Hallo allerseits,
zu meiner schon mal gestellten Frage wurde ich auf Wikipedia verwiesen, dort steht daß
Nikotin als Pflanzenschutzmittel eingesetzt, 1970 wegen der giftigkeit verboten und durch E605 ersetzt wurde. Daß Nikotin gut pflanzenverträglich und abbaubar sei.
Habe nicht nachgeforscht, glaube aber daß E605 auch vom Markt genommen wurde.
Ist Nikotin wirklich schlimmer als E605, das soviel ich weiß Rückstände hinterlässt?
Worin besteht für mich als Anwender bei Zimmerpflanzen die Gefahr?
Kann es sein daß das was andere jahrzehnte lang rauchen als gesprühter Auftrag auf meinen Orchideen so gefährlich sein kann wie E605?
Vielen Dank Elmar
Hallo
Kann es sein daß das was andere jahrzehnte lang rauchen als gesprühter Auftrag auf meinen Orchideen so gefährlich sein kann wie E605?
Ich habe den Wikipediaartikel so verstanden, dass dieser Auftrag z. B. für wildlebende Eichhörnchen und Kohlmeisen, die in deiner Wohnung verkehren, oder zugelaufene Katzen gefährlich werden kann.
Viele Grüße
Servus,
zu Zeiten, als im Hopfenbau Tabakbrühe als einziges Insektizid zur Verfügung stand, hatte ein Knecht, der dieses Zeugs spritzen musste, anschließend zwei Tage frei, weil er erst danach wieder halbwegs krabbeln konnte.
Aber - wenns schee macht?
Schöne Grüße
Dä Blumepeder
1 „Gefällt mir“
Hallo Elmar,
sowohl Nikotin als auch Parathion (E605) sind hoch toxische Substanzen und das nicht nur bei oraler Aufnahme, sondern sie sind auch noch Haut und Lungengängig. Ihr Einsatz als Pflanzenschutzmittel war deshalb nie eine gute Idee. Vergiftungen bis zu tödlichen Unfällen sowie die Schädigung der Umwelt durch unsachgemäße Verwendung waren da vorprogrammiert. E605 ist deshalb inzwischen ebenfalls in den meisten Ländern inkl. Europa verboten.
Grundsätzlich ist es so: Die Dosis macht das Gift. Die Menge Nikotin, die sich durch jahrelanges Rauchen auf Pflanzen absetzt ist sicherlich vernachlässigbar und wird wahrscheinlich nicht einmal ein Insekt umbringen. Nikotin wird relativ schnell in der Umwelt (und im Körper) abgebaut. Allerdings stehen dabei auftretende Reaktionsprodukte im Verdacht krebserregend zu sein und bei der Wirkung krebserregender Stoffe steht nicht unbedingt die akute Dosis im Vordergrund sondern auch die dauerhafte Exposition.
Die akute Gefahr für den Anwender besteht darin, dass größere Mengen Nikotin beim Sprühen über die Haut oder Lunge aufgenommen werden und es dadurch zu Vergiftungserscheinungen kommen kann (Schwindelgefühle, Übelkeit ect.). Die tödliche Dosis für reines Nikotin liegt bei ca. 100 mg (eine Erbse wiegt zum Vergleich ca. 200-300 mg). Deshalb muss man beim Sprühen Schutzkleidung, incl. Atemschutz tragen. Des Weiteren haben Nikotinspritzbrühen einen widerlichen Geruch, den man wohl nur als starker Raucher aushält und den ich nicht in meiner Wohnung haben wollte.
Wie kommt es denn bei Zimmerpflanzen zu diesem drastischen Schädlingsbefall und was genau wurde schon probiert?
Gruß
Olaf