NimH AAA AKKUS ANSMANN

Hallo,

vielleicht weiß jemand Rat !

Ich habe einen Sony Clie SL10 PDA, den ich mit Ansmann AAA 700maH Akkus betreibe. Leider lassen die Akkus zu wünschen übrig schon nach 1/2 Jahr. Was habe ich falsch gemacht ? Ich habe sie nahezu leer werden lassen und dann mit einem Ladegrät mit Abschaltautomatik geladen. Ich habe vier Stück, wovon ich zwei immer wechselweise einsetze. Kann ich sie dadurch zerstört haben, daß ich die zwei Akkus immer auflade und dann kurz vor dem Einsetzen nach ca. zwei Wochen nochmal nachlade ? Memoryefekt gibt es doch angeblich bei Nimh nicht , oder ?!

Hi,

eigentlich ist ja 700mAh für einen AAA-Akku schon ganz gut.

Frage wäre: was für ein Ladegerät (ausdrücklich für NIMH?) - NC- Lader zerstören die NIMH- Akkus mit der Zeit.

Was für eine Abschaltung? Zeitabschaltung ist Mist, da ist eine kurze Lebensdauer vorgeplant. Ein ordenlicher Akkulader schaltet abhängig vom Ladestrom ab. Bei einem hochkapazitiven Akkus kann eine Ladegerät, wass auf z.B. 500mAH ausgerichtet ist, eine Teillöadung bewirken.

Kann es zu einer Tiefentladung der Akkus gekommen sein?

Also: lade die Akkus mal in einem guten Ladegerät und probier sie aus.

A.

Hallo!

Was heißt konkret „nahezu leer“? Man nimmt an, dass 1.0 Volt bis 0.9 Volt die untere Entladeschwelle für NiCads und NimH`s darstellen.
Was noch tiefer geht, ist Tiefentladung und das mögen diese Zellen nicht. NimH sind auch empfindlicher gegen Überladung.
Meine Meinung: Ansmann ist weniger empfehlenswert. GP-Zellen halten
das, was sie versprechen. Ich hatte in einer stromfressenden Digitalkamera nie Ärger damit. Es gibt aber auch Geräte, die bei 1.2 Volt (Normspannung der NimH Akkus) schlapp machen.
Eine Kurzbeschreibung deines Gerätes spricht von BATTERIEN:

„Höchster Komfort durch austauschbare Batterien Der neue PEG-SL10 CLIÉ Handheld verwendet Standard-Batterien des Typs AAA, die in jedem Supermarkt erhältlich sind. Schwierigkeiten wegen des zuhause vergessenen Ladegeräts gehören damit der Vergangenheit an, da Ersatzbatterien nahezu überall erhältlich sind. Standzeit bis zu 20 Tagen mit Sony Alkaline Batterien des Typs LR03 (bei einem durchschnittlichen Gebrauch von 30 Minuten täglich und abgeschalteter Hintergrundbeleuchtung“

PS: Mein Tipp:GP-Zellen gibt es am billigsten bei Reichelt-Elektronik

MfG
Heri

Hallo Heiko!

Ich ergänze mein Erstschreiben mit einer Kurzfassung über NimH:


Der bekannteste und preisgünstigste Akku-Typ ist der NiCad-Akku, er ist der Urvater der Trockenakkus. Leider sind die Komponenten dieses Akku-Typs ziemlich giftig und müssen als Sondermüll entsorgt werden.
Ein großer Nachteil der NiCad-Akkus ist auch das Auftreten des sogenannten Memory-Effektes. Wird der Akku nicht definiert entladen und wiederaufgeladen, „merkt“ sich die Zelle den jeweiligen Kapazitätszustand und läßt sich dann nicht mehr vollständig entladen. Ein Kapazitätsverlust ist die Folge.
Die von den meisten Herstellern mitgelieferten Billigladegeräte tragen zu einem schnellen Akkuverschleiß bei. Entgegenwirken kann man diesem Effekt durch moderne, „intelligente“ Ladegeräte, die den Akku vor dem Laden definiert entladen.
Eine NiCad-Zelle besteht aus einer positiven Sinterelektrode und einer negativen Elektrodeposit-Elektrode. Das meist spiralförmig aufgewickelte Trägermaterial der Elektroden (Nickel und Cadmium) ist in ein zylindrisches Stahlblechgehäuse eingebettet. Ein Überdruckventil am Deckel des Gehäuses schützt bei Verpolung oder Überschreiten des Ladestroms.
Die Energieerzeugung erfolgt durch Austausch der Elektronen zwischen den Elektroden in der Elektrolytumgebung. Als Elekrolyt dient Kalilauge.
NiCad-Akkus werden mit 1/10 der Nennkapazität bei konstantem Strom ca. 14 Stunden geladen. (Normalladung) Beispiel: Eine Mignonzelle mit 500 mAh sollte 14 Stunden mit einem konstanten Strom von 50 mA geladen werden.
Eine Überladung bis 1/10 ist in der Regel unbedenklich, sollte aber bei Zellen mit Masseelektroden vermieden werden.
Die Erhaltungs- oder Pufferladung, d.h. die zulässige unbegrenzte Dauerladung darf maximal 1/20 betragen. Beispiel: Eine Mignonzelle mit 500 mAh darf dauernd mit 16-25 mA geladen werden
Eine Schnelladung darf nur bei Zellen mit Sinterelektroden durchgeführt werden. Es sollte darauf geachtet werden, daß der Akku nur bis zu seiner Nennkapazität vollgeladen wird. Vorher entlädt man die Zellen auf ca. 0,8 Volt Zellenspannung. Die Ladezeit in Stunden errechnet man, indem man die Kapazität in mAh durch den Ladestrom in mA dividiert und mit 1,4 multipliziert. Formel: (T=K:I * 1,4)
Durch die Schnelladung erreicht eine Zelle nur ca. 85-95% ihrer Nennkapazität. Lädt man sie anschließend mit Normalladung 1-2 Stunden, so wird die volle Kapazität erreicht.
Alle Angaben beziehen sich auf eine Umgebungstemperatur von 20° C. Höhere Temperaturen bedingen eine Erhöhung des Ladestroms, bei niedrigeren Temperaturen sollte der Ladestrom abgesenkt werden.
Quasi als Nachfolger des NiCad-Akkus hat sich der immer noch relativ preiswerte NiMH-Akku durchgesetzt. Er kommt meist in preisgünstigeren Handies und Laptops zum Einsatz.
Bei diesem Akkutyp ist der Memory-Effekt zwar deutlich geringer, aber immer noch vorhanden. Bei der Umweltfreundlichkeit hat der NiMH-Akku die Nase vorne, er enthält wesentlich weniger giftige Stoffe, als der NiCad-Akku.
Nickel-Metallhydrid-Akkus besitzen eine höhere Energiedichte als NiCad-Akkus, d.h. es können höhere Kapazitäten bei gleichem Gewicht und Volumen erreicht werden. Die Zellenspannung beträgt wie beim NiCad 1,24 Volt.
Anders als bei NiCad-Zellen, basiert die Energieerzeugung auf einer chemischen Reaktion von Wasserstoff und einer Nickelverbindung. Die negative Elektrode besteht aus einer wasserstoffspeichernden Metallegierung, die positive aus einer Nickellegierung. Da der Wasserstoff drucklos gespeichert wird, entfällt die Gefahr eines Überdrucks
Ein Nachteil der NiMH-Zelle ist die Empfindlichkeit gegen eine Überladung und die relativ hohe Selbstentladung. Auch hohe Entladeströme können von diesem Akkutyp nicht abgegeben werden.

Noch ein Tipp:
Bei hohen Strömen (Monitor´?!) haben sich im Modellbau die Sanyo-Zellen Typ „Twicell“ sehr bewährt.

Schönen Feiertag wünscht:
Heri