Noch ein Erbfall - Erbe übersehen? Altes REcht

Hallo, ich versuche gerade herauszubekommen, ob etwas so ist wie es scheint oder evtl was ganz anderes:

P stirbt 1962 ohne eigene Kinder und ohne je geheiratet zu haben (also ohne echte Erben, evtl uneheliche Kinder wären zu dem Zeitpunkt ja wohl egal), hat ne Firma, die nun vererbt werden soll. Es gibt ein Testament, in dem die Geschwister von P vom Erbe ausgenommen sind, sondern es sollen nur deren Kinder, also die NEffen+Nichten von P erben. Anfangs gab es eine Notiz vom Nachlasspfleger, dass er eingesetzt ist, da keine Erben bekannt sind. Die Adressen mussten wohl erst aufgetrieben werden. Dabei ist Nachlasspfleger der Notar, der das Testament aufsetzte mit dem noch lebenden P.

Jetzt gibt es etwa eine Handvoll Geschwister, die bis auf einen zum Zeitpunkt des Erbes tot sind (G1 -G5 sind bekannt, da Eltern der Ks)und etwa 2 Handvoll Kinder (K 1-10) dazu, auf die das Erbe aufgeteilt wird, die Kinder die keine Geschwister haben bekommen etwas größere Teile vom Kuchen als die, die GEschwister haben.
Wie genau ist hier glaub ich unerheblich.

Dazu gibt es noch ein paar GEschwister über deren VErbleib heutzutage nichts mehr bekannt ist (entweder als Kind verstorben oder ?)

Denn es gibt noch einen Neffen N, der in der der Firma arbeitete, doch der wurde vom Nachlasspfleger nicht angeschrieben, wie die anderen, zumindest gibt es über ihn keine Dokumente mehr.

Jeder Mitarbeiter wusste dass dies ein Neffe ist, spätestens bei der Beerdigung wo erwähnt wurde, dass nur Neffen und Nichten erben, und wo der Nachlasspfleger auch dabei war und die Verwandtschaft, soweit möglich (ein paar sassen in der DDR) sowie die BEegschaft, spätestens da hätte dieser Neffe doch als Neffe und damit auch Erbberechtigter auffallen müssen.???

Ich mein der wohnte dicht bei, arbeitete in der Firma…während andere Erben zB jene aus der DDR oder auch anderem Ausland geradezu aufgestöbert werden mussten.
Er hatte einen anderen NAchnamen, war also wohl von einer Schwester Ps
Aber das hat bei anderen NEffen auch nicht gestört…

Kann man so jemanden übersehen?

Ich hab 2 Alternativhypothesen, die ich nicht ausbreiten möchte (ok die eine: NEffe war nicht Neffe sondern irgendwas anderes, evtl unehelicher Sohn ?).

Aber erst mal möcht ich gerne wissen ob es noch mehr Gründe gegeben haben kann, den Neffen zu übersehen, obwohl er förmlich auf dem Präsentierteller lag.

Gruß Susanne

Hallo,

um Deine Frage zu beantworten, müßte ich die große Kristallkugel einschalten, im ernst das kann von hier aus keiner beantworten. Möglich das er schlicht übersehen wurde, möglich auch das die Verwandtschaft nicht bewiesen war.
Aber warum hat den der Neffe nicht einfach bei Gericht nachgefragt?

LG
Tina

Dann gib mir doch die Glaskugel, bitte

Hallo Tinchen,
genau die Glaskugel brauch ich, soll ja schließlich alles schön fiktiv sein.
Weshalb und ob er nachgefragt hat, kann ich nicht sagen.
Es ist mir nur schleierhaft, weshalb der „NEffe“ in den Papieren nicht auftaucht, nicht mal als erwägung ob er nicht auch erbberechtigt sei, sondern dass sich nur die BEschäftigten der Fa. an ihn als Neffen vom Chef erinnern können, der aber keinerlei Privilegien genoss und einfach als angelernter Arbeiter beschäfigt war.

Da sich aber auch Angestellte um die Tdesformalien kümmerten, BEnachrichtigung,en, Anzeigen etc, bleibt es eben komisch. Es kann auch sein, dass er sich einfach rausgehalten hat, um den Betrieb nicht zu gefährden.

Aber verdammi nochmol, da passt was nicht zusammen und wie das passieren konnte, versuch ich rausbekommen. (Arbeite an Firmengeschichte) Dazu möcht ich ein paar Vorschläge, da ich mich mit dem Erben in diesen VErhältnissen (wenn ein laufender BEtrieb an einen Haufen Erben verteilt werden muss und dennoch weiter produzieren soll) nicht so auskenn

Also um das ganz neutral und fiktiv zu halten: was kann alles ein Grund sein, dass wenn NEffen/Nichten eine Firma erben sollen, dass ein mündlich als NEffe bekannter Firmenangehoriger nicht mal in den Unterlagen auftaucht.

  • er war schon tot zum Erbfall (war aber nicht so)

  • wer war gar nicht der NEffe sondern zB.ein uneheliches heimliches Kind

  • er konnte seine VErwandtschaft nicht nachweisen, da er keine Papiere hatte, zB. DDR-Flüchtling

  • er hat sich rausgehalten, da logisch war dass die Firma zu GEld gemacht werden sollte, um die 2 HAndvoll Erben auszuzahlen und er wollte keine Arbeitsplätze gefährden, insbes. seinen nicht

  • Erbenadressbesorgende Angestellte fürchteten dass wenn er als NEffe bekannt ist er die LEitung übernimmt und haben deshalb seine Exisenz dem NAchlasspfleger verheimlicht

Bitte schön… weitere Vorschläge, was die Glaskugel so hergibt, meine ist rechtlich nicht so bewandert, sondern eher für zwischenmenschliches ausgelegt.

Gruß Susanne

Hallo Susanne,

rechtlich wirst Du da nichts herausbekommen, eine Möglichkeit sehe ich allenfalls in der Befragung von Zeitzeugen. Hast Du schon mal ehemalige Mitarbeiter aus dieser Zeit befragt?

Selbst wenn die Angestellten ihn aus den von Dir genannten Gründen verheimlichen wollten, so hätte er ja seinen Anspruch immer noch selbst geltend machen können. Warum er das nicht tat, wirst Du hier nicht herausbekommen können.

Das er sich heraushalten wollte um die Firma nicht zu gefährden, halte ich für unwahrscheinlich, es würde sich dann ja der Erbteil der Miterben um seinen Anteil erhöhen.

Ob er ein unehelicher Sohn war, ändert ja nichts, ich gehe mal davon aus, daß uneheliche Kinder damals zumindest pflichtteilberechtigt waren.

Möglich ist, daß er schlicht und einfach nicht nachweisen konnte, daß er ein Neffe ist. Vielleicht kannst Du das in alten Archiven / Geburtenregistern herausbekommen.

Möglich ist auch, daß er schlicht vergessen wurde und keine Lust hatte um seinen Erbteil zu kämpfen.

Ich wünsch Dir noch viel Glück bei Deinen Recherchen!

LG
Tina

Hallo Susanne,

rechtlich wirst Du da nichts herausbekommen, eine Möglichkeit
sehe ich allenfalls in der Befragung von Zeitzeugen. Hast Du
schon mal ehemalige Mitarbeiter aus dieser Zeit befragt?

Hallo nochmal, hmm was meinst du von wem ich die Info hab?
Also ich hab die Unterlagen zum Erbe weitgehend durch, ich weiß dass 3 GEschwister des Erblassers fehlen, da sie wohl früh starben (nicht unüblich bei Jahrgängen vor 1900), die anderen sind namentlich bekannt, und alles scheint so einigermassen Aufgedröselt.
Und dann fang ich an mit Zeitzeugeninterviews und frag nach dem Charakter des mir zuvor als kauziger alleinstehender von Familie nichts haltender KErl beschrieben wurde. Das wird auch durch eigene Schilderungen bestätigt und als ich nach dem Firmenaufbau frag (also was isnd die wichtigen PErsonen oder lassen sie uns mal quasi einen Rundgang durch die Firma machen, wie lagen die Räumlichkeiten und Gebäude, dann kommt da plötzlich ne Ecke „und da arbeitete sein Neffe, wie hieß er noch gleich ach ja“ und es kommt ein Name den ich nie zuvor hörte, las oä.)

Selbst wenn die Angestellten ihn aus den von Dir genannten
Gründen verheimlichen wollten, so hätte er ja seinen Anspruch
immer noch selbst geltend machen können. Warum er das nicht
tat, wirst Du hier nicht herausbekommen können.

Naja, vielleicht weil er von Anfang an keinen Anspruch hatte, aber da frag ich mich eben, was kann dafür ausschlaggebend sein. Das wesentliche bleibt dann wohl kein echter Neffe oder keine Papiere oder (TEil 3. wird zu persönlich)

Das er sich heraushalten wollte um die Firma nicht zu
gefährden, halte ich für unwahrscheinlich, es würde sich dann
ja der Erbteil der Miterben um seinen Anteil erhöhen.

würde sich durch TEil 3 erklären lassen

Ob er ein unehelicher Sohn war, ändert ja nichts, ich gehe mal
davon aus, daß uneheliche Kinder damals zumindest
pflichtteilberechtigt waren.

hatte sich da nicht in letzter ZEit (also so nach 1995) erst was verändert, insbes. wenn er nicht offiziell angenommen wurde, sondern es nur eingeweihten (sprich Mutter und Zeuger) bekannt war.
Bedenke die ZEitumstände, wenn es ein redliches Mädel war, hätte er die Mutter vermutlich eher geheiratet, aber wenn nicht (sondern zB. eine Dienstleisterin; die Pille war erst seit einem JAhr auf dem MArkt und wurde nur verheirateten verschireben!), dann wäre die Konstellation schon denkbar.

Möglich ist, daß er schlicht und einfach nicht nachweisen
konnte, daß er ein Neffe ist. Vielleicht kannst Du das in
alten Archiven / Geburtenregistern herausbekommen.

Das kann ich erst wenn ich das ungefähre Alter und vor allem den Vornamen weiß. Solang muss ich die ANgestellten weiterbefragen, aber ich nähere mich demjenigen, der die Auflösung bringen könnte, wenn er denn will und nicht doch noch ne fiese GEschichte dahintersteckt an der er nicht unbeteiligt wär. Aber um sinnvoll und festnagelnd fragen zu können, muss ich eben die Alternativen ausloten.

Gruß Susanne
(oh und ich verzieh mich vor den fAQ1129-Wolken die sich über mir zusammenbrauen)