Ich hoffe, ich darf auch antworten. Du hast mich ja nicht
explizit angesprochen.
Kindskopf!
Hallo, Fritz und die anderen:
„Meine Mutter schickt mich.“
„Sie möchte Bescheid wissen wegen der geliehenen zwei Eier.“
Hier aber wird durch die Einmischung des Modalverbs der Sinn
oder Inhalt oder die Bedeutung des Satzes doch klar verändert,
oder nicht?
Nun, dann modalisieren wir mal die anderen auch:
„Sie möchte Bescheid wissen wegen der geliehenen zwei Eier.“
„Sie möchte Bescheid wissen, ob sie die wieder bekommt.“
„Sie möchte Bescheid wissen über die Bedingungen.“
„Sie möchte Bescheid wissen in solchen Dingen“
Das Modalverb ändert also weder Sinn noch Inhalt der Beispiele.
Würdest du sagen: „Meine Mutter weiß Bescheid wegen der Eier.“
Das heißt doch: Wegen der Kleinheit der Eier weiß meine
Mutter, dass sie von jungen Hühnern gelegt wurden. Z. B.
…oder „dass ich sie zerbrochen habe“, aber auf den weiteren Zusammenhang kommt es dabei ja nicht an.
Selbstverständlich sagt man so, auch wenn es nicht gehobenes sein mag, so ist es doch richtiges und gebräuchliches Deutsch.
„Bescheid wissen“ kann m.E. ungestraft mit „wegen“, „über“, „in“ konstruiert werden. Das Attribut zum Nomen „Bescheid“ erklärt lediglich, welcher Art dieser sein soll.
„Sie möchte Bescheid wissen, ob sie die wieder bekommt.“
Und hier kommt dazu, dass nicht mit einer Präposition und
einem Nomen formuliert wird, sondern mit einem indirekten
Fragesatz; dies ändert natürlich die gesamte Konstruktion,
oder nicht?
Zugegeben, Fritz. Hier ist die nähere Erklärung für „Bescheid“ in einen Nebensatz verpackt. Ich habe diesen Satz auch nur hinzugefügt, um anzudeuten, wie es möglicherweise zu der Fehlleistung in deinem Eingangsbeispiel gekommen sein könnte. (Im Büro habe ich nicht immer Zeit genug sorfältig und ausführlich zu formulieren.)
Gruß
Eckard
Der jetzt gern Bescheid wüßte über „Bescheid wissen wegen“. Vielleicht kommt ja noch einer, der Bescheid weiß in dieser Angelegenheit.