Sind die Nobelpreise - wenn man sich ihres Ursprungs besinnt (wirtschaftliche Erträge aus der Erfindung des Dynamitsprengstoffs) - nicht eigentlich völlig makaber ?
Mag sein, dass Alfred Nobel die nicht segenbringende Seite seiner Erfindung tatsächlich peinlich gewesen ist und er Wiedergutmachung leisten wollte. Aber ist das hohe Ansehen dieses Preises aus diesem Ursprung heraus nicht dennoch völlig absurd ?
Als ähnlich gelagertes Phänomen empfinde ich Lotterien für einen guten Zweck.
Was lässt sich sozialpsychologisch aus der (scheinbar) hohen Akzeptanz solcher makabren Konstrukte schließen ?
Ist der Mensch verrückt ? Oder versucht uns da jemand geistig im Unklaren zu halten ?
Was ist daran schlimm?
Ist doch gut, wenn man aus einem schlechten Gewissen heraus etwas Besseres zu machen versucht. So muss es doch sein.
Wär ja viel schlimmer, wenn´s nicht so wäre.
Nobel hat nicht das Schießpulver erfunden!
Bevor er Dynamit erfand, wurden schon ganze Burgen und Berge in die Luft gejagt, ohne Dynamit.
Wenn Du alles verteufelst, was man im Krieg verwenden kann, mußt Du auch den Erfinder des Fahrrades erschießen, den Freiherrn von Drais. Die Armeen des 1. und 2. Weltkrieges waren auch mit Rädern ausgerüstet.
Es gibt so gut wie nichts, was man nicht für andere unmenschliche Zwecke benutzen könnte.
Mütter müßten getötet werden, sie bringen Soldaten zur Welt.
Gruß Werner