Noch eine Frage... TA und Einschläfern(lang)

Ich habe noch etwas, was mich bedrückt,

ich hab mein Leben lang Katzen gehabt. Immer zwei, und zwei sind mir auch gestorben (worden), jeweils ziemlich alt.

Ich hab jedes Mal einen TA zu mir nach Hause geholt, den Aufschlag bezahlt, ist OK so und meine Katzen hatten weniger Stress.

Bei der Tötung direkt aber ist mir folgendes passiert: Die TÄ spritzte meiner Cat eine Narkose und dann eine Spritze ins Herz. Während sie in Narkose fiel, wollte ich ihr die Hand auf den Kopf legen, weil sie sich mit mir immer schnell beruhigte.

Dir TÄ schnauzte mich an: Weg jetzt von der Katze, die muss jetzt Ruhe haben.

Wider besseres Wissen habe ich gehorcht und meine Cat ist allein und verdreht bewusstlos geworden, sie hatte sich komisch verrenkt, weil sie Angst vor der TÄ gehabt hatte.

Das ging mir lange nach…*hoil*

Als ich meinen Kater später töten lassen musste, suchte ich einen anderen TA. Genau deswegen. Und als mein Kater die Narkose bekommen hatte, hielt ich meine Hand hin und er ließ seinen Kopf draufsinken. Der andere TA sagte genau in dem Moment und genauso schnauzend wie die TÄ früher: Jetzt gehen Sie weg da von dem Tier! Sie regen ihn nur auf.

Und ich hab wieder gekuscht und er ist allein bewusstlos geworden.

Kann man dem TA sagen: Also, hören Sie mal - ich kenne meine Katzen und sie sterben nur EIN Mal, ich BLEIBE°!

Ich hatte jedes Mal Angst, dass der TA dann sagen würde: Sie boykottieren/ stören etc die Behandlung, ich weigere mich, sie weiterzumachen. Oder so, irgendwas, wütend werden und auf blöde Art seinen Job machen…

Was würdet ihr tun?
Es war wohl nicht das letzte Mal, und nochmal darf mir das nicht passieren!!!

Gruß
Malna

Hallo Malna,

Du musst auf jeden Fall das tun, was Dein Gefühl Dir sagt, nur DAS ist richtig und zwar für Dich und Dein Tier!
Bisher musste ich noch keinen meiner Hunde gehen lassen, aber der älteste wird bald 15 Jahre und es ist absehbar…
Wenn ich ihn wirklich irgendwann vom Tierarzt erlösen lassen muss, wird er in meinen Armen einschlafen. Das letzte was er wahrnimmt werde ich sein, mein Geruch, meine Arme, meine Stimme und das tue ich nicht nur für ihn, sondern genau so für mich. Glaub mir, kein Tierarzt wird mich davon abhalten können!

Ich war schon einige Male dabei, weil Freunde mich darum baten, wenn ein Tier vom Tierarzt erlöst werden musste (Katzen und Hunde) und nie hat ein Tierarzt so reagiert, wie die zwei die Du beschrieben hast. Ich hätte kein Vertrauen zu solchen Ärzten und würde es mir auf gar keinen Fall gefallen lassen.

Viele Grüße
Marita

Musste meine Katzen auch einschläfern lassen und bei keinem Mal (jede Mal anderer Arzt) wurde mir verboten das Tier anzufassen. Ganz im Gegenteil. Sowohl bei der Nakose sollte ich die Tiere halten und dann auch bei der letzten Spritze.

Interessant und für mich sehr erschreckend war, dass meine letzte Katze noch eine Stunde nachdem sie für tod erklärt wurde auf die Umwelt reagiert hat. Habe mir daher fest vorgenommen auch nach dem eigentlichen Tod noch das Tier im Arm zu halten und nur vorsichtig zu befördern.

Ich würde mir von einem TA nicht verbieten lassen meinen Freund auf dem letzten Weg zu begleiten. Kläre das doch das nächste Mal vielleicht schon vorher ab, damit Du dann in der Situation nicht auch noch mit so nem TA konfrontiert wirst.

Liebe Malna

Dir TÄ schnauzte mich an: Weg jetzt von der Katze, die muss
jetzt Ruhe haben.
Wider besseres Wissen habe ich gehorcht und meine Cat ist
allein und verdreht bewusstlos geworden, sie hatte sich
komisch verrenkt, weil sie Angst vor der TÄ gehabt hatte.

Das ging mir lange nach…*hoil*

Ja, das verstehe ich, dass Dich das bedrückt. Das ist wirklich nicht schön. Manchmal sind Tierärzte eben weder besondere Tier- noch Menschenfreunde, das ist nun mal leider so, auch wenn man noch so gerne das Gegenteil behaupten würde. Viele interessieren sich halt einfach für Zoologie - dafür muss man nicht besonders tierliebend in „unserem“ Sinne sein. Schon nur während dem Studium erlebt man Dinge, die abhärten.

Aber das soll alles keine Entschuldigung sein.

Vielleicht hast Du bereits einen Tierarzt gefunden, der Dir zusagt. Stelle ihm die Situation genau so dar und sage ihm deutlich, dass Du die Katze gerne in Deinen Armen „gehen lassen“ würdest und zwar BEVOR der Augenblick des Abschieds gekommen ist.

Ja, auch wenn vielleicht noch einige andere abweisend auf Deine Anfrage reagieren könnten, lass Dich nicht entmutigen, es GIBT Tierärzte, die sind trotz allem Tier- und Menschenfreunde geblieben.

Viel Glück wünscht,

Semiramis

Hallo Malna,

dein Bericht ist mir richtig nah gegangen!
Selbstverständlich kannst bzw. solltest du dem Tierarzt widersprechen!

Höre dich mal in deinem Umfeld um, wer zu welchem TA geht - egal mit welchem Tier - und welche Erfahrungen gemacht wurden.

Leider weiss ich nicht in welcher Ecke Deutschlands du wohnst, sonst würde ich dir unsere Tierärztin empfehlen.
Voriges Jahr musste mein Hund eingeschläfert werden…
Ich blieb bei meiner Gina bis sie tot war. Sie ist in meinen Armen gestorben…
Die T-Ärztin ging raus, damit ich mich in aller Ruhe von Gina verabschieden konnte.

Inzwischen haben wir wieder ein Cairn Terrier Mädchen und mit ihr gehen wir auch zu dieser o.g. T-Ärztin für Impfungen usw.

Laß es dir nicht nehmen dich von deinen Weggefährten zu verabschieden wie DU es möchtest!

Alles Liebe für dich und für deine zwei „neuen“ Katzen.
Maria

Es tut mir leid…
… daß Du solche Tierärzte erwischt hast, Malna. :-/ Dabei kann es auch so entspannt zugehen…

Ende Februar mußte ich meinen Großen (Devil) mitten in der Nacht einschläfern lassen, weil alles andere pure Tierquälerei gewesen wäre. Wir hatten, bis er eingeschlafen ist, Körperkontakt. Ihn im Arm halten (was ich gerne gemacht hätte) ging leider nicht, weil ich ihn schon zu Hause trotz größter Vorsicht nicht - ohne ihm weh zu tun - in die Katzenbox (ohne Oberteil - es ging nur um das Reinlegen) bekommen habe. Wir haben also beim TA das Oberteil abgenommen, die Tierärztin hat ihn noch einmal untersucht, wir haben uns einige Minuten über die - nicht wirklich vorhandenen (das wußte ich im Vorfeld) - Therapiemöglichkeiten unterhalten und dann fragte sie, ob sie das Mittel holen soll und ob wir dabei bleiben möchten. Natürlich wollten wir bleiben! Er bekam die Spritze und wir haben ihn zu dritt (inclusive der Tierärztin, die ihn seit fast 15 Jahren kannte) gestreichelt und gekrault, und hatten Zeit, uns zu verabschieden, bis ich irgendwann feststellte, daß er zu seinem besten Kumpel Schnulli (dem Hund meiner Schwester, der bei mir auf dem Arm gestorben ist) abgedampft ist. Das hat man richtig gemerkt: er lag die ganze Zeit schon wegen der Schmerzen recht ruhig da, wurde dann immer entspannter und plötzlich war er ganz still.

Wir haben leider keinen Garten, deswegen war von Vornherein klar, daß Devils Körper kremiert wird - die Tierärztin brachte ihn in seinem Lieblingshandtuch nach hinten und mit der Rechnung kam eine handgeschriebene (!!!) Karte, die uns echt zu Tränen gerührt hat… Mit anderen Worten: ich weiß, warum wir unsere Tiere seit fast 20 Jahren just diese TA-Praxis anvertrauen.

Grüße
Renee

Dir TÄ schnauzte mich an: Weg jetzt von der Katze, die muss
jetzt Ruhe haben.

Der andere TA sagte genau in dem
Moment und genauso schnauzend wie die TÄ früher: Jetzt gehen
Sie weg da von dem Tier! Sie regen ihn nur auf.

Warum in aller Welt, sollte es ein Tier aufregen, wenn eine seiner engsten Bezugspersonen per Körperkontakt zeigt, das er da ist? Eigentlich ist doch das Gegenteil der Fall. Also auch bei anderen TA-Behandlungen beruhigt man das Tier zwischendurch mit Streicheln und Zureden. Das ganz allgmein, aber:

Das einzige, was ich mir vorstellen kann, ist, dass so ein Tier natürlich merkt, wie sich „Mensch“ fühlt. Ist der Mensch total aufgelöst in dieser Situation, zittert am ganzen Körper oder neigt gar zur Hysterie im Behandlungsraum - dann würde ich auch sagen, dass es besser ist, Abstand vom Tier zu halten. Denn ist der Mensch ganz außer sich, wird das Tier bestimmt wirklich nicht ruhiger, wenn er es „betatscht“ und ins Fell heult. Im Normalfall gehe ich aber davon aus, dass Mensch sich zusammenreißen kann, bis es vorbei ist.

die Muecke