Hallo,
ich habe eine Frage:
Es geht um meine 73-jährige Oma. Sie hat Probleme mit ihrem Blutzucker. Vor ca. 2 Monaten war sie beim Arzt und sollte aufgrund ihres viel zu hohen Blutzuckerwertes (über 200 mg/dl) zu einer Ernährungsberaterin. Von ihr hat sie viele Tipps und auch so ein Blutzuckermessgerät bekommen.
Heute habe ich schon 3 Mal versucht ihren Zucker zu messen, bei den ersten beiden Malen wurde ein Fehler angezeigt, laut Gebrauchsanweisung, soll der Blutzucker zu niedrig sein um gemessen werden zu können.
Nach einer Stunde habe ich es dann noch mal versucht. Dabei kam das Ergebnis von gerade mal 22 mg/dl.
Jetzt mache ich mir doch langsam Sorgen.
Laut Arzt müsste sie einen Blutzucker von ca. 120-160 mg/dl haben.
Habe meine Oma jetzt erstmal dazu „gedrängt“ einen Muffin zu essen, damit der Blutzuckerspiegel wieder steigt.
Vor einigen Wochen war ihr Zucker so um die 60 mg/dl. Damals habe ich sie gefragt, ob sie denn auch Kreislaufprobleme hätte, da der Wert ja auch schon zu niedrig war. Ihre Hände waren ein wenig taub und ihr war etwas schwindelig.
Jetzt, bei gerade mal 22 mg/dl, hat sie überhaupt gar keine Kreislaufprobleme!
Das verstehe ich nicht.
Sie nimmt auch Tabletten wegen ihrem zu hohen Blutzucker. Die Dosis haben wir jetzt aber schon halbiert. Was ja anscheinend auch dringend nötig ist.
Ich hoffe, ihr könnt mir vielleicht helfen und meine Sorgen auch etwas lindern.
Danke im Voraus.
Hallo,
Ein Tipp von mir wäre, auf dem Blutzuckergerät zu schauen ob es in mg/dl oder in mmol/l messen tut, ansonsten dem Hausartz nochmal konsultieren aber Medikamente selber ändern ist bestimmt nicht gut.
Oder man kann auch in der Apotheke mal nachfragen gehen ob mit dem Blutzuckergerät alles in Ordnung ist.
Mehr kann ich dazu auch nicht sagen, aber ich hoffe wenigstens etwas geholfen zu haben.
Mit freundlichen Gruß
vera61
Danke für deine Antwort.
Das Problem hat sich inzwischen zum Glück gelöst. 
Anscheinend hat das Blutzuckermessgerät nicht richtig funktioniert. Bei einem anderen Messgerät kam dann nämlich schließlich ein Wert von 230 mg/dl raus.
Den Tipp, ob das Messgerät richtig eingestellt ist, also in mg/dl, hatte ich auch berücksichtigt.
Bin froh, dass sich das Problem jetzt von selbst gelöst hat. Auch wenn der Wert jetzt natürlich extrem hoch war, allerdings habe ich meiner Oma auch viel zuckerhaltiges (Schokomuffin, Zuckerstück, Traubenzucker)gegeben, weil ich einen Kreislaufzusammenbruch verhindern wollte.
Was die Medikamentendosis angeht, ist es mit dem Arzt abgeklärt, dass wir selbst rausfinden müssen, welche Dosis am sinnvollsten ist. Von Ärzten verschriebene Dosen würde ich natürlich nie selbstständig verändern. Ich kenne mich mit dem Thema Blutzucker ja eigentlich gar nicht aus.
Vielen Dank noch mal.
Mfg
Also 22 kann eigentlich gar nicht sein, weil da wärst du shcon kurz vorm abnippeln. Das muss, also es muss wirklcih eine falsche messung gewesen sein. Achte immer darauf, dass deine Oma die Händer und Finger gewaschen hat bevor ihr messt, weil anderesubsatnzen an den Fingern die Werte verfälschen können.
ICh persönlcih bekommen immer ein totales Schwindelgefühl und so nen Mega adrenalinkick wenn cih unterzuckere. Naja also ich könnte mir das nur so erklären, das deien Oma ja auch nciht mehr die jüngste ist. Villeicht reagiert sie einfach anders drauf. Deswegen wärs immer gut den Zucker eben regelmäßig zu kontollieren. Das wär jetzt mein Tipp. Sie sollte auch immer sehr viel trinken und wenn der Zucker wirklcih so niedrig ist wie bei 22. Dann geb bloß keinen Muffin sondern Truabenzucker, der geht viel schneller ins Blut. Die Dosis der Tabletten hätte ich in deinem Fall auch verringert. Wenn du dir sonst wirklcih so viel Sorgen machst, solltest du vielleicht einmal mit dem Arzt deines Vertrauens reden.
Liebe Grüße
Ich hoffe cih konnte ein wenig helfen.
Danke für deine Antwort.
Inzwischen lag ihr Wert wieder bei 150 mg/dl, also alles in Ordnung.
Bin wirklich erleichtert 
Meistens messen wir 3 Mal in der Woche, öfters will sie nicht.
LG
Hallo,
ich nochmal. Also.Du solltest auf alle Fälle nochmal besprechen , evtl mit der Ernährungsberaterin zusammen, was deine Oma so isst. Ich würde ihr auf jeden Fall viel Vollkorn empfehlen. Was die Werte so nach unten treibt, kann ich von hier nicht sagen. Sie sollte auf jeden Fall über 60 kommen. Das ist ein niedriger aber noch tolerierbarer Wert.
Bei extremem Unterzucker bitte sofort Traubenzucker oder süßes Limo.
Und Ihr müsst nochmal zum Arzt deswegen.
Grüße Sylvia
Hallo,
also die werte sind viel zu niedrig. Kann mal sein, dass der Diebetiker bei Gewöhnung an seine Krankheit nicht so starke Probleme hat, als ein normaler Mensch, wenn er so Niedrige werte hat. Das Gehirn braucht Glucose zum arbeiten, unbedingt. Gibt deiner Oma bei so niedrigen Worten unbedingt Traubenzucker oder süße Cola.Nachmessen. Anderer Finger. Gebäck geht jedenfalls zu langsam in Blut!
Ichschreib später noch was, grad sehr stressig hier.
Mir ist nochmal was eingefallen.
Falls Du den Verdacht hast, dass das Gerät falsch misst, gibt es für alle Geräte in der Apotheke Referenzlösungen, mit denen man das Gerät testen kann. Man muss dann statt But die Lösung für den Test hernehmen.
Melde Dich doch mal, was mit Oma jetzt ist.
Hallo zusammen,
also meiner Oma geht es wieder wunderbar bzw. ihr ging es ja eigentlich nie schlecht.
Habe heute noch mal ihren Zucker gemessen und es kam 1 Stunde nach dem Mittagessen ein Wert von 153 mg/dl raus. Also eigentlich in Ordnung.
Wenn es weiterhin keine Probleme mehr gibt, dann bin ich zufrieden.
Ende des Monats hat sie auch noch mal einen Termin bei ihrem Hausarzt.
Vielen Dank für eure schnellen Antworten. Ich habe mich extra gestern hier angemeldet um Ratschläge von euch bekommen und bin echt begeistert, wie nett und hilfreich hier alle sind. 
Und der Tipp mit der Referenzlösung/Kontrolllösung ist auch supi, da hatte ich überhaupt nicht dran gedacht. Werde ich also das nächste Mal erst mal testen, sollte der Wert wieder so seltsam niedrig sein.
Liebe Grüße
Hallo Mausebär1989,
Es ist natürlich immer schwierig, Ferndiagnosen zu stellen. Aber nach der sehr detaillierten Beschreibung würde ich davon ausgehen, dass es sich tatsächlich um eine Überdosierung der Blutzucker-senkenden Medikamente handelt. Wenn Ernährungsumstellung und Verordnung solcher Medikamente zusammen fallen, ist eine solche Beobachtung gar nicht so selten. Typische Unterzuckerungsbeschwerden können gerade bei älteren Menschen fehlen, insbesondere, wenn man relativ langsam in so niedrige Bereiche abgleitet. Die geschilderten Beschwerden (taube Hände, Schwindel) passen aber!
Unbedingt muss der behandelnde Arzt umgehend konsultiert werden. Parallel mit dem „Überdenken“ der Medikation müsste aber auch eine Überprüfung des Blutzucker-Messsystems erfolgen - eine Störung hier muss ausgeschlossen werden.
Ich denke, Sie haben bislang Ihrer Oma toll beigestanden und alles richtig gemacht!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Andreas Müller
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