Hi!
Ich habe mich in letzter Zeit mit dem Thema Nierenspende etwas näher beschäftigt. Pros und Contras abgewägt, Risiken abgeschätzt, Statistiken herangezogen etc.
Nun bin ich aber doch irritiert, dass man in Deutschland nur als Lebendspender in Frage kommt, wenn die bedürftige Person in einem nahen Verhältnis zum Spender steht. Warum ist das so?
Prävention illegalen Organhandels? Kann ich mir nicht vorstellen.
Ciao
Hallo!
Nun bin ich aber doch irritiert, dass man in Deutschland nur
als Lebendspender in Frage kommt, wenn die bedürftige Person
in einem nahen Verhältnis zum Spender steht. Warum ist das so?
Die Spende einer Niere ist keine kleine Sache.
Prävention illegalen Organhandels? Kann ich mir nicht
vorstellen.
Warum nicht? Und mal ganz im Ernst. Niemand, der noch ganz bei Trost ist und noch lebt, würde eine Niere einem Unbekannten spenden.
Deshalb würden wohl fast nur die Organverkäufer bleiben.
Und die wenigen übrigen brauchen bestimmt eher psychologische Unterstützung, als dass man ihnen eine Niere rausnimmt.
Demnächst wollen die dann wohl sonst noch ganz andere Körperteile verschenken. Solche Menschen müsste man auch vor sich selbst schützen.
Viele Grüße,
Stefan
Hallo!
Und mal ganz im Ernst. Niemand, der noch ganz bei
Trost ist und noch lebt, würde eine Niere einem Unbekannten
spenden.
Gut, wahrscheinlich nur fast niemand.
Viele Grüße,
Stefan
Hi!
Niemand, der noch ganz bei Trost ist und noch lebt, würde eine Niere :einem Unbekannten spenden.
Das ist Unsinn, sorry.
http://news.bbc.co.uk/2/hi/health/8114688.stm
http://www.hsj.co.uk/news/acute-care/organ-donations…
Gruß
Hi!
Niemand, der noch ganz bei Trost ist und noch lebt, würde eine Niere :einem Unbekannten spenden.
Das ist Unsinn, sorry.
OK. Ich hab es ja etwas relativiert. Meiner Meinung nach fast niemand.
Und dennoch. Ich frage mich, ob bei den Spendern eine intensive psychologische Begutachtung durchgeführt wurde.
Hast Du da zufällig Informationen?
Viele Grüße,
Stefan
Guten Tag,
bei der Nierentransplantation versucht man das Abstoßungsrisiko durch Überprüfung verschiedener Faktoren (AB0-Blutgrupppenkompatibilität, HLA-Antigenkompabtibilität, Lymphozyten-Cross-match-Testung) gering zu halten. Mit Organen enger Verwandter gelingt ein match meistens besser, als mit anderen Fremdspenden. Eine Lebendspende ist aufgrund kürzerer Ischämiezeiten (Sauerstoffmangelversorgung) generell günstiger, als eine Leichenspende.
Das große Problem liegt in der Tatsache, dass viel zu wenige Menschen bereit sind, Organe post mortem zu spenden, weswegen sehr häufig auch auf Organe zurückgegriffen wird, die nicht HLA-identisch sind.
Mit Organhandel hat das also nichts zu tun.
Abgesehen davon ist das Leben mit einem fremden Organ keineswegs ein Zuckerschlecken, weil man in jedem Fall einen Mix aus verschiedenen zytostatischen Medikamenten regelmäßig und nach Plan einnehmen muss, die sehr stark auf den Stoffwechsel gehen.
Herzliche Grüße
sunconure
Ich hatte Deinen anderen Beitrag übersehen, Verzeihung.
Aktuelle Informationen nicht-
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Laufende-Proje…
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/47842/
http://www.fr-online.de/_em_cms/_globals/print.php?e…
Wenn ich fragen darf? Weshalb sträubst Du Dich denn so gegen diese Vorstellung?
Hallo!
Wenn ich fragen darf? Weshalb sträubst Du Dich denn so gegen
diese Vorstellung?
Welche Vorstellung? Dass jemand lebendig seine Organe (Niere und Teil von der Leber) spenden wollen könnte?
Oder es selbst zu tun?
OK, vielleicht ist es unverhältnismäßig klein, aber es besteht natürlich ein Risiko, dass man seine gespendete Niere doch noch brauchen würde. Und es ist ja auch kein ganz kleiner Eingriff, eine Niere zu transplantieren.
Dehalb denke ich, dass die Mehrzahl der freiwilligen anonymen Lebendspender wirklich eine Art Helfersucht o.ä. haben muss, was ja auch eine Hypothese hinter einem der Links ist.
Wenn jemand meine hämatopoetischen Stammzellen brauchen sollte, OK, da würde ich mich auch in den Beckenkamm stechen lassen um die Stammzellen nicht durch GCSF aus ihrer Nische treiben lassen zu müssen.
Aber an Organe ran… Naja.
OK, wenn man mir wirklich große Langzeitstudien zeigt, die kein erhöhtes Gesamtrisiko zeigen, dann würde ich darüber nochmal reflektieren.
Viele Grüße,
Stefan
Ist aber so, was meinst du wieviele Leute die Kohle haben sich Nieren kaufen würden, so wie es auch in drittländern geschieht.