Noch mal zusammenziehen (etwas länger)

Hallo,
wie ich ja bereits unten aus dem beitrag entnehmen konnte wird alles an einkommen angerechnet, was ist aber, wen eine frau a und herr b zusammenziehen wollen, herr b noch bei seinen eltern wohnt und frau a bereits eine eigene wohnung hat.

Nun nimmt frau a eine teilzeitstelle im wohnort von b an.

nun wollen sie zusammenziehen.

Herr b hat eine vollzeitstelle mit ca 1300/1000€ Brutto/Netto
Frau a hat eine Teilzeitstelle mit 276/269 € Brutto/Netto
Frau a ist nartz IV

nun gibt es im ort keine angemessenen wohnungen, die arge von frau b meint das ein umzug angemessen und notwendig sei (wegen dem geringen verdienst und de entfernung und guter chancen auf vollzeit) nun sagt aber die Arge an wohnor von b nur mit einer angemessenen wohnung, stimmen wir zu andernfalls berechnen wir ihr gesammtes einkommen.

das würde bedeuten das sich das paar keine normale wohnung nehmen könnte, da ja das amt herrn b alles wegnimmt.

nun die fragen, wie genau sind die verfügbaren onlinerechner (habe mehrere bei gleichen daten verschiedene wewrte von 600-300€)

gibt es eine möglichkeit das herr b nicht mit berechnet wird?

die infrage kommende wohnung ist ne dachwohnung hat somit ne riesige grundfläche aber geringe wohnfläche wie steht es mit sowas?

dwäre es denkbar das frau a diese alleine mietet und herr b bei seinen eltern gemeldet bleibt?

oder gibt es eine bessere lösung oder andere möglichkeit das man ein normales leben führen kan und vom erarbeitetem geld auch was überbleibt?

wie ist esbeim usammenschreiben, hat man da plus oder minus?

Ich weiss viele fragen, aber leider bekommt man ja vom amt nul antworten, danke für eure mühe
gruss behave

Hallo behave,

Liebe hört scheinbar da auf, wo Gled im Spiel ist.

das würde bedeuten das sich das paar keine normale wohnung
nehmen könnte, da ja das amt herrn b alles wegnimmt.

Solch eine Denkweise finde ich total daneben. Wenn a und b zusammen leben, miteinander haushalten, Bett und Tisch teilen, pop*en und sonst noch was treiben, dann können sie auch ihren Lebensunterhalt selber beschreiten. Zumal A und B beide Einkommen haben - warum kommen sie mit dem Geld nicht aus? Ists uncool, Gled zusammen zu schmeißen, um vernünftig leben zu können?
Ich weiss nicht, wo a und b wohnen, aber ich finds dreist, bei einem Einkommen von 1269 € noch die Hand auf zu halten und ALG2 zu beantragen. Bei uns kann man von dem Geld über die Runden kommen. Man muss sich halt einschränken und kann nur seinem Einkommen entsprechend haushalten. Dazu gehört z.B. sich eine angemessene Unterkunft zu suchen. Klar ist es keine Penthousewohnung in ner tollen Neubauvilla. Man muss eben schaun, was drin ist - und im Zweifelsfall auch etwas flexibeler bei der Wohnungssuche sein. Wenn es derzeit keine „vernünftige“ Wohnung gibt, dann muss man im Zweifelsfall erst mal in der vorhandenen Wohnung von a leben. Oder auch mal übergangsweise bei den Eltern von b einziehen. Man kann doch nicht immer davon ausgehen, das der Staat einem das Leben finanziert. *kopfschüttel*

Übrings denke ich nicht, dass man bei einer Teilzeitstelle, bei der man unter 300 € verdient derart ausgelastet ist, um nicht noch nebenbei Geld verdienen zu können.

Gruß Molika

Hallo!

Wenn man zusammenzieht, heißt das noch lange nicht, dass man alles teilen möchte und sein Leben für immer und ewig gemeinsam verbringen möcht. Das würde es bedeuten wenn man heiratet.

Mir ist auch nicht klar, warum fremde Leute, die sich mit einem Hartz IV Empfänger anfreunden möchten, gleich für ihren Lebensunterhalt aufkommen sollten? Solche Regelungen unterstützen nicht unbedingt die Heiratschancen der Betroffenen.

Tatsächlich ist es meist so, dass es sich bei jungen Paaren, die erstmals zusammenziehen möchten, oft um eine mehr oder weniger liebevolle Wohngemeinschaft handelt. Da möchte noch keiner existenzielle Verpflichtungen eingehen. Es ist u.U. möglich, diese Auffassung auch gegenüber der Arge zu vertreten und eine Weile kann das gut gehen. Empfehlenswert ist das aber nicht.

In diesem Fall wäre es günstiger wenn sich Herr B alleine eine Wohnung sucht und Frau A ihn regelmäßig besucht. Ideal wäre es, wenn beide je eine Wohnung in unmittelbarer Nachbarschaft nehmen könnten, am besten direkt nebeneinander.

Wäre ich Frau A würde ich eine solche Lösung anstreben, denn wenn sie mit Herrn B einfach so zusammenzieht verliert sie einen großen Teil ihrer Unabhängigkeit und wird bei der Erfüllung ihrer Wünsche und Bedürfnisse immer von der Gnade des Herrn B abhängig sein. Solange die Liebe groß ist, mag das gehen, aber in jeder Beziehung gibt es auch mal Streit… Wäre ich Herr B würde ich mich hüten, mir einen bedürftigen Hartz IV Empfänger ans Bein zu binden. Warum soll von jetzt auf gleich eine Belastung von einer Solidargemeinschaft auf einen Einzelnen verlagert werden?

Zu bedenken ist auch, dass Frau A im Falle einer Bedarfsgemeinschaft auch aus der gesetzlichen Krankenversicherung fallen würde und die auch noch privat bezahlt werden müsste. Denn für eine Familienmitversicherung muss man verheiratet sein. Außerdem hat Frau A keinerlei Unterhaltsansprüche gegenüber Herrn B.

Eine solche Konstellation ist für beide ziemlich ungünstig. Gewinnen würde dabei nur die Arge bzw. der Steuerzahler. Besser wäre es, gleich zu heiraten oder auf das Zusammenziehen lieber zu verzichten bis Frau A einen richtigen Arbeitsplatz gefunden hat.

Frau A und Herr B sollten sich also lieber vorher überlegen, was sie wirklich wollen. Möchten sie eine tiefe Beziehung, in der jeder für den anderen einsteht? Dann sollten sie heiraten! Möchten sie aber unverbindlich testen, ob sie gut miteinander auskommen mit der Option auf eine spätere Heirat? Dann sollten sie sich besuchen, aber keine gemeinsame Wohnung suchen. Das ist in dieser Situation überhaupt nicht zu empfehlen! Räumliche Nähe ja, Zusammenziehen erst, wenn Frau A wieder einen richtigen Job hat. Vorher nicht!

Viele Grüße

Anne

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hi

Wenn man zusammenzieht, heißt das noch lange nicht, dass man
alles teilen möchte und sein Leben für immer und ewig
gemeinsam verbringen möcht.

aber die gemeinsamen LEBENSHALTUNGSKOSTEN (die übrigens deutlich höher sind, wenn man getrennt lebt *nurmalsoanmerk* !) teilt man „normalerweise“ schon - und darum gehts

Das würde es bedeuten wenn man heiratet.

auch da nicht - es macht keinen Unterschied ob ich mit jemandem zusammenlebe und verheiratet bin oder zusammenlebe und NICHT verheiratet bin - ich muss nichtmal mit dem ins Bett gehen - es genügt wenn man in einem Haushalt zusammenlebt um eine Bedarfsgemeinschaft zu bilden - und dazu müssen nunmal beide ihren Beitrag leisten in der einen oder anderen Form

Oder willst du mir erzählen jeder kauft seinen Kaffee getrennt, jeder andere Zahnpasta, jeder sein eigenes Brot, jeder seine eigene Margarine o.ä. ?

Mir ist auch nicht klar, warum fremde Leute, die sich mit
einem Hartz IV Empfänger anfreunden möchten, gleich für ihren
Lebensunterhalt aufkommen sollten?

Sooo fremd sind die sich ja nun nicht mehr, wenn sie sich zum Zusammenleben entscheiden und das hat nichts mit HARTZ zu tun - sondern mit dem Wunsch das Leben in Zukunft (erstmal) gemeinsam zu verbringen

Aber warum sollen noch viel fremdere Menschen (die Solidargemeinschaft) für einen einzelnen Menschen aufkommen, der garnicht mehr bedürftig ist ???

Solche Regelungen unterstützen nicht unbedingt die Heiratschancen der
Betroffenen.

ich höre immer Heiraten … wozu das denn ? zum „sich versorgen lassen“ ???

Da möchte noch keiner existenzielle Verpflichtungen eingehen.

wenn sie es deiner Meinung nach eh nicht ernst meinen, können sie dann ja auch lassen - und was hat das mit dem Alter zu tun ? Es gibt auch ältere Hartz IV Empfänger die sich verlieben …

In diesem Fall wäre es günstiger wenn sich Herr B alleine eine
Wohnung sucht und Frau A ihn regelmäßig besucht. Ideal wäre
es, wenn beide je eine Wohnung in unmittelbarer Nachbarschaft
nehmen könnten, am besten direkt nebeneinander.

das ist dann ziemlich genau doppelt so teuer … und hätte beiden ja unglaublich viel gespart - aber dafür hätte man Vater Staat dann so richtig geschröpft - tolle Idee soweit

Wäre ich Frau A würde ich eine solche Lösung anstreben, denn
wenn sie mit Herrn B einfach so zusammenzieht verliert sie
einen großen Teil ihrer Unabhängigkeit

???

und wird bei der Erfüllung ihrer Wünsche und Bedürfnisse immer von der Gnade
des Herrn B abhängig sein.

Wenn sie beide das so sehen, würde ich an ihrer Stelle eh Abstand davon nehmen zusammenzuleben

Wäre ich Herr B würde ich mich hüten, mir einen bedürftigen
Hartz IV Empfänger ans Bein zu binden. Warum soll von jetzt
auf gleich eine Belastung von einer Solidargemeinschaft auf
einen Einzelnen verlagert werden?

??? weil er sie liebt ??? und sie irgendwann mal wieder geld verdient und er vielleicht dann keinen job hat und sie für beide aufkommt ? weil sie ihn liebt ???

Eine solche Konstellation ist für beide ziemlich ungünstig.

das stimmt allerdings

Gewinnen würde dabei nur die Arge bzw. der Steuerzahler.

nein sie würde nicht gewinnen - sie würde nur weniger bezahlen müssen und dafür mehr Geld für andere haben, die wirklich bedürftig sind

Besser wäre es, gleich zu heiraten oder auf das Zusammenziehen
lieber zu verzichten bis Frau A einen richtigen Arbeitsplatz
gefunden hat.

  1. wäre eine wirklich sinnvolle Idee

Frau A und Herr B sollten sich also lieber vorher überlegen,
was sie wirklich wollen. Möchten sie eine tiefe Beziehung, in
der jeder für den anderen einsteht? Dann sollten sie heiraten!

och nööööööööööööööööö

Möchten sie aber unverbindlich testen, ob sie gut miteinander
auskommen mit der Option auf eine spätere Heirat?

heirat heirat heirat - sorry gehts noch ? DANN hat A. den/die B. oder umgekehrt ja so richtig am Bein :-\

JM2C

Gruß H.

Hallo!

hi

Wenn man zusammenzieht, heißt das noch lange nicht, dass man
alles teilen möchte und sein Leben für immer und ewig
gemeinsam verbringen möcht.

aber die gemeinsamen LEBENSHALTUNGSKOSTEN (die übrigens
deutlich höher sind, wenn man getrennt lebt *nurmalsoanmerk*
!) teilt man „normalerweise“ schon - und darum gehts

Wieso deutlich teuerer? Etwas teuerer ja, aber ob man nun 2 mal 40 qm oder einmal 80 qm anmietet, bedeutet keinen viel höheren Mietpreis. Anders herum isst man ja gar nicht weniger, nur weil man zusammenwohnt. Und Einkäufe kann man auch unter Freunden gemeinsam machen und die Waren teilen.

Das würde es bedeuten wenn man heiratet.

auch da nicht - es macht keinen Unterschied ob ich mit
jemandem zusammenlebe und verheiratet bin oder zusammenlebe
und NICHT verheiratet bin - ich muss nichtmal mit dem ins Bett
gehen - es genügt wenn man in einem Haushalt zusammenlebt um
eine Bedarfsgemeinschaft zu bilden - und dazu müssen nunmal
beide ihren Beitrag leisten in der einen oder anderen Form

Genau, beide müssen ihren Beitrag leisten und nicht einer allein. Das ist ja das, was dabei nicht stimmt. Warum sollte einer allein die ganze Belastung auf einmal tragen sollen?

Oder willst du mir erzählen jeder kauft seinen Kaffee
getrennt, jeder andere Zahnpasta, jeder sein eigenes Brot,
jeder seine eigene Margarine o.ä. ?

Das ist doch völlig unerheblich! Ob ich nun allein alle 4 Wochen Kaffee kaufe oder zu zweit alle zwei Wochen - wo soll da ein Unterschied sein? Der Preis pro Tasse bleibt gleich!

Mir ist auch nicht klar, warum fremde Leute, die sich mit
einem Hartz IV Empfänger anfreunden möchten, gleich für ihren
Lebensunterhalt aufkommen sollten?

Sooo fremd sind die sich ja nun nicht mehr, wenn sie sich zum
Zusammenleben entscheiden und das hat nichts mit HARTZ zu tun

  • sondern mit dem Wunsch das Leben in Zukunft (erstmal)
    gemeinsam zu verbringen

Aber warum sollen noch viel fremdere Menschen (die
Solidargemeinschaft) für einen einzelnen Menschen aufkommen,
der garnicht mehr bedürftig ist ???

Der Mensch ist doch bedürftig. Er kann nicht selbständig für seinen Lebensunterhalt sorgen. Die Frage ist doch nur, WER dafür aufkommen soll.

Solche Regelungen unterstützen nicht unbedingt die Heiratschancen der
Betroffenen.

ich höre immer Heiraten … wozu das denn ? zum „sich
versorgen lassen“ ???

Glaube mal nicht, dass ich unbedingt für eine Heirat wäre. Einen größeren Heiratsverweigerer als mich wirst Du kaum finden. Die Heirat wird aber als Modell vom Gesetzgeber unterstellt, wenn von „eheähnlich“ (furchtbares Wort meiner Meinung nach) die Rede ist.

Da möchte noch keiner existenzielle Verpflichtungen eingehen.

Ich z.B. heirate genau aus diesem Grund nicht! Ich finde das ganze Unterhaltsrecht und die Abhängigkeiten die daraus entstehen können zum K… Das heißt nicht, dass ich meinen Süssen nicht liebe und nicht mit ihm zusammensein möchte. Aber wir wollen unabhängig wirtschaften. Jeder kann mit seinem Geld machen, was er will, ohne dass irgendwer hineinredet!

wenn sie es deiner Meinung nach eh nicht ernst meinen, können
sie dann ja auch lassen - und was hat das mit dem Alter zu tun
? Es gibt auch ältere Hartz IV Empfänger die sich verlieben …

Wo habe ich gesagt, dass die Leute jung sind? Ich meinte die junge Liebe. Denn meist ist man noch nicht allzulange zusammen, wenn man überlegt, zusammenzuziehen. Auch 80-jährige können frisch verliebt sein und zusammenziehen wollen, d.h. eine junge Liebe haben, oder?

In diesem Fall wäre es günstiger wenn sich Herr B alleine eine
Wohnung sucht und Frau A ihn regelmäßig besucht. Ideal wäre
es, wenn beide je eine Wohnung in unmittelbarer Nachbarschaft
nehmen könnten, am besten direkt nebeneinander.

das ist dann ziemlich genau doppelt so teuer … und hätte
beiden ja unglaublich viel gespart - aber dafür hätte man
Vater Staat dann so richtig geschröpft - tolle Idee soweit

Falsch! Eine halb so große Wohnung kostet nicht genau so viel, wie eine doppelt so große. Nirgendwo zahlt man im selben Haus für 40 qm so viel wie für 80 qm. Der Mietpreis für 2 mal 40 dürfte ungefähr dem für einmal 90 entsprechen.

Wäre ich Frau A würde ich eine solche Lösung anstreben, denn
wenn sie mit Herrn B einfach so zusammenzieht verliert sie
einen großen Teil ihrer Unabhängigkeit

???

und wird bei der Erfüllung ihrer Wünsche und Bedürfnisse immer von der Gnade
des Herrn B abhängig sein.

Wenn sie beide das so sehen, würde ich an ihrer Stelle eh
Abstand davon nehmen zusammenzuleben

Unsinn! Liebe und gemeinsames Wirtschaften sind zwei völlig verschiedene Dinge. Das hat nichts miteinander zu tun! Außer man heiratet!

Wäre ich Herr B würde ich mich hüten, mir einen bedürftigen
Hartz IV Empfänger ans Bein zu binden. Warum soll von jetzt
auf gleich eine Belastung von einer Solidargemeinschaft auf
einen Einzelnen verlagert werden?

??? weil er sie liebt ??? und sie irgendwann mal wieder geld
verdient und er vielleicht dann keinen job hat und sie für
beide aufkommt ? weil sie ihn liebt ???

Was für ein Schwachsinn! Weil er sie liebt ist er nett zu ihr und lädt sie mal zum Essen ein. Aber warum soll er ihre Zahnpasta bezahlen und auch noch die Krankenversicherung??

Wie sagt man immer so schön: Beim Geld hört die Freundschaft auf! Wer das beherzigt, hat viel weniger Ärger im Leben!

Eine solche Konstellation ist für beide ziemlich ungünstig.

das stimmt allerdings

Gewinnen würde dabei nur die Arge bzw. der Steuerzahler.

nein sie würde nicht gewinnen - sie würde nur weniger bezahlen
müssen und dafür mehr Geld für andere haben, die wirklich
bedürftig sind

Ach, die Dame ist nicht bedürftig? Weil sie verliebt ist und mit ihrem Liebsten zusammensein möchte? Das finde ich krank! Diese Idee grenzt doch irgenwie schon an Prostitution - „wenn Du mit mir schlafen willst, musst Du auch meine Krankenversicherung bezahlen“ - das finde ich aber total daneben!

Besser wäre es, gleich zu heiraten oder auf das Zusammenziehen
lieber zu verzichten bis Frau A einen richtigen Arbeitsplatz
gefunden hat.

  1. wäre eine wirklich sinnvolle Idee

Frau A und Herr B sollten sich also lieber vorher überlegen,
was sie wirklich wollen. Möchten sie eine tiefe Beziehung, in
der jeder für den anderen einsteht? Dann sollten sie heiraten!

och nööööööööööööööööö

Warum nicht? Wer das wirklich möchte (das füreinander Einstehen für immer und ewig) ist in der Ehe immer noch am besten aufgehoben. Man denke nur an Steuervorteile, Familienmitversicherung in der Krankenkasse, Sorgerecht für gemeinsame Kinder usw. usf…

Möchten sie aber unverbindlich testen, ob sie gut miteinander
auskommen mit der Option auf eine spätere Heirat?

heirat heirat heirat - sorry gehts noch ? DANN hat A. den/die
B. oder umgekehrt ja so richtig am Bein :-\

Option = Möglichkeit, keine Verpflichtung!! Später kann auch bedeuten, kurz vor dem Tod! Oder nie! Im Rentenalter kann so eine Ehe mit ganz anderen Augen betrachtet werden. Man denke nur an Betreuung, Gespräche mit dem Arzt, Witwenrente und Erbschaftssteuer. Da geht es um Abhängigkeiten von ganz anderen Leuten und nicht mehr vom geliebten Partner. Diese ganzen Fakten machen eine Ehe für mich in der Lebensphase deutlich attraktiver.

Für jüngere, gesunde, kinderlose Paare ist eine Ehe in meinen Augen ziemlich überflüssig. Aber es gibt eine Menge Leute die da drauf abfahren und das ja soooo romantisch finden!

Meiner Meinung nach ist aber eine Liebesbeziehung zum Wohnungsnachbarn ideal. Schwer zu bekommen, aber in allen Lebenslagen eine gute Lösung. Im Falle von Eigentumswohnung oder Doppelhaus wäre eine Verbindungstür, die wieder verschließbar ist, erste Wahl. Es ist ja nicht nur die Hartz IV Problematik: Auf diese Art und Weise vermeidet man auch Diskussionen, wer wann ins Bad darf und ob im Stehen oder Sitzen die Toilette benutzt wird. Unterschiedliche Auffassungen von Ordnung, Sauberkeit und Tierhaltung sind dann auch wesentlich problemloser. Und gibt es doch mal Streit, kann man einfach die Tür hinter sich zumachen (und eine Kommode davor schieben :wink:) und muss nicht aufeinander sitzen oder ziellos in der Gegend herumirren.

Auf diese Weise kann man sich auf den Kern des Ganzen konzentrieren: Auf die Liebe! Und alle anderen Unwägbarkeiten des Lebens bleiben außen vor.

Gruß H.

Die Idee von einer Bedarfsgemeinschaft finde ich übrigens ganz übel: Wir sind alle Individuen und gehören auch als solche respektiert. Eine Bedarfsgemeinschaftsregelung erzeugt aber Abhängigkeiten, die in meinen Augen sehr grenzwertig sind. Im Grunde stecken dahinter immer noch die alten Traditionen, die von einer Ehe als alleinseligmachende Lebensform ausgehen. Grauslich!

Viele Grüße

Anne