Noch mal KiGa - Tränen... *grübel*

Hiho,

Ein guter Freund erzählte mir heute etwas von seinem Sohn, das mich nicht in Ruhe läßt. Der Kleine ist 4 1/2 und geht seit einem Jahr in den Kindergarten. Und seit einem Jahr gibt es Tränen, jeden Morgen, wenn er hin soll.
Seine Eltern haben ihn natürlich schon oft gefragt, woran das liegt. Darauf sagt er nur: „Das müßt Ihr selber herausfinden“.

Ich finde die Antwort sehr seltsam. Was haltet Ihr davon?

Ansonsten ist der Kleine ein sehr aufgewecktes, besonnenes, offenes Kind. Er hat eine rege Phantasie, und „seltsame“ (im positiven Sinne von: Um die Ecke gedachte) Ideen und Antworten sind bei ihm nicht selten. Dennoch finde ich diese Antwort komisch.

Helft Ihr mir grübeln?
Nike

Hi,
diese Antwort finde ich auch sehr seltsam für ein 4-jähriges Kind. Ich meine, dass auf die Frage, woran es liegt, keine vernünftige Antwort kommt, ist normal. In diesem Alter müssen Eltern meist selbst herausfinden, was ihre Kinder bedrückt. Aber dass ein Kind so etwas äußert… vielleicht ist das Kind hochbegabt, aber mit dem Thema kenne ich mich nicht so aus. Ich würde auf jeden Fall mal mit den Erzieherinnen sprechen, die müssten doch eigentlich was dazu sagen können.

Gruß
Nelly

Darauf sagt er nur: „Das müßt Ihr selber herausfinden“.

Vermutlich nur nachgeplappert. Wie gehen denn die Eltern miteinander um? Man könnte ja eine viertel Stunde früher kommen und dann mit dem Kind gemeinsam im Kindergarten vertraut werden. Ist nur so ein Gedanke, der bei meinem Sohn mal geklappt hat.

Gruß, AndyM

Hallo Nike,
nur ne Idee: vielleicht hat er´s aus dem Fernsehen. Unser Sohn (gleiches Alter) plappert zur Zeit viele „Sprüche“ aus TV und Werbung nach. Als Beispiel bei DUPLO: „die längste Praline der Welt“.
Das sind kurze prägnante Sätze, die hängenbleiben.
Gruss,
PECOS

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Nike,

leider kann man das sogar als Eltern sehr schlecht beurteilen. Ich weiß, wie schwer das ist !

Meine Töchter sind hochbegabt, ich kenne also seltsame Ideen und Diskussionen schon mit Kleinkindern :wink:. Damals, als sie im Kindergarten waren, war das Thema noch nicht so bekannt wie heute, und wir hatten keine Ahnung.

Beiden Kindern wurde der an sich geliebte Kindergarten nach einem Jahr zu langweilig. Die Erzieherin meiner Ältesten, bei der wir natürlich keine Ahnung von dem tatsächlichen Hintergrund der Langeweile hatten, meinten, es sei eine Phase, hätten alle Kinder manchmal, da müsse sie durch, blablabla. Zu unserem Glück (und ihrem Pech) hat unsere Große sich wenig gewehrt und fiel nur im 3. Kindergartenjahr durch relativ viele Krankheiten auf. Im nachhinein tut mir das natürlich leid, aber ich war „Anfängermutter“ und hörte auf die Erzieherin, die sehr erfahren und mir durchaus sympathisch und von den Grundansichten auf meiner Wellenlänge war.

Meine 2. Tochter hatte dann den Vorteil, dass wir zu ihrer Kindergartenzeit „vorgewarnt“ waren durch die weitere Entwicklung der Schwester. Tochter Nr. 2 erklärte uns ganz massiv, ihr sei langweilig, und sie würde nur ein Jahr in den Kiga gehen, basta. Sie hatte nun auch das Glück, dass die Erzieherinnen (es war ein anderer Kiga als bei der Schwester) die weitere „Laufbahn“ der großen Schwester kannten (sie hat die 1. Klasse auf Anraten der Lehrerin nach wenigen Wochen übersprungen) und aufmerksam waren. So wurde sie dann getestet und sowohl Psychologin als auch Erzieherinnen als auch Gesundheitsamtsarzt und Beratungslehrer befürworteten eine Einschulung mit gerade 5 Jahren. Ist jetzt fast 2 Jahre her, das Kind ist glücklich, und wir sind froh über diesen Weg, den ich selbst als Mutter übrigens bis zur Einschulung heftigst anzweifelte.

Was ich damit sagen will: WENN Hochbegabung tatsächlich ein Grund sein könnte - das kann man nur aufgrund des Postings nicht einschätzen, da sind viel zu wenig Infos - dann rate ich zu einem Test. Bis man einen Termin bei einem spezialisierten Psycho bekommt und dann auch das Gutachten vorliegt, vergehen sowieso etliche Monate.

Die Tränen können natürlich auch ganz andere Ursachen haben, das war nur UNSERE persönliche Erfahrung !

Viele Grüße,

Inselchen

Hi Andy,

Vermutlich nur nachgeplappert. Wie gehen denn die Eltern
miteinander um?

Sehr liebevoll.

Man könnte ja eine viertel Stunde früher
kommen und dann mit dem Kind gemeinsam im Kindergarten
vertraut werden. Ist nur so ein Gedanke, der bei meinem Sohn
mal geklappt hat.

Nee, derlei Tricks haben sie alle schon versucht…

trotzdem danke,
Nike

Neee…
Hi Pecos,

nur ne Idee: vielleicht hat er´s aus dem Fernsehen.

Nein, das kann nicht sein, der Kleine schaut noch kein Fernsehen. :smile:

Liebe Grüße,
Nike

hallo
die signale ernst nehmen! jeden morgen tränen sind nicht in ordnung! vergleichen sie mal mit sich selbst, wenn sie aus irgendwelchen gründen in die arbeit müßten und es bereitet ihnen jeden morgen übelkeit diesen schritt zu tun. ein jahr ist eine entsetzlich lange zeit!
wenn ein kind weint und sich verweigert hat das eine ursache.
ein mißverständnis zwischen kind und erzieherin, das nicht aus dem weg geräumt wurde, die chemie zwischen beiden stimmt nicht, ängste, konflikte mit einem anderen kind, trennungsangst, langeweile weil unterfordert…u.v.m.
sie können es beim kind mit sanften hinterfragen versuchen und dabei vermitteln, dass es nicht mit negativen konsequenzen rechnen muß, wenn es sich mitteilt - irgendetwas befürchtet das kind, wenn „sie es nicht selbst“ herausfinden. da stecken ängste dahinter, die sich in den tränen und dem unwillen äußern.
hinter die ursache kommen!und konsequenzen ziehen.

sie können selbst im kiga beobachten, das recht haben sie, sie können die erzieherIn bitten das kind zu beobachten und ihnen schriftlich bericht zu erstatten,wenn sie aber das gefühl haben das weder das eine noch das andere objektiv genug sein könnte, holen sie sich hilfe bei der beratunsstelle für erziehungsfragen, die leute beobachten kompetent und objektiv das verhalten des kindes, die umstände als auch das verhalten der erzieher und können hilfen aufzeigen!
diesen schritt halte ich anbetracht ihrer beschreibung schon bald für notwendig - ein jahr! nur mut!!
croeti

Hallo Nike,

vielleicht kommt der Kleine mit den Erzieherinnen oder einem anderen Kind nicht zurecht?

Mein Bruder hatte in der 1. und 2. Klasse so dermaßen Angst vor seiner Lehrerin (schlimm, dass es das geben kann), dass er wieder ins Bett machte und sich die tollsten Krankheiten ausdachte, um ja nicht in die Schule zu müssen (wohlgemerkt, er war immer sehr gut in der Schule, jedoch nicht hochbegabt, dafür mit einem sehr ausgeprägten Gespühr für Probleme anderer Kinder).

Vielleicht das mal abklären (wenn nicht schon geschehen)?
Oder einen Handel vorschlagen: Du musst heute nicht in den Kindi, wenn Du mir sagst (oder hilfst zu erraten), was Dich dort bedrückt?

Grüße, Nina

Hallo,

also dieser Spruch kommt bei der Werthers Original Bonbon Werbung vor…vielleicht benutzt diesen Satz ein anderes Kind im Kiga oder der kleine hat doch irgendwo TV geschaut.
Ansonsten würde ich die Kigatante oder -Onkel mal bitten ein Auge auf den Kleinen zu haben.

Grüße
Maja

Das könnte bedeuten: „Ich will nicht petzen.“