Ein (natürlich teurer!) Artikel, der Rost vollständig verhindern soll.
2 Kästchen mit irgendwelcher Elektronik, verbunden mit einer Stromleitung und eines der Kästchen mit dem + und eines mit dem - Pol.
Lt. Werbeaussage würde (ich sags jetzt etwas Raumschiff Enterpriceartig) ein elektrisches Schutzschild aufgebaut, das verhintern soll, dass die Kiste rostet. „Nie mehr Rost!“. Soll heißen, es kommt kein H2O und kein O2 mehr an mein Helixblechle.
Und wenn der Abverkaufzähler stimmt, dann ging das Ding weg, wie die warmen Semmeln.
Gibt´s so viel Besch… Gutgläubige, die 2xx,- € für so einen Schrott ausgeben?
Oder ticke ich nicht richtig und es gibt so ein Wunderding tatsächlich?
Grüße vom ungläubigen Thomas
Raimund
…dass Du meinst, dass das Zauberkästchen funktioniert?
Guten Morgen, Raimund!
Natürlich funktioniert die Sache! Weshalb zweifelst Du daran? Die Funktion besteht in der Auslösung einer Krötenwanderung (würde Mike Kling an dieser Stelle sagen), nämlich von der Tasche des gläubigen Käufers in die des Verkäufers. Ist das etwa nichts?
rein theoretisch ist das schon möglich.
Wenn du die rostgefährdeten Stellen durch eine sog. Opferanode schützt, wird diese Anode zerfressen und nicht die Karosserie. Dh. es wird ein galvanisches Element so aufgebaut, dass die Eisenionen sich nicht aus der Karosserie lösen können.
Wie gesagt, theoretisch. Praktisch halte ich das aber für kaum umsetzbar. Die Opferanode muss sehr nahe an die Karosserie gebracht werden. Wie will man da Kurzschlüsse und leere Batterie vermeiden?
theoretisch funktioniert das. Für Warmwasserspeicher gibt es das für etwa 120 Euro schon lange. Der Stromverbrauch ist sehr gering und das System funktioniert absolut zuverlässig. Im Warmwasserspeicher ist allerdings die komplette Stahlfläche im Wasser. Im gleichen Wasser befindet sich auch die Schutzspannungsanode. Bei einem Autoblech ist das Ganze dann ein Trockenelement. Ganz dumm ist die Idee sicher nicht. Andererseits ist mir völlig unklar, wie so was in der Luft gehen soll. Da haben sich schon Heerschaaren von Ingenieuren den Kopf darüber zerbrochen. Ein funktionierendes elektrisches Rostverhinderungssystem wäre nicht nur für Autos interessant. Aber um sich ein exaktes Urteil zu bilden, müsste man den genauen Aufbau der Schutzanlage kennen.
hab grad noch mal recherchiert. Es geht so: Autokarosse doppelwandig, dazwischen Wasser einfüllen, Innenseiten emaillieren damit nur Fehlstellen geschützt werden müssen. In den wassergefüllten Zwischenraum eine Anode aus Edelstahl einsetzen, elektronisch geregelt Strom fließen lassen (zuviel Strom führt ebenfalls zu Korrossion). Jetzt ist die Karosse gegen Rost von Innen geschützt. Jeder Wassertropfen auf der Aussenseite bildet ein eigenes galvanisches Element, welches zu Rost führt und vom Innenschutz nicht erfasst wird.