Hallo!
hi
Wenn man zusammenzieht, heißt das noch lange nicht, dass man
alles teilen möchte und sein Leben für immer und ewig
gemeinsam verbringen möcht.
aber die gemeinsamen LEBENSHALTUNGSKOSTEN (die übrigens
deutlich höher sind, wenn man getrennt lebt *nurmalsoanmerk*
!) teilt man „normalerweise“ schon - und darum gehts
Wieso deutlich teuerer? Etwas teuerer ja, aber ob man nun 2 mal 40 qm oder einmal 80 qm anmietet, bedeutet keinen viel höheren Mietpreis. Anders herum isst man ja gar nicht weniger, nur weil man zusammenwohnt. Und Einkäufe kann man auch unter Freunden gemeinsam machen und die Waren teilen.
Das würde es bedeuten wenn man heiratet.
auch da nicht - es macht keinen Unterschied ob ich mit
jemandem zusammenlebe und verheiratet bin oder zusammenlebe
und NICHT verheiratet bin - ich muss nichtmal mit dem ins Bett
gehen - es genügt wenn man in einem Haushalt zusammenlebt um
eine Bedarfsgemeinschaft zu bilden - und dazu müssen nunmal
beide ihren Beitrag leisten in der einen oder anderen Form
Genau, beide müssen ihren Beitrag leisten und nicht einer allein. Das ist ja das, was dabei nicht stimmt. Warum sollte einer allein die ganze Belastung auf einmal tragen sollen?
Oder willst du mir erzählen jeder kauft seinen Kaffee
getrennt, jeder andere Zahnpasta, jeder sein eigenes Brot,
jeder seine eigene Margarine o.ä. ?
Das ist doch völlig unerheblich! Ob ich nun allein alle 4 Wochen Kaffee kaufe oder zu zweit alle zwei Wochen - wo soll da ein Unterschied sein? Der Preis pro Tasse bleibt gleich!
Mir ist auch nicht klar, warum fremde Leute, die sich mit
einem Hartz IV Empfänger anfreunden möchten, gleich für ihren
Lebensunterhalt aufkommen sollten?
Sooo fremd sind die sich ja nun nicht mehr, wenn sie sich zum
Zusammenleben entscheiden und das hat nichts mit HARTZ zu tun
- sondern mit dem Wunsch das Leben in Zukunft (erstmal)
gemeinsam zu verbringen
Aber warum sollen noch viel fremdere Menschen (die
Solidargemeinschaft) für einen einzelnen Menschen aufkommen,
der garnicht mehr bedürftig ist ???
Der Mensch ist doch bedürftig. Er kann nicht selbständig für seinen Lebensunterhalt sorgen. Die Frage ist doch nur, WER dafür aufkommen soll.
Solche Regelungen unterstützen nicht unbedingt die Heiratschancen der
Betroffenen.
ich höre immer Heiraten … wozu das denn ? zum „sich
versorgen lassen“ ???
Glaube mal nicht, dass ich unbedingt für eine Heirat wäre. Einen größeren Heiratsverweigerer als mich wirst Du kaum finden. Die Heirat wird aber als Modell vom Gesetzgeber unterstellt, wenn von „eheähnlich“ (furchtbares Wort meiner Meinung nach) die Rede ist.
Da möchte noch keiner existenzielle Verpflichtungen eingehen.
Ich z.B. heirate genau aus diesem Grund nicht! Ich finde das ganze Unterhaltsrecht und die Abhängigkeiten die daraus entstehen können zum K… Das heißt nicht, dass ich meinen Süssen nicht liebe und nicht mit ihm zusammensein möchte. Aber wir wollen unabhängig wirtschaften. Jeder kann mit seinem Geld machen, was er will, ohne dass irgendwer hineinredet!
wenn sie es deiner Meinung nach eh nicht ernst meinen, können
sie dann ja auch lassen - und was hat das mit dem Alter zu tun
? Es gibt auch ältere Hartz IV Empfänger die sich verlieben …
Wo habe ich gesagt, dass die Leute jung sind? Ich meinte die junge Liebe. Denn meist ist man noch nicht allzulange zusammen, wenn man überlegt, zusammenzuziehen. Auch 80-jährige können frisch verliebt sein und zusammenziehen wollen, d.h. eine junge Liebe haben, oder?
In diesem Fall wäre es günstiger wenn sich Herr B alleine eine
Wohnung sucht und Frau A ihn regelmäßig besucht. Ideal wäre
es, wenn beide je eine Wohnung in unmittelbarer Nachbarschaft
nehmen könnten, am besten direkt nebeneinander.
das ist dann ziemlich genau doppelt so teuer … und hätte
beiden ja unglaublich viel gespart - aber dafür hätte man
Vater Staat dann so richtig geschröpft - tolle Idee soweit
Falsch! Eine halb so große Wohnung kostet nicht genau so viel, wie eine doppelt so große. Nirgendwo zahlt man im selben Haus für 40 qm so viel wie für 80 qm. Der Mietpreis für 2 mal 40 dürfte ungefähr dem für einmal 90 entsprechen.
Wäre ich Frau A würde ich eine solche Lösung anstreben, denn
wenn sie mit Herrn B einfach so zusammenzieht verliert sie
einen großen Teil ihrer Unabhängigkeit
???
und wird bei der Erfüllung ihrer Wünsche und Bedürfnisse immer von der Gnade
des Herrn B abhängig sein.
Wenn sie beide das so sehen, würde ich an ihrer Stelle eh
Abstand davon nehmen zusammenzuleben
Unsinn! Liebe und gemeinsames Wirtschaften sind zwei völlig verschiedene Dinge. Das hat nichts miteinander zu tun! Außer man heiratet!
Wäre ich Herr B würde ich mich hüten, mir einen bedürftigen
Hartz IV Empfänger ans Bein zu binden. Warum soll von jetzt
auf gleich eine Belastung von einer Solidargemeinschaft auf
einen Einzelnen verlagert werden?
??? weil er sie liebt ??? und sie irgendwann mal wieder geld
verdient und er vielleicht dann keinen job hat und sie für
beide aufkommt ? weil sie ihn liebt ???
Was für ein Schwachsinn! Weil er sie liebt ist er nett zu ihr und lädt sie mal zum Essen ein. Aber warum soll er ihre Zahnpasta bezahlen und auch noch die Krankenversicherung??
Wie sagt man immer so schön: Beim Geld hört die Freundschaft auf! Wer das beherzigt, hat viel weniger Ärger im Leben!
Eine solche Konstellation ist für beide ziemlich ungünstig.
das stimmt allerdings
Gewinnen würde dabei nur die Arge bzw. der Steuerzahler.
nein sie würde nicht gewinnen - sie würde nur weniger bezahlen
müssen und dafür mehr Geld für andere haben, die wirklich
bedürftig sind
Ach, die Dame ist nicht bedürftig? Weil sie verliebt ist und mit ihrem Liebsten zusammensein möchte? Das finde ich krank! Diese Idee grenzt doch irgenwie schon an Prostitution - „wenn Du mit mir schlafen willst, musst Du auch meine Krankenversicherung bezahlen“ - das finde ich aber total daneben!
Besser wäre es, gleich zu heiraten oder auf das Zusammenziehen
lieber zu verzichten bis Frau A einen richtigen Arbeitsplatz
gefunden hat.
- wäre eine wirklich sinnvolle Idee
Frau A und Herr B sollten sich also lieber vorher überlegen,
was sie wirklich wollen. Möchten sie eine tiefe Beziehung, in
der jeder für den anderen einsteht? Dann sollten sie heiraten!
och nööööööööööööööööö
Warum nicht? Wer das wirklich möchte (das füreinander Einstehen für immer und ewig) ist in der Ehe immer noch am besten aufgehoben. Man denke nur an Steuervorteile, Familienmitversicherung in der Krankenkasse, Sorgerecht für gemeinsame Kinder usw. usf…
Möchten sie aber unverbindlich testen, ob sie gut miteinander
auskommen mit der Option auf eine spätere Heirat?
heirat heirat heirat - sorry gehts noch ? DANN hat A. den/die
B. oder umgekehrt ja so richtig am Bein :-\
Option = Möglichkeit, keine Verpflichtung!! Später kann auch bedeuten, kurz vor dem Tod! Oder nie! Im Rentenalter kann so eine Ehe mit ganz anderen Augen betrachtet werden. Man denke nur an Betreuung, Gespräche mit dem Arzt, Witwenrente und Erbschaftssteuer. Da geht es um Abhängigkeiten von ganz anderen Leuten und nicht mehr vom geliebten Partner. Diese ganzen Fakten machen eine Ehe für mich in der Lebensphase deutlich attraktiver.
Für jüngere, gesunde, kinderlose Paare ist eine Ehe in meinen Augen ziemlich überflüssig. Aber es gibt eine Menge Leute die da drauf abfahren und das ja soooo romantisch finden!
Meiner Meinung nach ist aber eine Liebesbeziehung zum Wohnungsnachbarn ideal. Schwer zu bekommen, aber in allen Lebenslagen eine gute Lösung. Im Falle von Eigentumswohnung oder Doppelhaus wäre eine Verbindungstür, die wieder verschließbar ist, erste Wahl. Es ist ja nicht nur die Hartz IV Problematik: Auf diese Art und Weise vermeidet man auch Diskussionen, wer wann ins Bad darf und ob im Stehen oder Sitzen die Toilette benutzt wird. Unterschiedliche Auffassungen von Ordnung, Sauberkeit und Tierhaltung sind dann auch wesentlich problemloser. Und gibt es doch mal Streit, kann man einfach die Tür hinter sich zumachen (und eine Kommode davor schieben
) und muss nicht aufeinander sitzen oder ziellos in der Gegend herumirren.
Auf diese Weise kann man sich auf den Kern des Ganzen konzentrieren: Auf die Liebe! Und alle anderen Unwägbarkeiten des Lebens bleiben außen vor.
Gruß H.
Die Idee von einer Bedarfsgemeinschaft finde ich übrigens ganz übel: Wir sind alle Individuen und gehören auch als solche respektiert. Eine Bedarfsgemeinschaftsregelung erzeugt aber Abhängigkeiten, die in meinen Augen sehr grenzwertig sind. Im Grunde stecken dahinter immer noch die alten Traditionen, die von einer Ehe als alleinseligmachende Lebensform ausgehen. Grauslich!
Viele Grüße
Anne