Hallo Oliver!
danke für die gute Erklärung. Der Knackpunkt ist also, daß
ausführbarer Programmcode als Datendatei getarnt wird, beim
Aufruf jedoch wird die Datei jedoch nicht als Mediadatei mit
dem Mediaplayer, sondern wie ausführbarer Code behandelt (wenn
ich das jetzt richtig verstanden habe).
Genau so ist es.
Das heißt: Mit ein paar gar nicht so schweren Kniffen kann
jeder auf jedem anderen Rechner beliebige Programme laufen
lassen. Mannomann!
So ist es! Der Bug ist schon sein Monaten bekannt und entsprechende Patches verfügbar. Aber, was hilft das, wenn sie nicht eingespielt werden…
P.S.: Geht das prinzipiell mit jedem Betriebssystem/Browser
oder nur mit IE 5 und Windows?
Dieses spezielle Problem taucht nur unter Windows (95, 98, Me, NT4, 2000) auf. Der Binärcode würde auf einem anderen Betriebssystem auch nicht ausführbar sein.
Was den Browser angeht, so beschränkt sich das Problem auf den Internet Explorer 5.0 und 5.01. Das heißt aber nicht, daß Du sicher bist, wenn Du nur einen anderen Browser verwendest. Viele eMail-Programme benutzen den Internet Explorer zum Anzeigen von HTML-Mails. Auch hier müßte man (sofern möglich) einen alternativen Viewer einstellen.
Abgesehen davon verbreitet sich Nimda auch als einfacher Dateivirus, indem er weitere exe-Dateien auf einem System infiziert.
Auch über ein lokales Netz verbreitet sich Nimda, indem er eine DLL in Verzeichnisse mit DOC- oder EML-Dateien kopiert.
Dies ist - zumindest im Falle der DOC-Dateien - unabhängig vom Internet Explorer.
Was den normalen User kaum betrifft ist die Möglichkeit, den MS Internet Information Server zu infizieren. Denkbar ist jedoch, daß der Virus so auf den Webserver gerät und sich über das LAN ausbreitet. Dafür würde der Webserver jedoch Schreibzugriffe auf Netzwerklaufwerke benötigen.
Quelle:
http://www.f-secure.com/v-descs/nimda.shtml
CU
Markus