Noch ´ne Frage: Wer hat Erfahrungen mit Fertighaus

Hallo Wolfgang,

es gibt auch Fertighäuser in Massivbauweise :smile:

Gruß,
Maja

Hallo Dicker und Wolfgang,

Man braucht neben
ordentlicher Dämmung auch austeichende Wärmekapazität, aber
die ist in den Normen m. W. mit keinem Wort erwähnt. So kommt
es, daß bestens isolierte Leichtbauhäuser nach dem Lüften
sofort ausgekühlt sind und auch von der Sonneneinstrahlung
kaum profitieren.

diese Erscheinung hat im Jargon der Bauleute den schönen Namen ‚Barackeneffekt‘
Das sagt glaub ich alles :wink:

Gandalf

es gibt auch Fertighäuser in Massivbauweise :smile:

Stimmt, Maja! Ich habe mich unklar ausgedrückt. Gegenüber dem Leichtbau habe ich Bedenken.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

da sind ja jetzt eine ganze Menge Mutmaßungen und Allgemeinaussagen zusammen gekommen. Nur so die richtige Erfahrung eines langjährigen Fertighausbewohners fehlt mir noch, und ich denke, dass diese gerade die beste Quelle wäre. Daher mal mein Senf zum Thema:

Mein Eltern haben vor inzwischen deutlich über 20 Jahren ein Fertighaus gebaut und bewohnen es bis heute und werden es vermutlich auch den Rest ihres Lebens bewohnen. Das Ding wurde auf einem Fertigkeller aus Betonteilen errichtet und war zugegebenermaßen nicht unbedingt ein Sonderangebot. HUF hat schon eine ziemlich lange Erfahrung in der Branche und, soweit mir bekannt, einen ganz ausgezeichneten Ruf, den man aber eben auch bezahlen muss. Die Qualität ist bis heute ohne Tadel. Einzig die Heizungsanlage musste kürzlich ausgetauscht werden, und die damals zur Bauzeit modernen Kunststoffrohre für die Heizung haben wir zwischenzeitlich auch als nicht optimal erkannt (die Dinger hat man damals aber auch in vielen konventionellen Häusern verbaut, sprich, es ist kein typischer Fertighaus-Nachteil).
Die Errichtung selbst passierte in zwei Stufen. Der Keller von einer Fremdfirma stand in einem Tag und ist in seiner massiven Bunkerbauweise bis heute absolut dicht und behaglich auch als Wohnraum zu nutzen. Da gibt es keine Feuchtigkeitsproblem und man kann die Wände bearbeiten wie man will. Einzig das richtige Werkzeug muss man haben (eine Fenstervergrößerung war ein massiver Akt).
Für das Haus wurde zunächst in einer dreitägigen Marathonaktion ein Ausstattungsplan festgelegt. Da wurde jeder Schalter und jeder Heizkörper etc. nach Lage und Hersteller (Qualität) genau durchgesprochen. Gleiches galt auch für Fliesen, Teppichböden und Wandfarben. Da die Jungs eben Profis sind, wurde in den frei Tagen wirklich alles bis ins Detail geregelt und man kann sich den Ärger mit getrennten Terminen mit allen möglichen Handwerkern ersparen und insbesondere weiß man, dass alles zusammenpasst und der Heizungsbauer sich nicht mit dem Elektriker in der ein oder anderen Ecke ins Gehege kommen wird.

Das Haus wurde danach dann auf Grundlage eines Katalogtyps aber mit dem im Rahmen des Rastermaßes individuell erstellten Grundriss im Werk vorgefertigt. Die Aufstellung des Rohbaus erfolgte dann in einem Tag, und der Ausbau brauchte ca. sechs Wochen. Dies deshalb, weil die besseren Hersteller darauf verzichten schon alles Mögliche in die Wände ein- und anzubauen, sondern dies wie bei einem konventionellen Haus lieber vor Ort erledigen, da dabei die Gefahr von Beschädigungen geringer und die Passgenauigkeit besser ist (siehe Okal-Effekt aus der Zeit, bei dem man Okalhäuser am Außenputz im Rastermaß erkennen konnten).

Kosten waren damals ungefähr mit einem konventionell gebauten Haus vergleichbar. Ich habe in der Zwischenzeit dort viel an handwerklichen Tätigkeiten entfaltet und habe auch dabei keine schlechten Erfahrungen gesammelt. Der Leichtbau im Innenbereich (die Außenwände enthalten eine Schicht echten Ziegel) hat teilweise Vor-, teilweise Nachteile, die sich aber aufheben. Man muss sich nur darauf einlassen und eigene Aktivitäten mit den passenden Werkzeugen und Materialien ausführen.

Gruß vom Wiz

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HI Dicker,

wir haben kein Fertighaus, sondern immer massiv gewohnt. In unserem Neubaugebiet sind aber ein paar Fertighäuser gebaut worden und wir konnten schön beobachten, was da abgeht.

Lass lieber die Finger davon!! Vorne steht ein Schild einer renommierten deutschen Firma, dann rücken aber Polenkolonnen an, die irgendwie ein bisschen rumzimmern und nicht wirklich wissen, was Sache ist.

Die haben weder Wasser noch Strom, klauen irgendwo an Baustromkästen (bei uns!), dann ist kein Ansprechpartner da, der Deutsch spricht. Dachstühle wurden mit erheblichen Fehlern (von außen zu sehen) errichtet usw.

Da hätte ich aber Bammel, was sonst noch so alles im Argen liegt…!!!

Gruß
Jeanny