folgende Szene: Ein Kleinunternehmer hat einem NL-Kunden auf Zuruf (weil er seine Mitarbeiterin persönlich kannte und er naives Schaf ist) bzw. als Mailauftrag (Mails vorhanden) Übersetzungen erstellt. Dazu wurde eine Rechnung geschrieben die nun seit 4 Monaten fällig ist. Die Mitarbeiterin arbeitet dort nicht mehr, aber die Arbeit (die Übersetzungen) ist nachweislich auf der HP und in den Flyern KOMPLETT ohne Änderungen genutzt worden (und wird immernoch genutzt).
Es gab keinen schriftlichen Vertrag wo der Erfüllungsort fest gestellt wurde.
Die Rechnung ist nie moniert worden.
Wie kommt der Kleinunternehmer an sein Geld ohne sich selber finanziell zu runieren? Es geht „nur“ um 350 Euro. Aber rein aus Prinzip beharrt er auf der Forderung.
NL-Kunde = Kunde mit Stammsitz in den Niederlanden
Und das ist das Problem. Ein gerichtliches Mahnverfahren kann nur dann aus Deutschland eingeleitet werden, wenn der Gerichtsstand bzw. der Erfüllungsort vorher fest gelegt wurde. So zumindest sagt es das zuständige Amtsgericht.
Also greift das „Standard-Mahnverfahren“ einfach nicht mehr.
Das Amtsgericht kann leider hinsichtlich eines Mahnverfahrens in den Niederlanden nicht helfen.