hallo,
Das freut den sonnen- und trockenheitsempfindlichen Lumbricus
auf jeden Fall. Außerdem auch, wenn man beim Hacken alles
liegen lässt, was man verantworten kann (also nicht grad
Fingerkraut und Quecken, aber halt das viele Zeugs, das einmal
entwurzelt nicht wieder angeht). Voraussetzung, man hat keine
schweren Schneckenprobleme - die Kameraden stehen auf
Oberflächenkompostierung, das ist für sie ein richtiger
Partyservice.
schneckenprobleme hatte ich so lange arg, bis ich dann kein guter mensch mehr war und gestreut habe, was das zeug hält.
zeug liegen lassen sieht einfach nicht schön aus in diesem fall,es sind wirklich wunderbar komponierte staudenbeete, eigentlich auch ohne viel zwischenräume, wo immer platz war, haben die bodendecker sich zwischengeschoben.
ich mach das mit dem rindenmulch und laub, das sieht ruhig genug aus, und das kann auch überall dazwischengeworfen werden und ein wenig eingearbeitet.
und im herbst dann kompost.
was aber mit all den wurzeln, die tiefer gehen?
Tauwürmer kommen tiefer als eine Grabgabel; 40-60 cm werden
durch sie versorgt.
d.h. sie bringen auch ihre ausgeschiedenen komplexe in diese tiefe?
wenn ich mal weiter unten nachschaue, finde ich nie würmer, nur im aufgebrachten substrat.drunter ist bald fast so etwas, wie stein.
kalkalpen eben.
wie ist das mit der blattdüngung fe/mg ?
Akut auf jeden Fall sinnvoll, weil der Aufbau von Dauerhumus
selbst in der Turbo-Methode Hügelbeet ein paar Jahre braucht,
bis er Ergebnisse zeigt. Als Dauerlösung allenfalls für die
danach schreienden pflanzen,
sonst einfach zu teuer und auch deswegen kritisch, weil man da
ein Symptom angeht, und nie weiß, was als nächstes kippt, wenn
man das eine Symptom im Griff hat. Bei einem so brutal
basischen Boden (um den ich Dich übrigens nicht wegen Gemüse,
aber betreffend Blumen beneide - ich kämpfe mit fast
kalkfreiem Auenton von Buntsandstein, und ich kann pflanzen
was ich will, alles blüht in so einem schrägen Pink, es ist
außer von Wegwarten und von Ehrenpreis einfach kein klares
Blau zu kriegen) kommt man um den Aufbau einer irgendwie
tauglichen Pufferkapazität auf Dauer nicht herum.
für gemüse verschwende ich nicht meine flächen, das hol ich beim biobauern.ich bin sehr fanatisch in richtung englische gärten.
wobei deine richtung von sauer zu alkalisch leichter geht
.
und partiell lässt sich doch gut kalken???
noch eine lösung ist ja, wenn man da mitgehen kann die, die mir auf philosophischer ebene die liebste ist-
genau das fördern, was an diesem ort natürlicherweise und angepassterweise gedeihen mag.
da habe ich auch erstaunliches erlebt.
auch durchaus seltene pflanzen wie orchideen, aber auch akeleien,seidelbast, geranium etc haben sich einfach ihren platz in diesem garten gesucht und es geschätzt, dass ich ihn geboten habe.
manchmal sind sogar welche aus den beeten direkt in den steinboden geflüchtet und es sieht wirklich schön aus, wie ein gemälde.
nun mag ich aber auch die englischen rosen, und die haben inzwischen alle ihre chlorosen, auch, weil sie in tiefen kommen wollen, wo vermutlich nicht mal die erwähnten würmer sich noch durchbeissen.
also, eine mischung aus bodenpflege und blattdüngung dann.
besten dank für die hilfe.
ich hab ja nur was gegen theorie, wenn sie schwammig bleibt, angelesenes halbwissen, dann ziehe ich erfahrung vor.
so war aber gut!
grüße,
zahira
Ziemlich schnell in den Boden eingebaut wird übrigens auch
leicht angerottetes Laub, falls es nicht zu gerbstoffhaltig
ist. Das Platanenlaub, mit dem ich winters meinen Feigenbaum
einpacke, kommt im Jahr drauf in die drittoberste Schicht vom
Hügelbeet, und zwei Monate später kann man nicht mehr ahnen,
dass es mal da war. Nett ist auch Rindenmulch in Verbindung
mit Weißklee (der den nötigen Stickstoff besorgt, dass der
Rindenmulch nicht jahrelang rumliegt): Man kann mit Mulch
angelegte Kleewege von Jahr zu Jahr zwischen den Beeten
jeweils um eine Wegbreite verschieben und hat auf diese Weise
eine Art wandernde Grünbrache. Wenn man die Wege jährlich
verschiebt, lassen sie sich ohne Riskiko auch barfuß betreten
- der Weißklee blüht erst im zweiten Jahr, und wo keine Blüten
sind, halten sich auch keine Bienen auf.
Schöne Grüße
Dä Blumepeder