Nicki wird sterilisiert aber..?

Ein freundliches Hallo an alle,

wir haben eine 10 Monate alte Cairn Terrier Hündin. Sie ist z. Zt. heiß und wir wollen sie - nach Absprache mit dem Tierarzt wegen der „Hitze“-Zeit - sterilisieren lassen.

Wir wissen nicht was für Nicki besser ist. Ich meine, sie soll solange beim Tierarzt bleiben, bis sie aus der Narkose aufgewacht ist. Vielleicht muß sie erbrechen o.ä. Da wäre sie besser versorgt als wenn wir sie direkt mit nach Hause nehmen.

Habt ihr mit eurem(n) Hund(en) diesbezüglich Erfahrungen?

Danke im voraus für Antworten!
Liebe Grüße,
Maria

Hallo, Mecha,
verlass Dich auf den Doc.
Der weiß genau wie das zu handhaben ist.

Unsere ware alle Rüden, und die konnten wir nach dem Aufwachen wieder mitnehmen.
Ein Nachbarin hatte eine Schaule ‚ausäumen‘ lassen.
Der gesamte Heilungsprozess hat lange gedauert;
und ging auch nur mit Halskrause.
Aber wie lange die nach der Narkose noch beim Doc war? Keine Ahnung.

Aloha - dihi
_______________________________________________________________

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

wir haben unsere beiden Hündinnen kastrieren (ausräumen)lassen. Sterilisieren ist allgemein nicht üblich und mit Spätfolgen behaftet.

Wir haben sie abgeholt, als sie langsam aus der Narkose erwachten, aber noch nicht voll da waren. Für mich war es wichtig, dann da zu sein. Sie sollte einen vertrauten Menschen und Geruch um sich haben.

Wenn du einen guten TA hast, der näht dann auch so, dass sie keine Halskrause brauchen. Meine brauchten es nicht!!! Da die Hunde nüchtern zu Narkose gehen sollten, ist mit Erbrechen nicht so zu rechnen. Natürlich sollte man sie so lange im Auge haben, bis sie wieder voll zurechnungsfähig sind ;o)Und viel Ruhe gönnen.
Mach dir mal nicht so viele Sorgen. Die Hunde überstehen das meist besser als wir meinen.

Patricia

Ein freundliches Hallo an alle,

unser Anton war nach seiner OP bis zu dem Zeitpunkt beim TA, an dem er wach, aber noch nicht so richtig klar im Kopf war. Zuhause wurde er dann richtig wach und ich denke, dabei hat er sich schon wohler gefühlt, als wenn er die ganze Aufwachphase auf der Decke beim TA verbracht hätte.
Gruss
kleineklara

TA in der Nähe von …
Hallo Patricia,

wie erfahre ich, ob ein TA so gut näht, daß Nicki keine Halskrause bracht?
Du bist Tierpsychologin, kennst Du vielleicht solchen TA in Düren und/oder Umgebung?
Ich kann doch nicht alle TA`s anrufen, die erklären mich ja für „bekloppt“. Oder kann ich das machen?
Hast Du eine Vorstellung was das „Ausräumen“ überhaupt kostet? Ich habe nämlich keinen blassen Schimmer…
Lieb von Dir - und allen anderen - die mir Mut machen!

Liebe Grüße,
Maria

Hallo,

leider kenne ich keinen TA in deiner Umgebung. Wohne im hohen Norden.
Natürlich kannst du die TAe anrufen. Schließlich will man ja wissen, was man zahlen muss und wie es abläuft. Höre dich doch mal bei anderen Hundebesitzern um. Oder in einer guten Hundeschule. Ich habe pro Hund 200 € bezahlt. Ja, blödes Wort „ausräumen“. Nennt man aber so.

Patricia

Hi Patricia,

wir haben unsere beiden Hündinnen kastrieren
(ausräumen)lassen. Sterilisieren ist allgemein nicht üblich
und mit Spätfolgen behaftet.

Welche Spätfolgen sollen das sein, mal so neugierig gefragt?

Gruß
Andrea

Welche Spätfolgen sollen das sein, mal so neugierig gefragt?

Die Hündin wird weiterhin läufig, Scheinschwangerschaft ist möglich, Eierstockzysten/tumore, Gebärmutterzysten/tumore, usw.

Ich kenne keinen TA, der Hunde oder Katzen sterilisiert, das wird nur in speziellen Ausnahmefällen gemacht.

Gruß,

Myriam

Hallo,

in der Regel bekommt man sein Tier erst dann, wenn es schon aus der Narkose aufgewacht ist. Es ist dann zwar noch ein bißchen „belämmert“, aber schon wieder bei Bewusstsein. Das ist auf jeden Fall richtig so.

Zum Thema „Sterilisation“ wurde ja schon etwas gesagt, ich nehme an, der Hund wird kastriert, nicht sterilisiert. Die Nähte werden meist so gemacht, dass keine Fäden rausschauen. Ob der Hund eine Halskrause braucht oder nicht, hängt aber stark vom Hund ab.

Ehrlich gesagt würde ich mit der OP aber warten, bis es etwas weniger heiß ist, dann vertragen die Tiere die OP besser.

Gruß,

Myriam

Hallo,
Die Kastration der Hündin - wenn schon, dann richtig!
Was man noch dazu wissen sollte, einfach und verständlich
erklärt von Dr. Stephan Braun.

gefunden bei
http://mitglied.lycos.de/Tierinformation/huendinkast…

PS Der erfahrene TA weiss, je nach Narkosensart und Verlauf der OP,
WANN man den Hund abholen kann und wird auch die nötigen
Instruktionen für «danach» geben.
Gute Besserung
Cory

1 „Gefällt mir“

ja,

hört sich ja fast alles plausibel an. Aber wie ist das mit den Hormonen, wenn die erst Läufigkeit noch nicht eingetreten war vor der Kastration? Gibt es da Folgen? Der Körper war dann noch nicht ganz ausgereift. Ich persönlich halte da nix von.
An welche Studien orientiert sich Dr. Stefan Braun? Das wurde leider nicht ersichtlich, woher er die Prozentzahlen entnimmt und den Zeitpunkt der Kastration.

Nix für ungut
Patricia

Halskrause muß nicht sein…
Hallo Maria,

sollte Dein Tierarzt einen Schutz der OP-Narbe für wichtig halten, würde ich das sehr ernst nehmen. Die Hündin leckt sonst ständig die Wunde, leckt Keime rein, behindert die Heilung und zieht sich möglicherweise sogar die Fäden. Eine Halskrause würde ich ihr aber ersparen, zumindest solange sie einigermaßen unter Aufsicht ist.
Ich habe bei meinen Hündinnen (allerdings einiges größer) sehr gute Erfahrungen mit einem Stretchbody von mir gemacht - da mußt Du nur noch ein Loch für den Schwanz reinschneiden. Oder Du nimmst ein kleines Handtuch/Trockentuch und schneidest Löcher für die vier Pfoten rein und dann noch ganz oben ein paar Löcher für die Bindfäden und bindest ihr das Tuch bamit unter den Bauch. Du kannst dann noch Binden oder Slipeinlagen im Wundenbereich einkleben, dann mußt Du die Handtücher nicht so oft waschen (falls die Wunde näßt).

Ich habe immer versucht, meinen Hunden die Halskrause zu ersparen und hundefreundlichere Alternativen zu suchen. Die OP und die Schmerzen sind schon schlimm genug, aber die Krause haben meine sensiblen Hündinnen immer als den waren Horror empfunden.

Viele Grüße
Gordie

Hallo Maria!

Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß die Art des Nähens nur minimal danit zu tun hat, ob die Hündin einen Halskragen braucht oder nicht!
Der Halskragen ist ein Leckschutz, d.h. der Hund soll gehindert werden, sich die Fäden wieder zu ziehen. Selbst bei einem in der Haut vernähten Faden, der gar nicht zu sehen ist, fühlen sich manche Hunde massiv irritiert und lecken und beißen an der Wunde, bis alles wieder auf ist - das ist in erster Linie eine Frage des Temperaments!!!
So lieb Deine Hündin auch sein mag - ich würde das Risiko, auf einen Leckschutz zu verzichten, nicht eingehen wollen. Mit Kragen heilt die Geschichte in 10 Tagen aus, wenn sie leckt, gibt es Heilungsverzug, Entzündungen, evtl. muß nachgebessert oder geklammert werden, tagelang Antibiotika, evtl. nochmal Narkose…
Willst Du das riskieren? Aus tierärztlicher Sicht ist der Verzicht auf einen Leckschutz als fahrlässig zu beurteilen.
Du kannst ihr den Kragen abnehmen, wenn Du dabei bist, wenn ihr spazieren geht, wenn sie frißt…
Aber nachts, wenn Du für länger als 2 min in einen anderen Raum gehst, wenn Du in den Keller musst - zieh ihn ihr auf, alles andere ist hoch gepokert!

Liebe Grüße

Archie

1 „Gefällt mir“

Hallo,

der derzeitige Wissensstand ist soweit ich weiß folgender:

  • Kastration vor der 1. Läufigkeit hat keine negativen Auswirkungen auf das Verhalten oder Wachstum
  • Kastration vor der 1. Läufigkeit reduziert das Risiko von Mammatumoren
  • es ist sogar sinnvoll, die Tiere schon im Welpenalter zu kastrieren, da die OP dann besser vertragen wird

Da die Mehrzahl der Studien aus den USA kommt (wo Frühkastration bereits erfolgreich praktiziert wird) kann ich hier als Quellen nur Englischsprachiges angeben:

http://www.cvm.uiuc.edu/ope/ivb/spay-neu.htm
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Re…

Hier ein pdf auf Deutsch, mit Quellenangaben:
http://www.meintierarzt.ch/Portals/0/Content/Hunde/K…

Gruß,

Myriam

1 „Gefällt mir“

Sternchen!!
gibt von mir; für die gute Recherche!
Ich finde es nur immer schlimm, wenn irgendwelchen Aussagen weitergereicht werden, die keinen Hand und Fuß haben. Meistens werden solche Angaben nicht hinterfragt.

Danke
Patricia

Ergänzung
Mittlerweile habe ich noch weiter recherchiert und festgestellt, dass es wohl doch mindestens ein Gegenargument gegen die Frühkastration gibt (also gegen die Kastration im Alter von 7-8 Wochen): bei groß werdenden Hunderassen wird dadurch das Längenwachstum der Röhrenknochen verstärkt, was zu „Riesenwuchs“ führt und gesundheitliche Probleme bereiten kann. Bei großen Rassen ist das dann also weniger angebracht. Diese Info geht aus den verlinkten Studien zwar hervor, es wurde aber nicht weiter darauf eingegangen.

Gruß,

Myriam