dem Thema ein Stück weit vorwärts. Danke.

Naja, „wissenschaftlich fundamentiert“ ist das sicher nicht,
aber dafür aus dem Leen gegriffen.

Dafür danke ich dir aber.

Gern geschehen.

Gruß,
M.

2 „Gefällt mir“

Hallo!

Ich bin öfter auf Partys und anderen Veranstaltungen, auf denen viel getrunken wird, und trinke manchmal und manchmal nicht, habe also Erfahrung mit beiden Rollen.

Wobei ich der Alpha sein kann, wenn ich will, das meist aber nicht bin, weil mir das zu anstrengend ist. Meist bin ich wohl Beta oder Gamma.

Meinen Beobachtungen nach, spielt es für den sozialen Rang keine Rolle, ob du trinkst oder nicht.

Klar, wird schon darauf geschaut, wieviel jeder einzelne trinkt - aber erfahrungsgemäß sind die Alphas nicht diejenigen, die am meisten saufen, und wenn ein Alpha nichts trinkt, wird er nicht weniger Alpha.

Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, das Spielverderber und Nervensägen mit erstaunlicher Geschwindigkeit auf den Omegarang abrutschen … und zwar nicht nur welche, die nicht trinken.
Nein, auch zwanghafte Vegetarier, Christen, Atheisten, Leute die Diät machen und da STÄNDIG drauf pochen, versuchen andere zu missionieren und im allgemeinen stören werden nicht ernst genommen und auch nicht respektiert.

Also, mein Rezept ist, einfach auf die Party gehen, trinken, was man will, und das einfach nicht erwähnen.
Es kann sein, das du drauf angesprochen wirst, aber das dir jemand nur wegen dieser Tatsache deinen „Apha-Status“ abspricht, glaube ich nicht.

Wobei, warum willst du unbedingt Alpha sein?
Warum glaubst du, das man die Alpha-Rolle abgesprochen bekommt, wenn man nichts trinkt?

Viele Grüße!
Ph.

Hi JPL

ich wundere ich mich sehr über den Bezug, den du hier
herstellen willst. Alpha-Verhalten kommt in deinen postings
(da du bisher auch keine Definition gegeben hast) als eine
Mischung aus dominantem Macho-Gehabe und Kontrollzwang
herüber.

Ganz genau - du nimmst mir die Worte aus dem Mund, sozusagen.
Die Konstruktion, die der Threadbegründer hier aufmacht, überzeugt schon im Ansatz nicht, denn er unterstellt (auch noch mit Hinzunahme der Psychologie), dass ein Alpha Alkohol trinken müsste und damit in der Gesellschaft eine Alpha-Funktion ausübe, was totaler Unfug ist. Was sich der Threadbegründer unter einem Alpha vorstellt, würde ich dann sogar noch eher unter Omega abheften als unter Alpha.
Gruß,
Branden

Hi,

Wer mit
totaler Abstinenz von Alkohol auffällt grenz sich damit
schnell aus. (Verlust der Alphastellung)

in welchen Kreisen verkehrst Du ?
Selbst in vermeintlich feuchtfrölichen Kreisen wie einer Dorffeuerwehr ist mir das noch nicht untergekommen. Unser Gruppenführer! ist bekennender Antialkoholiker und wer kein Bier trinken mag, trinkt keines - Ende.

Mich interessieren eure Erfahrungen und Lösungsansätze, das
ein Nichttrinker Alphaverhalten zeigen kann und sich
durchsetzen kann.

Das klingt mehr nach allgemeiner Führungsschwäche.
Wer führen kann, kann das auch als Nichttringker, oder vielleicht erst recht.
Wer zum Führen Alkohol braucht, macht irgend was falsch.

Gandalf