Hi,
ich habe mit der Interpretation zweier NMR-Spektren Fragen. Ich habe Sie unter http://www.students.uni-marburg.de/~Sammet/nmr.pdf
im Netz stehen und die Verbindungen sind (zur meiner Schande) sogar angegeben.
Meine VERMUTUNGEN:
Zum Hg(CH3)2 NMR-Spektrum:
Es handelt sich hierbei um kein C-NMR Spektrum, sondern um ein wirkliches Hg-NMR Spektrum. Der Peak bei 0 ist TMS. Quecksilber hat zwei NMR-aktive Isotope:
Hg199 mit S= ½ und einer natürlichen Häufigkeit von N= 16.8 % und Hg201 mit S=3/2 und einer Häufigkeit von 13%. Wenn ich mich richtig erinnere kommen die „beiden Satelliten“ durch J(C-Hg199) (2n+1 Regel) Kopplungen zu Stande. Ich kenne das von J(C-P31) Kopplungen, bin aber sehr überrascht, dass die beiden Signale hier soweit auseinander liegen, stimmt das? Der große Peak ist ein Hg201 Signal, das als quadrupolarer Kern nicht koppelt, richtig? Warum ist der soviel größer als die beiden anderen? Nur kurz, wie wird in einem NMR Gerät selektiv H, C und Hg-Spektren aufgenommen?
Zum Pt-Komplex (C-NMR):
Die CH2-Gruppe (Peak bei 12.5) koppelt mit sowohl mit dem Phosphor (2-J-Kopplung) als auch mit dem Platin (Pt195, S=1/2, Häufigkeit 33,8), von dem wohl Satelliten stammen, aber ich habe keine Ahnung wie das „Multiplett“ zu lesen ist. Genauso geht es mir bei den Methyl-Gruppen: Die müssen mit dem Phosphor koppeln (Wieso kein Duplett?) und es tauchen auch Pt-Satelliten auf. Kann jemand erklären, wie das Multiplett hier genau zu lesen ist?
Vielen Dank für Hilfe, falls jemand für meien Fragen Zeit hatte.
Benedikt