Nigeria-Connection einmal anders?

Hi!

Die „Nigeria-Connection“ aus den 1990ern dürfte ja mittlerweile bekannt sein (Geschäftsmann aus Nigeria muss angeblich kurzfristig Geld außer Landes schaffen und sucht dafür in Europa Partner mit Bankkonto - für die angebotenen Millionen muss man aber zuvor eine „geringen Gebühr“ von einigen tausend Dollar zahlen).

Offenbar hat sich diese Idee jetzt bis zum Persischen Golf durchgesprochen, denn in der letzten Woche habe ich drei Mal so eine bekloppte Email bekommen:

Good Day,

My name is Mr. Arif Shaikh Khan, a banker here in U. A.E. I write you this proposal in good faith as a brother.In 2002 a Crude Oil dealer Late Mr. Barid Emad, made a (Fixed deposit) for 36 calendar months, valued at US$17,500,000.00 (Seventeen Million, Five hundred Thousand US Dollars) with my bank. I was his account officer before I rose to the position of manager.The maturity date for this deposit contract was 20th of August 2005. I have tried my possible best to locate Mr. Emad to notify him about this, but all my efforts proved abortive.

I later discovered that Mr. Emad, his wife and only daughter were among the victims of bomb blast during the war in Iraq. Unfortunately, he has no other living relatives to inherit this fund. Now, a new Financial Law, which takes effect in two month’s time, stipulates that any bank account more than $5,000,000.00 [Five Million US Dollars] will be investigated and the bank shall produce the account owner for clearance. This is a Government measure to check money laundering.

If I do not find a way to move this money out of the country immediately, in two month’s time, it might be reverted to Government treasury because the bank management cannot provide Mr. Emad since he is now late. I am seeking your co-operation to present you as the next of kin to the account since you are a foreigner, so that my bank head quarters will release the funds to you. It is only a foreigner can claim the funds in the account.

Please, treat as top secret, I am the only person having this information.

Regards,

Arif Shaikh Khan.

Frage: Kriegt ihr auch so einen Sch***?
Und: Einfach nur löschen oder die Botschaft der U.A.E. informieren? :wink:

Grüße
Heinrich

Hi Heinrich,

das ist Nigeria Connection vom feinsten. Nur halt, daß die jetzt den angeblichen Wohnort wechseln. Die Mails gehen immer noch nach Nigeria/Holland/England und die Vereinigten Arabischen Emirate haben damit wenig bis garnichts zu tun.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vorschussbetrug
vor allem die Links zum Thema unter dem Artikel sind sehr interessant.
Du kannst die Mail an die Polizei von Nigeria weiterleiten, die haben ne SOKO, die sich mit dem Thema beschäftigt.

Gruß
Sticky

Die „Nigeria-Connection“ aus den 1990ern dürfte ja
mittlerweile bekannt sein (Geschäftsmann aus Nigeria muss
angeblich kurzfristig Geld außer Landes schaffen und sucht
dafür in Europa Partner mit Bankkonto - für die angebotenen
Millionen muss man aber zuvor eine „geringen Gebühr“ von
einigen tausend Dollar zahlen).

Mich hat gestern [email protected] angeschrieben und mir
mitgeteilt, dass er im Auftrag seines Chefs Michail Borissowitsch
Chodorkowski ein bisschen Geld über mein Konto transferieren möchte.
Nett von ihm, dass er dabei an mich denkt… Neu war der Link, der
die ganze Sache wohl glaubwürdig machen sollte:
http://en.wikipedia.org/wiki/Mikhail_Khodorkovsky

Tja, das wird dann wohl ein echter Hilferuf sein, und ich habe auch
ein Konto, also sollte ich am besten noch heute loslegen.

Stefan

Der hier ist vom 25.7.2003
Damals COncorde, heute IRAK.
Ich hab noch jede Menge davon, hab die mal ein bischen gesammelt.
MfG Peter(TOO)
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Du kannst die Mail an die Polizei von Nigeria weiterleiten,
die haben ne SOKO, die sich mit dem Thema beschäftigt.

Hallo,

Guter Witz. Die brauchen wahrscheinlich erst mal eine geringfügige Bearbeitungsgebühr…

Es kann im übrigen schon sein, dass sowas auch in den arabischen Ländern praktiziert wird. Vorausetzung für solche Geschäfte ist v.A. eine allumfassende Korruption.

Gruss Reinhard

hi Heinrich,

was soll hier anders sein? Sowas kommt seit vielen Jahren aus den verschiedensten Teilen der Welt.

Die richtige Reaktion ist ganz einfach ignorieren…, wie all die anderen offensichtlichen Abzocker-Mails, wie:

  • sie haben gewonnen
  • ihr Account wurde gehackt
  • überprüfen sie ihre Bankdaten (mit speziellem Link)
  • Gratis Produkte
  • billige Medikamente und andere Produkte
    uvm.

Dasselbe gilt für solcherart Nachrichten die per SMS versandt werden.

In den Kurznachrichten hab ich mal davon gehört, dass einer dumm genug gewesen ist auf sowas zu reagieren. Das Geld wurde transferiert und der dumme Mann liegt seither ein paar Meter unter der Erde und leidet nicht mehr unter seiner Geldgier…

Das ist auch der Grund, warum derartige Versuche Menschen „über den Tisch zu ziehen“ niemals aufhören werden…, weil sich IMMER ein paar Dumme finden lassen, die glauben schnelles Geld machen zu können. Wenn bei 10 Mio. Angeschriebenen nur 1 % dumm genug ist, reicht der Gewinn für dein ganzes Leben, bei einer Milliarde Emails für mehrere.

Das gilt genauso für das dumme deutsche Abmahnungssystem. Die Abmahner spekulieren nur auf die Angst der Menschen, gleich zu bezahlen um ev. auftretende grössere Kosten zu vermeiden. Imho ist jeder, der etwas bezahlt ohne zu prüfen, ob der Andere im Recht ist, selbst Schuld. Mit solchen Menschen hab ich kein Mitleid.

Ergo: Wer Geld verdienen möchte, der solls lieber mit ehrlicher Arbeit probieren oder er versuchts mit Betrug (oder in der Politik - die zocken ja auch nur alle ab, ohne Leistung zu erbringen).

Vor kurzem habe ich ein Anfrage (angeblich) aus dem Iran bekommen. Das Email kam ohne gültige Rücksendeadresse. Geschickt wurde das Anbot per email an ein Freemailacc (das im TXT angegeben war) mit dem Hinweis, dass eine Bestellung nur akzeptiert wird, wenn eine offizielle Bestellung mit Firmenkopf per Fax gesandt wird.

Natürlich hat dieser Anfrager, wie erwartet, die Bestellung auch per Email gemacht. Er wurde nochmals freundlich darauf hingewiesen, dass ein Email mit ungültiger Antwortadresse wohl keine vertrauenserweckende Art sei eine Bestellung zu plazieren und diese deshalb per Fax durchzuführen sei. Seither ist´s still um diesen „Kunden“… surprise surprise…

lg,
fred

hi again,

da fällt mir noch eine neue Methode ein:

Waren werden (z. B.) bei Ebay ersteigert. Der „Kunde“ sendet einen Scheck, der auf einen höheren Betrag ausgestellt wurde (imho schon auffällig genug), als die Ware kostet. Der Verkäufer sendet die Ware und überweist den Differenzbetrag, der Scheck platzt natürlich. Der Verkäufer verliert seine Ware und den Differenzbetrag.

So dumm können Menschen sein!

lg,
fred