NiMH-Akkus in NiCd-Ladegerät

Hallo,

folgendes Problemchen:

ich habe hier NiMh-Akkus mit den Spezifikationen 1,2 Volt und 2500 mAh
und ein Ladegerät, auf dem steht, dass es für NiCd Akkus ist.

Auf dem Ladegerät steht noch:
„Ausgangsspannung 1,2-1,5V: 25-80 mA“

Jetzt habe ich gelesen, dass es zwar nicht unbedingt das Beste, aber doch ohne weiteres möglich sei, die Akkus in diesem Ladegerät zu laden. Problem wäre, dass das Ladegerät nicht zum richtigen Zeitpunkt den Ladevorgang abbricht.

Nun meine Frage: wie lange müsste ich die Akkus drin lassen, bis sie ungefähr voll sind (ich habe allerdings nicht vor, dass öfters zu machen, bekomme ein NiMH-Ladegerät aber erst nächste Woche)?

Für jede Hilfe schon mal vielen Dank!

Marc

hallo auch,

du solltest etwa 70 std einplanen.
dessweiteren brauchst du dir wg möglicher überladung wenig gedanken machen, weil dein ladestrom so gering ist, dass der akku keine dicken backen machen wird, selbst wenn du ihn eine woche im ladegerät drin lässt.

mfg wgn

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Hallo,

NiMh-Akkus mit 1,2 Volt und 2500 mAh
Ladegerät „Ausgangsspannung 1,2-1,5V: 25-80 mA“

lass das lieber sein. Die Daten Deines Ladegerätes sind mit derart großen Toleranzen angegeben, daß Du Dich da überhaupt nicht drauf verlassen kannst.

Warte lieber auf das neue Ladegerät und schmeiß das alte gleich in die Tonne, bevor Du Dir noch weitere Akkus mit dem Ding kaputtmachst. Offensichtlich taugt es nämlich gar nichts.

Hoffentlich ist das neue nicht auch so ein Billigding ohne Spannungs- und Stromüberwachung. Dann allerdings kannst Du genausogut das jetzige behalten - die Akkus vernichten können beide gleich gut.

Gruß
Axel (der nie wieder billige Ladegeräte verwendet)

Hi…

du solltest etwa 70 std einplanen.
dessweiteren brauchst du dir wg möglicher überladung wenig
gedanken machen, weil dein ladestrom so gering ist, dass der
akku keine dicken backen machen wird, selbst wenn du ihn eine
woche im ladegerät drin lässt.

Genau auf diese Weise hab ich meine ersten sechs NiMH-Zellen vernichtet. Hätte nicht gedacht, daß die paar mA ihnen etwas ausmachen, aber offenbar doch - schon nach 10-15 solchen Ladevorgängen war die Kapazität auf unbenutzbares Niveau gesunken. Auch mehrfaches Laden und Entladen im mittlerweile angeschafften NIMH-Ladegerät half nichts.
Die Sache mag einen anderen Grund gehabt haben, aber aus Kostengründen sehe ich von weiteren Experimenten ab.

genumi

nur ne kurze anmerkung dazu
hallo, bei den richtigen ladegeräten mit ladeschlussspannungserkennung oder temp.überwachung, und was weiss ichnich noch was fürn schnikschnak, wird üblicherweise nach dem ladungsmodus in den erhaltungsmodus geschaltet, dieser erhaltungsladestrom beträgt ca 1/50 der zellenkapazität - etwa genau der wert den das billigladegerät dauerhaft (auch zum laden) ausgibt. wenn der akku keine energie mehr aufnehmen kann, wird der rest in wärme umgesetzt (aber bei der geringen leistung wird die zellentemperatur nur etwa 5° über der zimmertemperatur liegen, und meiner ansicht nach nicht schaden (zumal auch die besseren ladegeräte beim erhaltungsladen das selbe tun). kritisch wird es meiner ansicht nach erst wenn man ni-mh akkus an einem timergesteuerten lader betreibt der die accus innerhalb von 3std auffüllt. wenn dieser akku noch nicht leer war und dementsprechend zb 0,5std zu lange schnellgeladen wurde ist er zumindest „angeditscht“ - ni-cd accus waren/sind diesbezüglich unempfindlicher (aber mögen tun auch diese es nicht). wesshalb ich mir relativ sicher bin bei dem was ich schreibe liegt daran dass ich selbst 2-billiglader habe, wo jede zelle einzeln mit ca 80ma geladen wird, und ich auch häufiger vergesse sie rauszunehmen, mit dem ergebniss das sie auch mal ne woche drin verbingen. bei einem freund der modellbau betreibt, und entsprechend wertige ladegeräte mit kapazitätsanzeigefunktion (durch test mittels last und auswerten des zellenspannungsverlaufes) besitzt, teste ich regelmässig meine accus mit dem ergebniss das ich nach ca. 150 lade und entladezyklen nur etwa 5% der anfangskapazität verloren habe. bin zugegebenermassen selbst darüber erstaunt, und würde niemals empfehlen es auf dauer so zu betreiben wie ich es tue - aber hier ging es ja nur um ca. 2-3mal laden (häufiger schafft er ja garnicht, in der verbleibenden zeit, bis das richtige ladegerät in betrieb sein wird)
ui, ist dochn bisschen länger geworden der text - hoffe ihr habts bis hierhin noch geschafft -)

mfg wgn

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Hey!

Im Interesse deiner guten Akkus…nimm ein ordentliches Ladegerät. Das andere schmeiß einfach weg. Besser so…

Ohne ins Detail gehen zu wollen was Ladekennlinien etc. angeht…gönne den Akkus die bessere Ladetechnik! Von dem Laden mit geringen Strom nach dem Motto „da werden die nicht gleich dicke Backen von bekommen“ lass die Finger! Laden mit geringen Strom (auch Erhaltungsladung) soll nicht gut sein (da streiten sich die Gelehrten noch). Besser ist immer mit kurzen Stromspitzen, aber das kann dein billiges Gerät garantiert nicht.

Gruß

Silvio

Danke an alle (owT)

auch ne kurze anmerkung dazu
Hallo,

dieser erhaltungsladestrom beträgt ca 1/50 der
zellenkapazität - etwa genau der wert den das billigladegerät
dauerhaft (auch zum laden) ausgibt.

Aus dem Billigteil kommen 1,2…1,5V raus. Wieviel genau, weiß keiner. Strombegrenzung oder gar -regelung findet bei ‚Trafo + Gleichrichter + nix weiter‘ wie statt?

Lieber sein lassen und bis zur Lieferung einmalig Batterien verwenden…

Gruß
Axel

hier die ultimative formel :smile:

Hallo,

hallo axel, scroll ein bisschen runter und du wirst die grundlagen der stromberechnungen verstehen *g*

dieser erhaltungsladestrom beträgt ca 1/50 der
zellenkapazität - etwa genau der wert den das billigladegerät
dauerhaft (auch zum laden) ausgibt.

Aus dem Billigteil kommen 1,2…1,5V raus. Wieviel genau, weiß
keiner. Strombegrenzung oder gar -regelung findet bei ‚Trafo +
Gleichrichter + nix weiter‘ wie statt?

(Ulehrlauf - Ulast)/Rtrafowicklung = Iladestrom
so in etwa jedenfalls. wundert mich das du das nicht weisst *g*. frag mich aber bitte nicht nach der herleitung dieser formel - das konnte ich noch nie.(musste ich immer auswendig lernen, ohne zu verstehen welchen sinn das ganze hatte)

Lieber sein lassen und bis zur Lieferung einmalig Batterien
verwenden…

auch eine möglichkeit (dann muss er auch nicht 70std warten)

Gruß
Axel

meine antwort bitte nicht zu ernst nehmen.

alles gute wünscht wgn

Hallo,

(Ulehrlauf - Ulast)/Rtrafowicklung = Iladestrom
so in etwa jedenfalls.

Ja. So in etwa. Da kommt natürlich noch die Kennlinie der Diode dazu etc. Und genau wegen dem ‚in etwa‘ habe ich Bauchschmerzen bei diesem Ladegerät. Die Dinger sind einfach so ungenau, daß ich denen in keiner Weise traue. Man weiß ja nichtmal, ob das Ding überhaupt für 230V ausgelegt ist.

wundert mich das du das nicht weisst

Doch doch, weiß ich schon. Ich wollte nur Deinen Blick drauf lenken.

*g*. frag mich aber bitte nicht nach der herleitung dieser
formel - das konnte ich noch nie.(musste ich immer auswendig
lernen, ohne zu verstehen welchen sinn das ganze hatte)

Schau’ Dir mal das Ersatzschaltbild eines Trafos an: eine Spannungsquelle, dazu den Innenwiderstand in Reihe, dazu dann der Lastwiderstand etc. Die Ausgangsspannung des Trafos ist dann die HINTER dem Innenwiderstand (und gleichzeitig Ulast), die Leerlaufspannung ist die an der Spannungsquelle.
Damit ist (Uleer-Ulast) der Spannungsabfall am Innenwiderstand, durch den der Ladestrom natürlich auch fließt und Du siehst sofort, woher die Formel kommt.

Lieber sein lassen und bis zur Lieferung einmalig Batterien
verwenden…

auch eine möglichkeit (dann muss er auch nicht 70std warten)

Naja, groß ist der Unterschied ja gar nicht… :wink:

Gruß
Axel