wieviel Päpste sind zurückgetreten, in Ruhestand gegangen?
Grüße
Raimund
Hallo, Raimund,
ich weiß von vierzehn Päbsten, die länger lebten, als sie Papst waren.
Der letzte, dem das geschah, war Felix V.; Pontifikat 1440 - 1449, gestorben 1451.
Die meisten waren aber Gegenpäbste. Wie etwa zur Zeit des Konzils in Konstanz Gregor XII.; Pontikat 1406 -1415, gestorben 1417 und Johannes XXIII. - er wird offiziell nicht gezählt, deshalb gab es im 20. Jhdt. noch einen Johannes XXIII. - ; Pontifikat 1410 - 1415, gestorben 1419. Beide wurden 1415 auf dem Konzil in Konstanz abgesetzt.
Fritz
Ach, ichvergaß:
Wirklich zurückgetreten aus eigenem Willen ist nur einer:
_Cölestin V., * Isernia 1215, † Schloss Fumone bei Anagni 19. 5. 1296, vorher Petrus von Murrone, Papst (5. 7.-13. 12. 1294). Einsiedler in den Abruzzen, wo um seine Zelle die Eremitengemeinde der Cölestiner entstand; erließ am 10. 12. eine Konstitution über die mögl. Abdankung von Päpsten und dankte am 13. 12. 1294 ab.
© Meyers Lexikonverlag._
Paul VI. hat im dritten Jahr seines Pontifikats eine Wallfahrt zu dessen Grab unternommen. Das wird dahin gedeutet, dass er Rücktrittsgedanken hegte, die er dann aber doch nicht verwirklichte.
Fritz
hallo Fritz,
danke.
Dass es so viele waren, hätte ich nicht gedacht.
Allerdings ist für mich die „2-Päpste-Zeit“ so eine Art ohne-Papst-Zeit.
Doch dürften dann trotzdem so an die 4-5 zurückgetreten oder sogar abgesetzt worden sein.
Es wäre also keine kirchliche Katastrophe, wenn der jetzige zurück treten würde. Traut er dem Nachfolger nichts zu? Hat er Angst vor dem Tod (die Arbeit hält ihn am Leben)?
Grüße
Raimund
Hallo Diskutanten,
nach eigener Aussage hält er es für defaitistisch, auszusteigen bevor es zu Ende ist: Hat die Frage noch vor einiger Zeit mit der Gegenfrage kommentiert „Ist Jesus Christus denn vom Kreuz herabgestiegen?“.
Jüngste Aussagen dazu gehen in eine andere Richtung: Nämlich Sprachvermögen als conditio sine qua non für a) öffentliches Gebet, Segen b) Messe. Fehlende Sprache im letzten Stadium Parkinson würde also ein „neurophysiologisches“ Argument geben.
Nochne andere Lesart ist mir aus der Dominikanischen Republik hinterbracht worden - in der Karibik und in Lateinamerika leben ja die liebsten Kinder der Una Sancta. Dort ist zu vernehmen, die Frage Rücktritt ja oder nein sei eine politische: Es sei bereits in der Hauptsache verkartet, daß der nächste aus der Umgebung Opus Dei kommt, und die notwendigen Mehrheiten seien noch nicht ausreichend sicher. - Was mit der noch nicht so lang zurückliegenden Heiligsprechung des (glaube ich) nach St. Dominikus zweitschnellsten Heiligen der Kirchengeschichte schon zusammenpassen würde.
Schöne Grüße
MM
Hallo, ich persöhnlich hätte nichts dagegen wenn der Papst abdanken würde um platz für seinen Nachfolger zu machen. Der ist doch sowieso nur krank und zu schwach, dass schon andere für ihn die Rede oder den Segen aussprechen müssen.
Und Gott bzw Jesus würden bestimmt auch nicht schlecht von im denken. Andere Würdenträger im Dienste Gottes hören auch eher auf.
Papst-Rücktritt
Hallo Raimund,
Es wäre also keine kirchliche Katastrophe, wenn der jetzige
zurück treten würde.
Keinesfalls, der jetzige Papst hat sogar vor einigen Jahren einen Paragraphen ins römische Kirchenrecht einfügen lassen, der den möglichen Amtsverzicht eines Papstes ausdrücklich regelt:
Can. 332 - § 2. „Falls der Papst auf sein Amt verzichten sollte, ist zur Gültigkeit verlangt, daß der Verzicht frei geschieht und hinreichend kundgemacht, nicht jedoch, daß er von irgendwem angenommen wird.“
http://www.codex-iuris-canonici.de/buch2.htm#02010101
Grüße
Wolfgang