Noam Chomsky

Wer kann mir, in Kurzform, etwas
über Noam Chomsky und Jean Piaget mailen?
Refarat oä.
Wolfram

Schau mal in die Encyclopaedia Britannica, die Artikel sind recht instruktiv:

http://search.britannica.com/bcom/eb/article/1/0,571…
http://search.britannica.com/bcom/eb/article/3/0,571…

Reinhard

Wer kann mir, in Kurzform, etwas
über Noam Chomsky und Jean Piaget mailen?
Refarat oä.
Wolfram

hi Wolfram,

erst mal war über C
homsky

Chomsky, Avram Noam (*1928), amerikanischer Sprachwissenschaftler, als Begründer der generativen Transformationsgrammatik einer der einflussreichsten Vertreter der modernen Linguistik.
Chomsky wurde am 7. Dezember 1928 als Sohn eines Hebräisch-Lehrers russischer Abstammung in Philadelphia (Pennsylvania) geboren. Nach dem Besuch der Central High School in Philadelphia absolvierte er ab 1945 in verschiedenen Fächern ein Studium an der University of Pennsylvania. Nachdem er 1951 den Magistergrad erreicht hatte, erhielt er ein Stipendium der Society of Fellows an der Harvard University und promovierte 1955 an der University of Pennsylvania. Anschließend wurde Chomsky Assistenzprofessor für Moderne Sprachen und Linguistik am Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.), wo er 1961 eine ordentliche Professur übernahm. Seit 1966 ist er am selben Institut Inhaber des Ferrari-Ward-Lehrstuhles für Moderne Sprachen und Linguistik.
Der Schüler von Zellig Harris kam im Gegensatz zum behavioristischen Ansatz, der davon ausgeht, dass die sprachlichen Fähigkeiten durch einen Lernprozess zustande kommen, zu der Überzeugung, dass Sprachkompetenz das Ergebnis einer angeborenen menschlichen Fähigkeit ist. So liegt das Ziel der Sprachwissenschaft für Chomsky darin, eine Universalgrammatik zu finden, die den weiten Bereich der menschlichen Sprachvariation erklärt. Ende der fünfziger Jahre entwickelte er die generative Transformationsgrammatik und wurde damit einer der einflussreichsten Vertreter der modernen Linguistik. Seine Sprachanalysen beginnen mit Kernsätzen, aus denen sich durch von ihm aufgestellte Regeln eine endlose Vielfalt von syntaktischen Verbindungen erzeugen lässt. So ist es möglich, mit einer begrenzten Anzahl von Komponenten unendlich viele Sätze zu bilden. In Analogie zu Ferdinand de Saussures Begriffspaar langue vs. parole unterschied Chomsky Kompetenz (Sprachfähigkeit) und Performanz (individuelle Sprachverwendung). Ein weiterer wichtiger Punkt seiner Theorie ist die Unterscheidung von Oberflächen- und Tiefenstruktur. Chomsky entwickelte seine Auffassungen kontinuierlich weiter.
Er wurde nicht nur als Lehrer und Schriftsteller bekannt, sondern auch als beredter Gegner der Beteiligung Amerikas am Vietnamkrieg. Auch als Medienkritiker machte sich Chomsky einen Namen; 1992 entstand der Dokumentarfilm Manufacturing Consent: Noam Chomsky and the Media (Die Konsensfabrik).
Seine wichtigsten sprachwissenschaftlichen Veröffentlichungen sind Syntactic Structures (1957; Strukturen der Syntax), Aspects of the Theory of Syntax (1965; Aspekte der Syntaxtheorie), The Sound Pattern of English (1968; mit Morris Halle), Language and Mind (1972; Sprache und Geist), The Logical Structure of Linguistic Theory (1975) und Reflections on Language (1975; Reflexionen über die Sprache). Language and Responsibility (1979) verbindet Sprache und Politik. Zu Chomskys politischen Schriften gehören American Power and the New Mandarins (1969; Amerika und die neuen Mandarine. Politische und zeitgeschichtliche Essays), The Fateful Triangle: The United States, Israel and the Palestinians (1983), What Uncle Sam Really Wants (1992; Was Onkel Sam wirklich will) und Wirtschaft und Gewalt. Vom Kolonialismus zur Neuen Weltordnung (1993).

„Chomsky, Avram Noam“, Encarta® 99 Enzyklopädie. © 1993-1998 Alle Rechte vorbehalten.

und noch war über Piaget

Piaget, Jean (1896-1980), Schweizer Psychologe, vor allem wegen seiner Pionierarbeit in der Forschung über die Entwicklung der Intelligenz bei Kindern bekannt. Seine Studien hatten großen Einfluss in den Bereichen Kinderpsychologie und Erziehung.
Piaget wurde am 9. August 1896 in Neuenburg (Neuchâtel) geboren. Er studierte an der Universität von Neuchâtel und interessierte sich, nachdem er im Alter von 22 Jahren promoviert hatte, zunehmend für Psychologie. Zunächst studierte und forschte er in Zürich, später begann er an der Sorbonne in Paris die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten zu untersuchen. Im Jahre 1955 wurde er Direktor des von ihm gegründeten Centre international d’épistemologie génétique an der Universität in Genf, danach stellvertretender Direktor des Bureau International d’Éducation. Er starb im Jahre 1980.
Als Ergebnis seiner Arbeit unterteilte Piaget die geistige Entwicklung des Kindes in vier Phasen. In der sensomotorischen Phase, die von der Geburt bis zum Alter von zwei Jahren andauert, ist das Kind damit beschäftigt, Kontrolle über seine motorischen Bewegungen zu erlangen und Erfahrungen mit physischen Objekten zu sammeln. In der präoperativen Phase zwischen zwei und sieben Jahren konzentriert das Kind seine Aufmerksamkeit auf den Erwerb sprachlicher Fähigkeiten. Zu diesem Zeitpunkt kann das Kind bereits Dinge benennen und intuitive Schlussfolgerungen ziehen. In der konkreten operativen Phase zwischen sieben und zwölf Jahren beginnt das Kind, sich mit abstrakten Größen wie Zahlen und Beziehungen auseinander zu setzen. In der formalen operativen Phase zwischen zwölf und 15 Jahren fängt das Kind schließlich an, logisch und systematisch zu denken.
Zu Piagets Werken zählen u. a. Le language et la pensée chez l’enfant (1923, Sprechen und Denken des Kindes), Le jugement chez l’enfant (1932, Das moralische Urteil beim Kinde), La naissance de l’intelligence chez l’enfant (1936, Das Erwachen der Intelligenz beim Kinde), La genèse des structures logiques élémentaires (1959, Die Entwicklung der elementaren logischen Strukturen) und Psychologie et pédagogie (1969, Theorien und Methoden der modernen Erziehung).

„Piaget, Jean“, Encarta® 99 Enzyklopädie. © 1993-1998 Alle Rechte vorbehalten.

Gruß

Gandalf