Nie mehr Kleidung aus Bangladesh oder China!

Zumindest wird umgekehrt damit, dass jemand seit Jahren die
selbe Kleidung trägt, nicht selten assoziiert, derjenige hätte
eher wenig Geld zur Verfügung (auch, wenn die Kleidung in
tadellosem Zustand ist), ebenso, wenn man z.B. schon seit
mehreren Jahren das selbe Handy hat

Ach, das erklärt, warum mir Kollegen schon mal ein paar Münzen auf den Tisch werfen, wenn sie vorbeigehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nokia_6230

Gruß
Christian

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Ach, das erklärt, warum mir Kollegen schon mal ein paar Münzen
auf den Tisch werfen, wenn sie vorbeigehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nokia_6230

Du hast so eins? cool… In der Grundschule waren wir am Ausflugstag mal im Handymuseum. Da sah ich das 62-30 zum ersten mal :smile:

J~

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Ach, das erklärt, warum mir Kollegen schon mal ein paar Münzen
auf den Tisch werfen, wenn sie vorbeigehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nokia_6230

Du hast so eins? cool… In der Grundschule waren wir am
Ausflugstag mal im Handymuseum. Da sah ich das 62-30 zum
ersten mal :smile:

Auf jeden Fall ist es ein Montagshandy: der Akku war nach zwei Jahren nicht im Eimer.

Gruß
Christian

Überrascht?
Hallo,

nach diesem Beitrag bin
ich ziemlich geschockt.

eigentlich sollte man sich doch denken können, dass für die Näher nach Materialkosten, Logistik und Gewinnspanne nicht mehr viel übrig bleiben kann, wenn man für ein T-Shirt nur 3 € auf den Tresen legt.

Gruß
Sue

ich auch

Ach, das erklärt, warum mir Kollegen schon mal ein paar Münzen
auf den Tisch werfen, wenn sie vorbeigehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nokia_6230

Davon hab ich 2, momentan direkt vor mir liegen. Die sind super

Hallo,

Ich war zwar schon 1 oder 2 mal in dem Laden, aber gekauft habe ich da noch nie.
1+1 macht 2 - und auch wenn man nicht immer weiss was alles hinter der Fassade steckt, kann ich mir an 2 Fingern abzählen wo und unter welchen Bedignungen ein Shirt für 2 Euro hergestellt wurde.

LG jasmin

Hallo,

Danke an alle, die bis jetzt an der Diskussion teilgenommen haben.
Was ich noch dazu sagen kann ist, dass die Qualität von KIK Klamotten nicht so schlecht ist, wie viele denken und meinen.
Baumwoll-TShirts und Jeans habe ich auch schon seit meherern Jahren und die sehen immernoch so gut wie damals aus, also nicht verwaschen, eingegangen oder sonstiges.
Wohingegen alle meine T-Shirts von Ja**&Jon** und ESPR** aus irgendwelchen Gründen immer nach einer Zeit Löcher bekommen…

Die eigentliche Frage wurde aber noch nicht geklärt.
Kann man den beruhigt in Läden wie Takko, NDK, C&A, NewYorker, Orsay gehen? Sind dies Läden, die zwar in den östlichen Ländern produzieren lassen, aber zu menschlichen Bedingungen?
Weiß über diese Läden jemand etwas?

Dankeschön vielmals!

Hi,
ja… irgendwie widersprechen wir uns da nicht… ein bisschen Recherche bringt einen da schon weiter.

Nur solange man meint, man müsse eine Jeans am besten für 5 EURO kaufen, so lange muss man auch damit rechnen, dass diese Jeans (oder irgendwas anderes, unabhängig vom Herstellungsprozess selbst) in einem Billiglohnland hergestellt wurde, das zu seinen Arbeitnehmern nicht ganz so nett ist.

Genau aus diesem Grund habe ich geschrieben, dass man natürlich nicht automatisch davon ausgehen kann, dass teure Ware = super optimal produzierte Ware ist…
Trotzdem kann man imho nur dann was erreichen, wenn man diese Waren boykottiert. Und da viele sich Designer-Jeans, Schals, Pullover sich gar nicht erst leisten können oder wollen, werden Ketten wie KIK immer wieder damit durchkommen. In Deutschland sind solche Aufschreie wie nach einer kik-Doku ja leider meist nach 6 Wochen vergessen.

Gruß
ShannonS

Hallo,
ist das wirklich so?
Also ich persönlich muss nicht Prada tragen oder Lebensmittel aus dem feinkostladen. Wobei ich bei Lebensmitteln schon versuche, auf Qualität zu achten. Aber dafür gebe ich dann auch gerne mehr Geld aus.

Wenn du z.B. gegen Atomkraft bist und lieber Strom hättest, der nicht aus dem AKW kommt… wieso siehst du dann nicht ein, mehr dafür zu bezahlen?

Gruß
ShannonS

Hallo,

hast du dir den Link, den ich reingesetzt habe nicht gelesen?

hier nochmal:
http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/firmen/firmen…

da kann man nachsehen, ob die einzelnen firmen was gegen Kinderarbeit versuchen zu tun.

Ob die Kontrollen in Ländern wie Bangladesh oder Usbekistan faktisch überhaupt durchgeführt werden können, wage ich aber zu bezweifeln.

grüße
miamei

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Hallo Martin,

wir diskutieren hier mit einer vermutlich 18-jährigen AZuBine.

Diese Anfangsinvestitionen, die hochwertige Kleidung einfach benötigt, kann kein AZuBi leisten.

Zum anderen möche ich als Frau nicht 10 Jahre dieselben Schuhe tragen, (außer vielleicht selten getragene wie Gummistiefel oder Schwimmschuhe) oder wie meine Großmutter 15 Jahre denselben Wintermantel…

grüße
miamei

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Moin Shannon,

mein Beitrag sollte eigentlich nur eine Ergänzung zu Deinem sein. Kein Widerspruch, nur eine Verdeutlichung, dass nicht teuer = gut ist.

Gruß
A.A.

Hallo Shannon,

Und da viele sich Designer-Jeans, Schals,
Pullover sich gar nicht erst leisten können oder wollen,
werden Ketten wie KIK immer wieder damit durchkommen. In
Deutschland sind solche Aufschreie wie nach einer kik-Doku ja
leider meist nach 6 Wochen vergessen.

zwischen „Designer“ bzw. bekannten Marken, und andererseits KIK und Co. ist aber ein großer Unterschied :wink:
Soll heißen: Auch etliche bekannte Marken (z.B. von gewissen Sportartikelherstellern) stammen aus problematischer Fertigung; andererseits muss ein Fairtrade-Kleidungsstück nicht deutlich mehr als viele übliche Kleidung kosten (z.B. 10 Euro für ein T-Shirt - das geben viele Leute dafür sowieso aus (bzw. kann sich von vielen, sicherlich nicht allen, geleistet werden) und ist auch ungefähr der Rahmen, bei dem Fairtrade beginnt).

Viele Grüße,
Nina

Die eigentliche Frage wurde aber noch nicht geklärt.
Kann man den beruhigt in Läden wie Takko, NDK, C&A, NewYorker,
Orsay gehen? Sind dies Läden, die zwar in den östlichen
Ländern produzieren lassen, aber zu menschlichen Bedingungen?
Weiß über diese Läden jemand etwas?

Dankeschön vielmals!

Hi,

der Link von miamei behandelt primär das Thema Kinderarbeit. Auch wenn ein Unternehmen keine Kinderarbeit betreibt, kann es zu abgrundtief schlechten Arbeitsbedingungen kommen was ich für genauso schlimm halte.

Kann man bei KIK einkaufen? Die Antwort lautet ja!
KIK ist in den letzten Jahren stark expandiert (hab keine Quellen ich spreche aus Erfahrung - bei uns in der Gegend gab vor ca. fünf Jahren keine mir bekannten KIK-Läden - mittlerweile sind es 3)
Das spricht auf alle Fälle dafür, dass das Konzept aufgeht.

Ein T-Shirt für ein paar EUR kann nicht zu normalen Bedingungen gefertigt werden. Zumal man Lagerung, Transport und vorallem Werbung noch dazuaddieren müsste.
Dies ist eine Tatsache und die Menschen die bei KiK einkaufen wissen das oder müssen dies zumindest vermuten.

Ich kauf zwar nicht bei KIK ein aber bei anderen Unternehmen die Ihre Produkte wahrscheinlich ähnlich produzieren lassen.
Denn wenn ich das alles boykotieren würde könnte ich kein Fleisch mehr essen (Tierhaltung), kein Gemüse mehr essen (Genmanipulation), keien Elektroartikel verwenden (bestes Beispiel Apple) und keine Klamotten mehr tragen.

Es wäre mir zu anstrengend bei jedem Produkt erst zu prüfen wie die jeweiligen Arbeitsbedingungen sind.

Grüße

Hi Sonja,

mein Beitrag bezog sich auf die Frage, ob in Europa hergestellte Kleidung bezahlbar ist. Ich habe versucht, zu zeigen, dass sie in etwa gleich gut bezahlbar ist wie die von woanders.

Ach übrigens: Für gute und im Preis deutlich unterhalb Heschung Dettwiller rangierende Schuhe hab ich noch den Lukas Meindl aus Kirchanschöring vergessen. Der ist mir erst wieder eingefallen, als ich mir überlegt habe, wie lang eigentlich meine Goiserer schon halten.

Zu der Frage, ob man ein Jahr lang auf die Anschaffung von Kleidung verzichten kann, wenn man sehr knapp mit dem Budget ist: Ja, man kann. Seit ich klamm bin (ist etwas über ein Jahr jetzt), habe ich mir drei Unterhemden (Trigema), drei Unterhosen (Trigema) und vier Paar Socken (Kessler, Limbach-Oberfrohna) gekauft. Alles andere tut es noch gut - die nächste Hose soll dann aber schon wieder FHB oder Hiltl sein, sonst klappt das auf Dauer nicht mehr mit dem knappen Budget.

Schöne Grüße

MM

Hallo Aquilegia,

(Dein Name ist so schön – !)

das Umgekehrte gilt sicher auch: Man kann in Vietnam Hemden nähen lassen, die halten. Seidensticker macht glaube ich gar nichts mehr in Bielefeld.

Und sicher gilt auch, dass es hie und da lange braucht, bis eine Marke verbrannt ist, wenn sie nur gut aufgebaut worden ist: Wie lang ists jetzt her, dass es keine Salamanderschuhe mehr aus Pirmasens gibt (1995?), und trotzdem kenne ich immer noch mehr Verse aus „Lurchi“ auswendig als z.B. aus den „Metamorphosen“?

Die Haltbarkeit hängt nicht immer ausschließlich vom Preis ab.

Das ist gewisslich wahr. Meine Preisbeispiele bezogen sich nicht auf die Preise als solche. Ramsch, bei dem man teuer Geld bloß für einen Markennamen bezahlt, gibts grad genung.

Was Du ansprichst, dass es auch in Indonesien, auch auf den Philippinen, auch in Vietnam Leute gibt, die mit einer Tasse Reis besser leben als ohne, und die dafür gute Arbeit leisten, ist sicher auch wichtig. Bloß: Wie soll ich als Konsument von hier aus kontrollieren, ob sie für Arbeiterlohn mit minimalen Rechten arbeiten, oder als Sklaven, solange bis sie halt verbraucht sind und weggeworfen werden? Bei europäischer Produktion weiß ich, dass die Leute, die die Arbeit an der Front machen, weder auf Rosen gebettet sind noch mit ausgesuchter Freundlichkeit behandelt werden, aber wenn sie nicht grad an einen Birkenstock geraten, haben sie immerhin ein verlässliches und ggf. auch einklagbares Minimum an Lebensmöglichkeiten.

Schwarz und Weiß ist bei Licht betrachtet gar nichts, da hast Du recht. Eher Rot und Schwarz - also nochmal alles auf die Siebzehn!

Schöne Grüße

MM

Hallo,

Ich habe versucht, zu
zeigen, dass sie in etwa gleich gut bezahlbar ist wie die von
woanders.

Und mein Artikel bezog sich darauf, dass „bezahlbar“ nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit „in der Summe nicht teurer“ ist. Es macht ja schon einen Unterschied, ob man jetzt sofort viel oder über einen längeren Zeitraum immer mal wieder etwas zahlen muss. Angenommen, ich könnte morgen früh alle Zahnbürsten, die ich in meinem Leben brauchen werde, auf einmal kaufen, dann fände ich das trotzdem finanziell problematischer, als sie schön nacheinander erwerben zu können.

Ach übrigens: Für gute und im Preis deutlich unterhalb
Heschung Dettwiller rangierende Schuhe hab ich noch den Lukas
Meindl aus Kirchanschöring vergessen.

Wenn „gut“ gleich „haltbar und hochgebirgstauglich“ ist, dann magst du Recht haben. Meine Ansprüche an teure Schuhe, die ich jahrelang trage, beinhalten, dass ich mit ihnen auch ins Büro und ins Restaurant gehen kann - würde ich mit Meindls „El Paso Lady“ eher nicht.

Zu der Frage, ob man ein Jahr lang auf die Anschaffung von
Kleidung verzichten kann, wenn man sehr knapp mit dem Budget
ist: Ja, man kann. Seit ich klamm bin (ist etwas über ein Jahr
jetzt), habe ich mir drei Unterhemden (Trigema), drei
Unterhosen (Trigema) und vier Paar Socken (Kessler,
Limbach-Oberfrohna) gekauft.

Mein Punkt war, dass es schwierig ist, mit so etwas anzufangen. Eine Erstausstattung in dem Preissegment erfordert ja eine gewisse Investition, auf die man mindestens ein Jahr sparen muss, was aber nicht geht, solange man zwei Jeans, ein Paar Schuhe und einen halben Mantel pro Jahr anschaffen muss.

Grüße
Sonja

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Moin Martin,

(Dein Name ist so schön – !)

Danke schön :smile:

das Umgekehrte gilt sicher auch: Man kann in Vietnam Hemden
nähen lassen, die halten. Seidensticker macht glaube ich gar
nichts mehr in Bielefeld.

ja und das ist dann genau der Punkt, wo ich mich frage, ob nicht von „oben“ etwas reguliert werden muss. Wenn Arbeitsplätze des Profits wegen nach Asien, Afrika oder in sonstige „Billiglohnländer“ verschoben werden bzw. Arbeitskräfte dort rekrutiert werden. Ist ja in der Autobranche auch nicht anders.

Bezeichnend finde ich auch, dass große Kaffeeplantagen „immer“ (ich habe bisher von keinem Gegenteil gehört, vielleicht gibt es das ja sogar) von amerikanischen, europäischen oder australischen Großgrundbesitzern geführt werden. Da sind sicherlich ein paar „menschliche“ dabei, aber warum gibt es keine Plantagen, die den Einheimischen gehören und dementsprechend auch der Profit unter ihnen aufgeteilt werden kann…? (