Noch mehr verqueere (sic!) Redensarten

Was sagt ihr dazu:

Wir wissen jetzt ob deiner Meinung Bescheid ?

Und was meint einer, der sagt:

… ohne dass der Band das Ruder aus der Hand läuft.?

Es heißt: Er hat das Ruder (fest) in der Hand.

und:

Das Schiff läuft aus dem Ruder.

Aber was soll beides zusammen?

Fritz

Hallo Fritz,

Was sagt ihr dazu:

?? Keine Begrüßung ?? Gleich mit der Tür ins Haus ?? tstststs

Ich habe keine Lust auf Rätseleien, bevor du nicht Autor/Sprecher/Fundstelle
genannt hast. :wink:

Vorab gebe ich aber trotzdem meinen Senf zu folgendem:

Wir wissen jetzt ob deiner Meinung Bescheid ?

Das soll wohl eine Aussage sein? *Fragezeichen irritiert*
Wenn ich an Rothenburg ob der Tauber denke, dann ist „ob“ schlichtweg ein
altdeutsches Wort für „über“.

Die Sache mit dem Ruder ist etwas kompliziert.
Das Ruder eines Schiffes ist unter Wasser.
Was ein Segler in der Hand hält, ist die Ruderpinne, unter Landratten
auch als „Ruder“ bezeichnet.

Und was meint einer, der sagt:
… ohne dass der Band das Ruder aus der Hand läuft.?
Es heißt: Er hat das Ruder (fest) in der Hand.
und:
Das Schiff läuft aus dem Ruder.

Aber was soll beides zusammen?

Diese Frage versteh’ ich überhaupt nicht.

Gruß Gudrun

?? Keine Begrüßung ?? Gleich mit der Tür ins Haus ?? tstststs

Ich seh schon, Gudrun, du bleibst dir treu.

Ich habe keine Lust auf Rätseleien, bevor du nicht Autor/Sprecher/Fundstelle genannt hast. :wink:

Der erste Satz stammt aus dem ALK-Brett, den zweiten vernahm ich im SWR2 in einer Musiksendung.

Wir wissen jetzt ob deiner Meinung Bescheid ?

Das soll wohl eine Aussage sein? *Fragezeichen irritiert*

Das Fragezeichen beendet meinen Satz, in den ich das Zitat einschloss. Besser wäre es wohl gewesen, nach dem „Bescheid“ auch noch einen Punkt zu setzen.

Wenn ich an Rothenburg ob der Tauber denke, dann ist „ob“ schlichtweg ein altdeutsches Wort für „über“.

Also war gemeint: Wir wissen über deine Meinung Bescheid.

„ob“ als „über“ hat aber meiner Meinung nach nur lokale Bedeutung; doch das kann ein Denkfehler meinerseits sein.

Die Sache mit dem Ruder ist etwas kompliziert.
Das Ruder eines Schiffes ist unter Wasser. Was ein Segler in der Hand hält, ist die Ruderpinne, unter Landratten auch als „Ruder“ bezeichnet.

Ob diese Ausführungen hier relevant sind?

Und was meint einer, der sagt: … ohne dass der Band das Ruder aus der Hand läuft.?
Es heißt: Er hat das Ruder (fest) in der Hand.
und:
Das Schiff läuft aus dem Ruder.
Aber was soll beides zusammen?

Diese Frage versteh’ ich überhaupt nicht.

Nun, ich denke, entweder hat er das Ruder fest in der Hand und dann geht es, wie er will, oder das Schiff läuft ihm aus dem Ruder und dann hat er die Kontrolle verloren.
Wie aber kann einem das Ruder - oder meinetwegen die Ruderpinne - aus der Hand laufen?

Gruß Fritz

Hallo Fritz,

?? Keine Begrüßung ?? Gleich mit der Tür ins Haus ?? tstststs

Ich seh schon, Gudrun, du bleibst dir treu.

pffft. Nomen est omen!
Schließlich wurde nach mir (!) eine Sage geschrieben, deren Hauptthema Treue ist.

Wir wissen jetzt ob deiner Meinung Bescheid.

Wenn ich an Rothenburg ob der Tauber denke, dann ist „ob“ schlichtweg ein altdeutsches Wort für „über“.

Also war gemeint: Wir wissen über deine Meinung Bescheid.

„ob“ als „über“ hat aber meiner Meinung nach nur lokale
Bedeutung; doch das kann ein Denkfehler meinerseits sein.

Ich staune ob Deiner Zweifel an der Richtigkeit eines solchen Ausdrucks. Je nach
Kontext wird es im Sinne von sowohl „über“ als auch „wegen“ verwendet.
Guck mal da:
http://www.google.de/search?hl=de&q=%22ob+deiner+%22…
Beim 1. Treffer z.B. ist es völlig egal, ob daraus „über deine Pracht“ oder „wegen deiner Pracht“ wird.

Die Sache mit dem Ruder ist etwas kompliziert.
Das Ruder eines Schiffes ist unter Wasser. Was ein Segler in der Hand hält, ist die Ruderpinne, unter Landratten auch als „Ruder“ bezeichnet.

Ob diese Ausführungen hier relevant sind?

Das wußte ich im voraus nicht, da ich Deine Frage zunächst nicht verstanden hatte.

Und was meint einer, der sagt: … ohne dass der Band das Ruder aus der Hand läuft.?
Es heißt: Er hat das Ruder (fest) in der Hand.
und:
Das Schiff läuft aus dem Ruder.
Aber was soll beides zusammen?

Diese Frage versteh’ ich überhaupt nicht.

Nun, ich denke, entweder hat er das Ruder fest in der Hand und
dann geht es, wie er will, oder das Schiff läuft ihm aus dem
Ruder und dann hat er die Kontrolle verloren.
Wie aber kann einem das Ruder - oder meinetwegen die
Ruderpinne - aus der Hand laufen?

Da kann ich nur raten.
Neben „Ruder fest in der Hand haben“ gibt es auch noch „Ruder aus der Hand …“
mit verschiedenen Verben wie z.B. geben / nehmen / reißen / fallen.
http://www.google.de/search?hl=de&q=%22ruder+aus+der…

Ich vermute, daß sich der Sprecher nur beim Verb geirrt hat und
statt „läuft“ —>„fällt“ sagen wollte bzw. hätte sagen sollen.

Gruß Gudrun

Was sagt ihr dazu:

Wir wissen jetzt ob deiner Meinung Bescheid ?

Laut Duden ist „ob“ mitunter in Verbdinung mit einem Genitiv eine veraltete Form von „wegen“.

In Deinem Beispiel darf man sich also entscheiden, ob jemand meint „Wir wissen jetzt {wegen, Dank, mit Hilfe, …} Deiner Meinung Bescheid.“ oder ob es sich um eine verqueere(sic!) Benutzung von „ob“ im Sinne von „über“ handelt, die die Beschränkung auf den landschaftlichen Sinn ignoriert, also „Wir wissen nun über Deine Meinung Bescheid.“

Da Genitiv und Dativ hier nicht unterscheidbar sind (ist doch so, oder?), ist beides möglich.

Und was meint einer, der sagt:

… ohne dass der Band das Ruder aus der Hand läuft.?

Es heißt: Er hat das Ruder (fest) in der Hand.

und:

Das Schiff läuft aus dem Ruder.

Aber was soll beides zusammen?

Das ist evtl. mehr eine Frage für unsere Seefahrer.
AFAIK ist es spätestens seit dem Mittelalter nicht mehr möglich, das Ruder tatsächlich in der Hand zu haben, so daß es einem auch nicht aus der Hand laufen kann. Aber da mögen sprachliche und nautische Feinheiten auseinandergehen.

Gruß,

Malte

Was sagt ihr dazu:

Servus, und guten Morgen:smile:

Ich störe mich eher an der Tatsache, dass „Bescheid wissen (über)“ - was ja wohl gemeint war, den Akkusativ verlangt, der in der Konstruktion mit „ob“ (das den Genetiv verlangt) verloren geht. Deswegen holpert der zitierte Satz in meinen Ohren so.

Lieben Gruß aus dem Bunker, jenny

Auch dir ein Servus, und einen guten Morgen:smile:

Ich störe mich eher an der Tatsache, dass „Bescheid wissen (über)“ - was ja wohl gemeint war -, den Akkusativ verlangt, der in der Konstruktion mit „ob“ (das den Genetiv verlangt) verloren geht.

Du hast es genau benannt.

Deswegen holpert der zitierte Satz in meinen Ohren so.

Er holpert nicht nur, er ist einfach nicht korrekt!

Grüße in den Bunker!
Fritz

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Hi Fritz,

Er holpert nicht nur, er ist einfach nicht korrekt!

Warum also die Frage, wenn du eine sehr konkrete,
fundierte Meinung hast?

Gruesse
Elke

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Moin, Fritz,

Wie aber kann einem das Ruder - oder meinetwegen die Ruderpinne - aus der Hand laufen?

mir scheint, hier fallen die Metaphern übereinander her. Neben Ruder und Ruderpinne bei Booten gibt es bei größeren Schiffen das Steuerrad, und das kann dem Steuermann ja tatsächlich aus der Hand laufen. Dann nämlich - jetzt schließt sich der Kreis zu einem verbeulten Reifen - läuft das Schiff aus dem Ruder. Wenn, ja wenn denn das gemeint sein sollte, was aber der Autor gewiss auch nicht zu sagen wüsste.

Gruß Ralf

Bescheid wissen über

Warum also die Frage, wenn du eine sehr konkrete, fundierte Meinung hast?

Hi, Elke,

fängst du nun auch schon so an? :wink: Ist das ansteckend?

Ich stellte die Frage, weil ich mich vergewissern wollte. Oft schon glaubte ich, meiner Sache sicher zu sein - und du hast mir auch schon den einen oder anderen Star gestochen -, und dann musste ich mich eines anderen, nicht immer Besseren, belehren lassen.

Und erst nach den ersten Antworten ist mir klar geworden, dass es „Bescheid wisssen über“ und nicht „Bescheid wissen ob“ heißen muss.

Es sei denn, man nimmt - wie das hier oft geschieht - eine Sprachveränderung und -entwicklung und gar -verbesserung an.

Gruß Fritz

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Bescheid wissen wegen
Hallo,

Und erst nach den ersten Antworten ist mir klar geworden, dass
es „Bescheid wisssen über“ und nicht „Bescheid wissen
ob“ heißen muss.

vorausgesetzt, Du hast meinen Artikel in diesem Thread vor der Erstellung dieser Deiner Antwort gelesen und erfasst, ist diese Annahme von Dir mit Hinweis auf meine Hervorhebung in obigem Zitat falsch.

Gruß,

Malte

es „Bescheid wisssen über“ und nicht „Bescheid wissen
ob“ heißen muss.

vorausgesetzt, Du hast meinen Artikel in diesem Thread vor der Erstellung dieser Deiner Antwort gelesen und erfasst, ist diese Annahme von Dir mit Hinweis auf meine Hervorhebung in obigem Zitat falsch.

Vorausgesetzt, dass du meine Ansicht bedacht und überprüft hättest,
kämst du nicht auf Kombinationen wie

„Bescheid wissen“ wegen, ob"

zurück.

Gruß Fritz

Warum denn nicht?

es „Bescheid wisssen über“ und nicht „Bescheid wissen
ob“ heißen muss.

vorausgesetzt, Du hast meinen Artikel in diesem Thread vor der ::Erstellung dieser Deiner Antwort gelesen und erfasst, ist diese ::Annahme von Dir mit Hinweis auf meine Hervorhebung in obigem Zitat falsch.

Vorausgesetzt, dass du meine Ansicht bedacht und überprüft
hättest, kämst du nicht auf Kombinationen wie

„Bescheid wissen“ wegen, ob"

zurück.

Ich habe jetzt nochmal alle Beiträge hier durchgelesen, und ich finde zwar von mehreren Leuten die Annahme , daß „Bescheid wissen über…“ gemeint sei, und ich stimme ja auch Dir und den anderen zu, daß das eine üblichere und wahrscheinlichere Formulierung ist, aber ich bin Dir dankbar, wenn Du mir erklärst, warum die Möglichkeit „Bescheid wissen wegen…“ auszuschließen ist. Fehlt mir da der Kontext? Ist das irgendwo durchgekommen, wo ich’s übersehen hab? Solang letztere nämlich nicht auszuschließen ist, muß man sie wenigstens in Betracht ziehen, oder?

Gruß,

Malte

Servus, Malte:smile:

Noch eine Überlegung dazu:

könnte es sein, dass wir zwei Formulierungen ein wenig vermischen?

„Bescheid wissen“ geht m.E. nur entweder mit " über" und Akkusativ, oder aber „Bescheid wissen " in“ mit Dativ.

Möglich ist auch, zu sagen,"wir wissen jetzt Bescheid, dass…das deine Meinung ist

Anders ist es bei der Formulierung „Bescheid geben“ - da ist es natürlich durchaus möglich, „wegen“ und „ob“ zu verwenden. „Gib mir Bescheid wegen des Termins“ , „Gib mir Bescheid, ob du meiner Meinung bist“.

Ich habe hier im Bunker jetzt keine Möglichkeit, genau nachzuschlagen, warum das so ist, aber ich glaube, da liegt unser „Diskussionshund“ begraben.

Lieben Gruß aus dem Bunker, jenny

Schüler sage ich in dieser Situation: Es wäre …
denkbar, aber die Deutschen sagen das nicht!

Ich fürchte, dass der der Anfang einer fruchtlosen Diskussion ist, ber der es nicht um die Sache geht, sondern um das Rechthaben,

wenn Du mir erklärst, warum die Möglichkeit „Bescheid wissen
wegen…“ auszuschließen ist.

In meiner bisherigen Sprachpraxis ist mir diese Variante noch nie begegnet. Ich finde auch keinen Beleg dazu, wo immer ich nachschlage; nich mal bei google gibt es das; wobei - wohlbemerkt - ich google keine Beweiskraft zubillige.

Ich begründe meine Abkehnung dieser Variante also ex negativo. Wenn du dagegen wenigstens ein Dutzend sprachmächtiger Autoren aufbietest, werde ich diese Variante zur Kenntnis nehmen, sie nicht mehr kritisieren, aber nie verwenden

Fritz

könnte es sein, dass wir zwei Formulierungen ein wenig
vermischen?

„Bescheid wissen“ geht m.E. nur entweder mit " über" und
Akkusativ, oder aber „Bescheid wissen " in“ mit Dativ.

Hallo, Jenny und die anderen,
ich versuche mal Beispielssätze zu bilden:
„Meine Mutter schickt mich.“
„Sie möchte Bescheid wissen wegen der geliehenen zwei Eier.“
„Sie möchte Bescheid wissen, ob sie die wieder bekommt.“
„Nur, damit Sie Bescheid wissen über die Bedingungen.“
„Sie weiß nämlich Bescheid in solchen Dingen“

Dass der von Fritz eingangs zitierte Satz ein bisschen aus dem Leim gegangen ist, ist ja mittlerweile unstrittig.

Grüße
Eckard

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Hallo,

Noch eine Überlegung dazu:

könnte es sein, dass wir zwei Formulierungen ein wenig
vermischen?

ich glaube nicht. Bzw., doch, aber nicht so. :smile:

„Bescheid wissen“ geht m.E. nur entweder mit " über" und
Akkusativ, oder aber „Bescheid wissen " in“ mit Dativ.

Möglich ist auch, zu sagen,"wir wissen jetzt Bescheid,
dass…das deine Meinung ist

Du kannst es auch allein stehen lassen: „Ich weiß Bescheid.“
Worin oder worüber muss nicht erwähnt werden.

Wenn Du diesen kurzen Satz da oben mal betrachtest, kannst Du verschiedene Fragen stellen:

„Warum weißt Du Bescheid?“
„Worüber weißt Du Bescheid?“

Und schon kommen die beiden Antworten heraus, von denen Fritz eine als „absolut ungebräuchlich“ klassifiziert, besonders in Verbindung mit dem veralteten „ob“ für „wegen“. In der Sache, daß das „kein Mensch“ so benutzt, widerspreche ich ihm auch gar nicht - keine Ahnung, wie gebräuchlich das ist. Aber es ist gültig, mehr wollte ich gar nicht herausstellen in meinen Artikeln. Nenn es pedantisch oder wie auch immer, ich finde es wichtig, solcherlei zu bedenken, bevor man etwas als „falsch!“ deklariert.

Gruß,

Malte

denkbar, aber die Deutschen sagen das nicht!

Ich fürchte, dass der der Anfang einer fruchtlosen Diskussion
ist, ber der es nicht um die Sache geht, sondern um das
Rechthaben,

Ich hoffe, daß dem nicht so ist.
Siehe bitte meinen Artikel in Antwort auf Jenny.
Ich kann mich jedenfalls mit Deiner dieser Begründung ganz zauberhaft zufrieden geben, mehr wollte ich doch gar nicht als es zu verstehen.

Gruß,

Malte

Ich weiß nicht so recht.
Hallo, Eckard, Jenny und die anderen.

Ich hoffe, ich darf auch antworten. Du hast mich ja nicht expliziet angesprochen.

ich versuche mal Beispielssätze zu bilden:

„Nur, damit Sie Bescheid wissen über die Bedingungen.“
„Sie weiß nämlich Bescheid in solchen Dingen“

Diese beiden sind ohne Zweifel und Widerspruch richtig.

„Meine Mutter schickt mich.“
„Sie möchte Bescheid wissen wegen der geliehenen zwei Eier.“

Hier aber wird durch die Einmischung des Modalverbs der Sinn oder Inhalt oder die Bedeutung des Satzes doch klar verändert, oder nicht?

Würdest du sagen: „Meine Mutter weiß Bescheid wegen der Eier.“ ?

Das heißt doch: Wegen der Kleinheit der Eier weiß meine Mutter, dass sie von jungen Hühnern gelegt wurden. Z. B.

Ich kenn nur solche Sätze mit „Bescheid“ und „wegen“:

Über den dahingehenden Antrag entschied sie jedoch nicht, sondern nahm den erteilten Bescheid wegen fehlender Zuständigkeit zurück.

„Sie möchte Bescheid wissen, ob sie die wieder bekommt.“

Und hier kommt dazu, dass nicht mit einer Präposition und einem Nomen formuliert wird, sondern mit einem indirekten Fragesatz; dies ändert natürlich die gesamte Konstruktion, oder nicht?

Gruß Fritz

Ich hoffe, ich darf auch antworten. Du hast mich ja nicht
explizit angesprochen.

Kindskopf!

Hallo, Fritz und die anderen:

„Meine Mutter schickt mich.“
„Sie möchte Bescheid wissen wegen der geliehenen zwei Eier.“

Hier aber wird durch die Einmischung des Modalverbs der Sinn
oder Inhalt oder die Bedeutung des Satzes doch klar verändert,
oder nicht?

Nun, dann modalisieren wir mal die anderen auch:

„Sie möchte Bescheid wissen wegen der geliehenen zwei Eier.“
„Sie möchte Bescheid wissen, ob sie die wieder bekommt.“
„Sie möchte Bescheid wissen über die Bedingungen.“
„Sie möchte Bescheid wissen in solchen Dingen“
Das Modalverb ändert also weder Sinn noch Inhalt der Beispiele.

Würdest du sagen: „Meine Mutter weiß Bescheid wegen der Eier.“
Das heißt doch: Wegen der Kleinheit der Eier weiß meine
Mutter, dass sie von jungen Hühnern gelegt wurden. Z. B.

…oder „dass ich sie zerbrochen habe“, aber auf den weiteren Zusammenhang kommt es dabei ja nicht an.
Selbstverständlich sagt man so, auch wenn es nicht gehobenes sein mag, so ist es doch richtiges und gebräuchliches Deutsch.
„Bescheid wissen“ kann m.E. ungestraft mit „wegen“, „über“, „in“ konstruiert werden. Das Attribut zum Nomen „Bescheid“ erklärt lediglich, welcher Art dieser sein soll.

„Sie möchte Bescheid wissen, ob sie die wieder bekommt.“

Und hier kommt dazu, dass nicht mit einer Präposition und
einem Nomen formuliert wird, sondern mit einem indirekten
Fragesatz; dies ändert natürlich die gesamte Konstruktion,
oder nicht?

Zugegeben, Fritz. Hier ist die nähere Erklärung für „Bescheid“ in einen Nebensatz verpackt. Ich habe diesen Satz auch nur hinzugefügt, um anzudeuten, wie es möglicherweise zu der Fehlleistung in deinem Eingangsbeispiel gekommen sein könnte. (Im Büro habe ich nicht immer Zeit genug sorfältig und ausführlich zu formulieren.)

Gruß
Eckard
Der jetzt gern Bescheid wüßte über „Bescheid wissen wegen“. Vielleicht kommt ja noch einer, der Bescheid weiß in dieser Angelegenheit.