ich entdeckte weiter unten Suche nach Hilfe, Tränen zu unterdrücken. Sorry, aber ich will das Thema noch mal anschneiden, denn ich habe nichts gefunden, was MIR helfen könnte, und mein Problem ist ähnlich aber noch anders:
Ich muss Lesungen machen. Und ich habe immer mal wieder Bücher, bei denen ich anfangen muss zu weinen. Es ist nicht so, dass ich ein Problem habe mit Weinen generell, und ich könnte auch ertragen, wenn mir eben einfach Tränen laufen. Aber mir bricht die Stimme weg, auch an Stellen, bei denen die Zuhörenden das vllt nicht unbedingt nachempfinden können (hatte mal nachgefragt), weil es eben meine Gefühle für bestimmte Textstellen sind.
Ich habe zB eine Passage mal zu Hause geübt. Laut lesen. Es war nicht möglich. Die Passage rührt mich so sehr, dass ich sie auch nach mehrmaligem Sprechen, mehreren Tagen - kurz - noch nie, nicht EIN EINZIGES Mal durchsprechen konnte.
Ich kenne die Hintergründe der Rührung oder des Schmerzes, ich schäme mich nicht - ich kann nur einfach nicht mehr weiter lesen. Auch nicht etwas später oder sonst wann. Einige Passagen gehen einfach NICHT, ich müsste sie quasi rausnehmen.
Und je mehr ich mich auf das Lesen oder den Text konzentriere, desto mehr kommt auch das Gefühl mit hoch. Es ist eine Zwickmühle, und ich weiss nicht, was tun.
Lesungen aufgeben wär die allerschlechteste Lösung.
Weiss jemand etwas für so einen Fall?
Hallo!
Wie wäre es mit Autogenem Training?
Dadurch trainiert man bestimmte Situationen „„richtig durchzustehen““.
Warum sprichst du nicht mit einem Psychologen?
Der stellt dann fest ,wo dein Problem liegt.
Allerdings ist manchmal besser ,wenn man Gefühle zeigt. Nicht jeder ist/kann cool sein.
Schreib ein Tagebuch! Schreib alles rein was dich bedrückt. In ein anderes Tagebuch schreibst du min 3 unterschiedliche Sachen die dich heute gefreut haben. Wenn du merkst ,dass du anfängst zu heulen schaust in dein Glückstagebuch.
Gefühle beherrschen bei Lesung - Übungssache
Hallo Malna,
dazu was aus meinem Leben: als ich noch in einer Theatergruppe spielte, gab es bei uns (hier umgekehrt proportional zum Weinen) sehr oft Stellen, an denen die ganze Truppe (oder der Einzelne) in wildes Gelächter ausbrach, weil die Passage ZU lustig war.
Manchmal war das so *schlimm* , dass wir die Probe unterbrechen mussten.
Nuhja, die Stelle wurde so oft wiederholt, bis die Wirkung nachließ.
Mit weinen ist das auch nicht anders. Und wenn du bei 20. Wiederholung (hintereinander) immer noch weinst, dann lese es 10 weitere Male dazu.
Das heißt manchmal harte Arbeit, du musst üben, und wenn es nach ein paar Tagen nicht klappt, dann musst du öfter und mit häufigeren Wiederholungen üben.
Eigentlich ist es sehr viel leichter, das Problem für einen Auftritt zu überwinden, als in *echtem Leben*, wo es einen meist unerwartet trifft.