'Nie mehr Auschwitz'

Hallo,

So? Ich behaupte fast, wer die Wahl hat, würde lieber ins Gas
geschickt als verbrannt werden.

Wenn’s nur die Vergasung gewesen wäre…
Die waren ja oft mehrere Monate vor ihrer Vergasung in KZs interniert. Deswegen wurden die nicht nur einfach hingerichtet, sondern erstmal monatelangen Quälereien und Mißhandlungen ausgesetzt worden. Und oftmals starben die Menschen durch das Gas nicht, wenn zuwenig Gas verwendet wurde. Die bewußtlosen aber noch lebenden wurden deswegen genauso verbrannt oder vergraben. Schau dir allein mal die Arbeit an, die die Juden der „Sonderkommandos“ im KZ verrichten mussten. Das IST beispiellos!

mfg
deconstruct

Na, schau an.

ich auch im Religionsbrett die Äußerungen von Lt. Gen. James
N. Mattis angeprangert
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Leider wurde das Zitat platt als "Antiamerikanismus "
abgebügelt - was es nicht war, sondern es sollte warnend vor
Augen führen, dass der Geist von Auschwitz nach wie vor nie so
weit entfernt ist, dass er nicht jederzeit wieder sein
schauerliches Haupt erheben könnte.

So schnell geht das also mit der Relativierung und Verharmlosung des Holocausts, ohne dass es jemand merkt.

Die Äußerungen Mattis mögen aufzeigen, daß es Perverse in der amerikanischen Armee (wie wohl auch in jeder anderen) weit bringen können. Mit dem Geist von Auschwitz jedoch haben sie überhaupt nichts zu tun.

Und Mattis zu zitieren und seine Aussagen als die ethischen Grundsätze sind, die der Landesverteidigung zugrunde liegen zu verkaufen, ist in der Tat plumper Antiamerikanismus obendrein.

Jacobias

1 „Gefällt mir“
  1. die art und weise der tötung: fabriken

Aber nicht nur, dass man die Menschen dann schnell und
schmerzlos umgebracht hätte: Nein, die mussten vorher noch
ordentlich gequält, erniedrigt und mißhandelt werden…

Ich bezweifle aber, das dies in der Absicht ‚Holocaustkonzeptes‘ lag. Es ging um die schnellstmögliche Ausrottung des jüdischen Volkes, nicht darum das Volk zu quälen. Gleichwohl es Sadisten natürlich die Möglichkeit gab sich auszutoben.

Dieser „Umgang“ mit Menschen ist IMO immer noch das schlimmste
an dem Ganzen. Nicht mal Vieh behandelt man so. Es gibt
eigentlich kein Beispiel, wo man mit Lebewesen derart brutal
und verachtend umgegangen ist.

Sie wurden wie Vieh behandelt, weil sie als Vieh(Untermenschen) gesehen wurden. Darin liegt die Einmaligkeit. dataf0x hat mit ihrer Eingangsbemerkung schon recht.

Gruss,

Jacobias.

Hallo,

Ich bezweifle aber, das dies in der Absicht
‚Holocaustkonzeptes‘ lag. Es ging um die schnellstmögliche
Ausrottung des jüdischen Volkes, nicht darum das Volk zu
quälen. Gleichwohl es Sadisten natürlich die Möglichkeit gab
sich auszutoben.

Ob dies im „Konzept“ vorgesehen war, spielt doch keine Rolle. Es ist schließlich passiert. Und moralische Bedenken hatte bei den Verantwortlichen damit auch keiner, also wurde es gebilligt. Die Menschenversuche wurden ja auch z.B. von oben angeordnet. Und die KZs waren auch so ausgelegt, dass die Menschen durch Zwangsarbeit, Hunger und Mißhandlung an der daraus resultierenden Erschöpfung starben.
Um schnellstmögliche Ausrottung ging es dagegen in den Vernichtungslagern, in denen es nur darum ging, möglichst schnell möglichst viele Menschen zu ermorden. Auf jeden Fall macht dies IMO keinen Unterschied, ob die Quälung der KZ-Insassen nun so vorgeschrieben war oder nicht, da sie stattgefunden hat und von oben gebilligt wurde.

Sie wurden wie Vieh behandelt, weil sie als
Vieh(Untermenschen) gesehen wurden. Darin liegt die
Einmaligkeit. dataf0x hat mit ihrer Eingangsbemerkung schon
recht.

Und ich finde, dass man nicht mal mit Vieh so schlimm umgeht.

mfg
deconstruct

Hallo deconstruct,

Und ich finde, dass man nicht mal mit Vieh so schlimm umgeht.

Umgehen sollte!
Leider wird das aber getan. Aber das gehört eigentlich in das Brett Haustiere und _ Nutztiere oder Naturschutz.

mfg
deconstruct

auch mfg

Volker

Ich bezweifle aber, das dies in der Absicht
‚Holocaustkonzeptes‘ lag. Es ging um die schnellstmögliche
Ausrottung des jüdischen Volkes, nicht darum das Volk zu
quälen. Gleichwohl es Sadisten natürlich die Möglichkeit gab
sich auszutoben.

Ob dies im „Konzept“ vorgesehen war, spielt doch keine Rolle.
Es ist schließlich passiert. Und moralische Bedenken hatte bei
den Verantwortlichen damit auch keiner, also wurde es
gebilligt. Die Menschenversuche wurden ja auch z.B. von oben
angeordnet. Und die KZs waren auch so ausgelegt, dass die
Menschen durch Zwangsarbeit, Hunger und Mißhandlung an der
daraus resultierenden Erschöpfung starben.
Um schnellstmögliche Ausrottung ging es dagegen in den
Vernichtungslagern, in denen es nur darum ging, möglichst
schnell möglichst viele Menschen zu ermorden. Auf jeden Fall
macht dies IMO keinen Unterschied, ob die Quälung der
KZ-Insassen nun so vorgeschrieben war oder nicht, da sie
stattgefunden hat und von oben gebilligt wurde.

Sie wurden wie Vieh behandelt, weil sie als
Vieh(Untermenschen) gesehen wurden. Darin liegt die
Einmaligkeit. dataf0x hat mit ihrer Eingangsbemerkung schon
recht.

Und ich finde, dass man nicht mal mit Vieh so schlimm umgeht.

mfg
deconstruct

Alles sicher richtig deconstruct. Nur das Thema war ja ‚worin sich denn die Einmaligkeit‘ des Holocausts begründe. Und die begründet sich halt in der fabrikmäßigen und vollkommen nutzlosen Vernichtung eines Volkes. Und nicht dadurch, daß die Menschen gequält wurden.

Wäre die Einmaligkeit in der Quälerei begründet, wäre der Relativierung des Holocausts Tür und Tor geöffnet … man denke nur an Pol Pot und andere.

Und das ist genau das, worauf dataf0x abstellte.

Gruss

Jacobias

Alles sicher richtig deconstruct. Nur das Thema war ja ‚worin
sich denn die Einmaligkeit‘ des Holocausts begründe. Und die
begründet sich halt in der fabrikmäßigen und vollkommen
nutzlosen Vernichtung eines Volkes. Und nicht dadurch, daß die
Menschen gequält wurden.

Wann ist denn die Vernichtung eines Volkes nicht nutzlos? Es kommt immer auf die Perspektive an. Für die Ideologie war sie ja nicht nutzlos. Was man als nutzlos empfindet, macht man nicht, da es unnötig Aufwand und Kosten mit sich bringt.

Wann ist denn die Vernichtung eines Volkes nicht nutzlos?

ich weiß das klingt jetzt widerlich, aber in einem bewaffnenten konflikt um territorium und bodenschätze (vulgo KRIEG) hat das vernichten des feindes natürlich einen „nutzen“ (für den sieger…)

genau das fehlte aber beim holocaust. menschen wurden „einfach so“ umgebracht. sogar menschen, die nachweislich dazu beitragen hätten können, daß der krieg gewonnen worden wäre, sind vertrieben und ermordet worden. (hätte man die wissenschafter nicht davongejagt, wäre die atombombe u.u. in deutschland zuerst realisiert worden.)

gruß
dataf0x

Der Begriff von der ‚vollkommen nutzlosen Vernichtung‘ reflektiert auf das, was wir als sinnvoll bzw. nutzlos ansehen (Land, Geld Güter u.ä.). Insofern hast Du natürlich nicht ganz Unrecht.

Gruss Jacobias

Gruss Jacobias.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wann ist denn die Vernichtung eines Volkes nicht nutzlos?

ich weiß das klingt jetzt widerlich, aber in einem
bewaffnenten konflikt um territorium und bodenschätze (vulgo
KRIEG) hat das vernichten des feindes natürlich einen „nutzen“
(für den sieger…)

Na gut, dann klingt dsa jetzt auch widerlich, aber die Vernichtung der Juden hatte in den Augen der Urheber auch einen Nutzen.

genau das fehlte aber beim holocaust. menschen wurden „einfach
so“ umgebracht. sogar menschen, die nachweislich dazu
beitragen hätten können, daß der krieg gewonnen worden wäre,

Der Nutzen in den Augen der Macher war:

Wertlose, volksverschmutzende Elemente auslöschen.

Nebenbei konnte man deren Eigentum brauchen; die Körper zu Seife etc verarbeiten.

Und letztlich hatte es den Nutzen des Feindbildes, ohne das die Ideologie nicht so gut funktioniert hätte.