Noch ´ne Frage: Wer hat Erfahrungen mit Fertighaus

Mahlzeit zusammen!

Da wir ja nun in naher Zukunft ein Haus bauen wollen, stellt sich logischerweise die Frage nach der Art des Hauses.

Aufgrund der näheren Lebensumstände geht unsere Einstellung derzeit in Richtung Fertighaus, wahrscheinlich sogar als Ausbauhaus.

Dazu folgende Fragen:

  • Wer hat damit Erfahrungen -gute oder auch schlechte- gemacht?
  • Gibt es dabei sowas wie Do´s & Dont´s?
  • Worauf muß man dabei unbedingt achten, vor allem im Vorfeld?
  • Was ist grundsätzlich interessant zu dem Thema?
  • Gibt es Anbieter, die sehr zu empfehlen sind oder eben auch nicht?

Laßt mal Eure Meinungen und Gedanken dazu frei raus :smile:

Gruß vom

Dicken MD.

Hallo,

Da wir ja nun in naher Zukunft ein Haus bauen wollen, stellt
sich logischerweise die Frage nach der Art des Hauses.

Aufgrund der näheren Lebensumstände geht unsere Einstellung
derzeit in Richtung Fertighaus, wahrscheinlich sogar als
Ausbauhaus.

Fertighaus geht schnell, hat aber im Gegensatz zu einem Stein-auf-Stein den Nachteil eines geringeren Wiederverkaufswertes (Beleihungswert?)

Dazu folgende Fragen:

  • Wer hat damit Erfahrungen -gute oder auch schlechte-
    gemacht?

Man kann bei Fertighäusern sehr viele schlechte Erfahrungen machen. Meist ist es das erste Haus, was man baut. Der Verkäufer hat aber schon viele Häuser verkauft.

  • Gibt es dabei sowas wie Do´s & Dont´s?
  • Worauf muß man dabei unbedingt achten, vor allem im Vorfeld?

Der Bauträger sollte eine Fertigstellungsbürgschaft geben!
Das Haus sollte penibelst geplant sein, denn wenn du den Fernsehanschluß in die linke Ecke setzt, dort aber keine Steckdose ist, siehst du alt aus. Nur so als Beispiel für die kleinen aber ärgerlichen Fehler. Achte überhaupt auf die Anzahl von Anschlüssen, Steckdosen, Wasser (auch nach draußen).
Du mußt den Werkvertrag VORHER in jeder einzelnen Position prüfen. Formulierungen wie „Standardqualität“ werden teuer. Du mußt dir jedes angebotene Stück Material vorher anschauen. Das was du genehmigst und aussuchst, sollte mit Artikelbezeichnung und Lieferant im Werkvertrag stehen. Möglichst auch mit Preis.
Nimm dir dazu jemanden, der alle Dinge kennt an einem Haus (Sachverständiger), der dir den Werkvertrag erklärt.
Beispiele: Dachüberstände, Heizung, Dachausbau-Vorbereitung, Isolierung, mit Bodenplatte oder Keller etc.

Ein Haus hat 1000 Stellen, wo Fehler gemacht werden können.

  • Was ist grundsätzlich interessant zu dem Thema?

Kauf dir ein Buch über Hausbau!

  • Gibt es Anbieter, die sehr zu empfehlen sind oder eben auch
    nicht?

ich werd mich hier nicht in Nesseln setzen. Aber les mal hier im Forum. (Musterhaus, Rabatte, wenn jetzt unterschrieben, „das machen wir schon“, etc.)

Mein tipp: Geh zu einem Architekten und lass dir ein Haus nach deinen Vorstellungen bauen. Fertighäuser nutzen meist nur als Planungshilfe wg. Raumaufteilung, Ansicht o.ä.

gruss
winkel

Hallo Dicker MD,

meine Familie (Eltern) haben folgende Erfahrung gemacht:
Wir hatten seit längerem ein Baugrundstück in unserem Eigentum. Nachdem die Gemeinde langsam ob der Unbebauung nöckelig wurde und mit Enteignung drohte, haben meine Eltern beschlossen, dort ein Mehrfamilienhaus zur Vermietung zu bauen. Da sich das Grundstück ca. 350km von unserem „Stammsitz“ befindet und meine Eltern keinen Stress haben wollten, beauftragten sie Hebel, ein 2-Familienhaus zu planen und bauen.

Folgende Probleme traten auf:

  1. Die Drainage wurde fehlerhaft geplant und ausgeführt
  2. Die Bodenplatte (Keller) wurde zur Entwässerung wegen Regens beim Rohbau angebohrt und nicht sauber verschlossen

Die Folgen waren klar: Die Keller wurden nicht mehr trocken, es mussten mehr als 1 Jahr die Keller über Trocknungsgeräte getrocknet werden, nach über 1 Jahr wurde das Haus wieder komplett ausgegraben und die Drainage neu verlegt. Die Mietminderungen kannst Du Dir vorstellen.

Aus unserer Sicht äusserst problematisch lief die Baubetreuung ab. Da wir nicht permanent vor Ort sein konnten, hatten wir in die Bauplanung und -aufsicht von Hebel Vertrauen gesteckt. Dieses wurde zutiefst enttäuscht. Die Mängel bei der Ausführung waren offensichtlich und von Hebel weitgehend unbestritten, nichts desto trotz weigerte sich Hebel als Generalunternehmer für die Kosten aufzukommen. Es kam zwischen uns und Hebel zu einem Rechststreit. In einem weiteren Rechtsstreit zwischen Hebel mit dem Subunternehmer wurden wir von Hebel auffordert, gegen den ausführenden Bauunternehmer (mit dem wir ja eigentlich nichts zu tun hatten) auszusagen, eine in unseren Augen absolute Frechheit.
Letztendlich bekamen wir unser Geld, allerdings waren wir von der Verantwortungslosigkeit von Hebel zutiefst enttäuscht. Wir sind von Hebel sicher geheilt (wie Du auch an dem Posting siehst)

„Ansonsten“ ist das Haus qualitativ gut und preiswert und hat seit der Behebung der Mängel auch keine Probleme mehr gemacht.

Fazit: Vertraue denen niemals, sondern mach Dich schlau und sei dauernd auf der Baustelle und schau den Arbeitern auf die Finger!

Grüße
Jürgen

Hallo wiedermal!

Aufgrund der näheren Lebensumstände geht unsere Einstellung
derzeit in Richtung Fertighaus, wahrscheinlich sogar als
Ausbauhaus.

Fertighaus geht schnell, hat aber im Gegensatz zu einem
Stein-auf-Stein den Nachteil eines geringeren
Wiederverkaufswertes (Beleihungswert?)

Nun Ja, der mögliche Wiederverkaufswert interessiert uns erstmal nur nachrangig. Wir hatten eigentlich nicht vor, aus dem Haus dann jemals wieder auszuziehen :smile:
Wichtig für uns ist vor allem, das das Haus schnellstmöglich bezugsfertig ist. Und es muß natürlich bezahlbar sein.

  • Wer hat damit Erfahrungen -gute oder auch schlechte-
    gemacht?

Man kann bei Fertighäusern sehr viele schlechte Erfahrungen
machen. Meist ist es das erste Haus, was man baut. Der
Verkäufer hat aber schon viele Häuser verkauft.

Klingt logisch. Für uns wäre es das erste Haus. Und nach unseren Vorstellungen auch das letzte :smile:
Du sagst, man kann sehr viele schlechte Erfahrungen machen. Aber gute Erfahrungen sollten doch auch drin sein, oder?

  • Gibt es dabei sowas wie Do´s & Dont´s?
  • Worauf muß man dabei unbedingt achten, vor allem im Vorfeld?

Der Bauträger sollte eine Fertigstellungsbürgschaft geben!
Das Haus sollte penibelst geplant sein, denn wenn du den
Fernsehanschluß in die linke Ecke setzt, dort aber keine
Steckdose ist, siehst du alt aus. Nur so als Beispiel für die
kleinen aber ärgerlichen Fehler. Achte überhaupt auf die
Anzahl von Anschlüssen, Steckdosen, Wasser (auch nach
draußen).
Du mußt den Werkvertrag VORHER in jeder einzelnen Position
prüfen. Formulierungen wie „Standardqualität“ werden teuer. Du
mußt dir jedes angebotene Stück Material vorher anschauen. Das
was du genehmigst und aussuchst, sollte mit Artikelbezeichnung
und Lieferant im Werkvertrag stehen. Möglichst auch mit Preis.
Nimm dir dazu jemanden, der alle Dinge kennt an einem Haus
(Sachverständiger), der dir den Werkvertrag erklärt.
Beispiele: Dachüberstände, Heizung, Dachausbau-Vorbereitung,
Isolierung, mit Bodenplatte oder Keller etc.

Soweit hab ich das verstanden. Nächsten Dienstag haben wir einen Termin mit einem Spezialisten für sowas. Mal sehen, was dabei rauskommt.

Ein Haus hat 1000 Stellen, wo Fehler gemacht werden können.

Schon klar. Mir wär ganz lieb, wenn wir das für uns auf wenige reduzieren könnten, im Idealfall auf Null :smile:

  • Was ist grundsätzlich interessant zu dem Thema?

Kauf dir ein Buch über Hausbau!

Hab ich schon getan, nicht nur eins. Leider fehlte mir bisher die Zeit zum Lesen. Werd ich wohl übers Wochenende mal tun müssen.

  • Gibt es Anbieter, die sehr zu empfehlen sind oder eben auch
    nicht?

ich werd mich hier nicht in Nesseln setzen. Aber les mal hier
im Forum. (Musterhaus, Rabatte, wenn jetzt unterschrieben,
„das machen wir schon“, etc.)

Naja, ich lass mich wohl von niemandem schnell zu einer Unterschrift drängen. Was mich hier zunächst mal vorrangig interessieren täte, wären so Erfahrungen anderer :smile:

Mein tipp: Geh zu einem Architekten und lass dir ein Haus nach
deinen Vorstellungen bauen. Fertighäuser nutzen meist nur als
Planungshilfe wg. Raumaufteilung, Ansicht o.ä.

Das dürfte wohl ein Problem werden. Nach Gesprächen mit zwei Architekten war ich schon froh, das ich noch gehen durfte, ohne gleich ein halbes Monatsgehalt für das nette Gespräch bei einer Tasse Kaffee dazulassen.
Im Ernst, ich kann mir inzwischen nicht mehr vorstellen, das wir im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten ein freigeplantes Haus von einem Architekten bekommen können. Die Hausnummern, die mir die von mir befragten Architekten als Mindestsumme nannten, entsprechen in etwa dem 1½fachen von unseren Möglichkeiten.
Die Fertigbauten, die wir uns bisher angeschaut haben, waren vom Grundsatz her gar nicht so übel anzuschauen. Und wären preislich eher im Rahmen.

Es ist nun sicher nicht so, das wir beim Hausbau zu geizig sein wollen. Aber Fakt ist, das wir uns schlicht nicht erlauben können, über unsere Möglichkeiten hinaus zu gehen. Dummerweise kenne ich unsere Grenzen relativ gut :smile:

Andererseits hast Du natürlich Recht, so ein schönes Architektenhaus hat schon was. Doch ich glaube, das muß man sich auch leisten können.

Danke und Gruß vom

Dicken MD.

Mahlzeit!

„Ansonsten“ ist das Haus qualitativ gut und preiswert und hat
seit der Behebung der Mängel auch keine Probleme mehr gemacht.

Fazit: Vertraue denen niemals, sondern mach Dich schlau und
sei dauernd auf der Baustelle und schau den Arbeitern auf die
Finger!

Auf jeden Fall Danke für Deinen Erfahrungsbericht :smile:
Das sagt mir auf jeden Fall schon einmal, welche Firma für uns nicht in Frage kommen wird.

In Punkto Bauaufsicht hätten wir wohl nicht so große Probleme. Wir könnten zwar auch nicht jeden Tag persönlich auf der Baustelle vor Ort sein, aber dafür leben meine Eltern dort. Zufällig in der gleichen Straße (das Grundstück hat eigentlich nur Vorteile *g*). Mein Dad versteht ein wenig was vom Umgang mit Architekten, Bauleitern und Handwerkern, da er beruflich viel mit solchen zu tun hat. Und mir wurde bereits signalisiert, das er sich darum kümmern würde, ein wachsames Auge auf die Bauausführung zu legen. Da er viel zu Hause arbeitet, bietet sich das quasi an.

Wenn ich Deinen Bericht richtig deute, dann kann auch ein Fertighaus durchaus qualitativ in Ordnung sein, vorausgesetzt, man beaufsichtigt die Arbeiten entsprechend. Oder hab ich Dich da fehlinterpretiert?

Danke und Gruß vom

Dicken MD.

Hi!

Ich hab leider noch keine Erfahrungen mit Fertighaeusern, von denen ich Dir jetzt erzaehlen kann, aber dafuer verfolge ich hier ein bisschen die diversen Hausbauplaene… Denn frueher oder spaeter (wollen frueher, koennen wohl eher spaeter :frowning: ) wollen wir auch bauen und deshalb interessieren mich immer wieder die Kosten, die dann auf uns zukommen… Magst Du mir vielleicht mal in etwa erzaehlen, mit was Ihr rechnet - vor allem wuerde mich mal die Architektenhausnummer im Vergleich zum Fertighaus interessieren… Wie gesagt: Hausnummern wuerden mir reichen, je genauer die Infos natuerlich umso lieber, aber ich wuerde auch nicht jedem, der fragt, meine Finanzen aufs Auge druecken… Und wenn nicht hier, freu ich mich auch ueber eine private Mail (Adresse steht ja oben…).

Ich wuerd mich freuen, wenn Du Dich meldest…
Kari

Hi Dicker,

Wenn ich Deinen Bericht richtig deute, dann kann auch ein
Fertighaus durchaus qualitativ in Ordnung sein, vorausgesetzt,
man beaufsichtigt die Arbeiten entsprechend. Oder hab ich Dich
da fehlinterpretiert?

also selber hab ich einen ca. einhundert Jahre alten Bauernhof gekauft und aufgemöbelt, daher kann ich persönlich wenig zur Qualtität von Fertighäusern sagen, aber meine Erfahrung ist, daß Bauhandwerkern immer auf die Finger geschaut werden muß, leider. Selbst Leute, die was auf dem Kasten haben (längst nicht alle!) huddeln gerne, wenn keiner hinschaut.

Bei meinem Anbau und dem neuen Dachstuhl hab ich mir Ferien genommen und war ständig dabei, dann ging alles tadellos, zumal ich bei Problemchen stets ansprechbar war, was auch sehr wertvoll war.

Fazit:
Wenn eine Person Deines Vertrauens regelmäßig (muß nicht immer da sein) anwesend ist, läuft vieles besser und reibungsärmer.

Gandalf

Hi Kari,

Wie gesagt: Hausnummern
wuerden mir reichen,

es gibt eine grobe Regel, die besagt, daß ca. 10 % der Bausumme Architektenkosten sind.

Aber das hängt schwer von den Bedingungen ab. Es gibt Vergütungsrichtlinien, wo jeder Pups aufgeführt ist.
Wenn Du z.B. selber die Bauaufsicht übernimmst, wirds billiger, andererseits übernimmt der Architekt bei Übernahme der Bauaufsicht auch die Haftung etc.
Pauschal ist das nur grob über den Daumen gepeilt zu sagen, im Einzelfall muß so was verhandelt werden.

Gandalf

Hallo Dicker MD,

yepp, qualitativ ists absolut OK, für ein Fertighaus ist der Porenbeton von Hebel IMHO vom Wärmedämmungsaspekt und von der Stabilität her absolut OK.
Alleine die Ausführung des Kellerbaus und die Kundenbetreuung war grottenschlecht…

Grüße
Jürgen

Hallo Dicker

vor kurzem war ein Bericht im Fernsehen über Häuslebauer, da wurde auch gezeigt wie ein Fertighaus (Ausbauhaus) in einem einzigen Tag (!) aufgestellt wurde, inklusive Dachdecken.

Das Haus in der Reportage war von der Firma Massa (Alzey, Rheinland-Pfalz), kostete 50.000 Euro und hatte 120 qm. War ein nettes Häuschen, ganz einfach und gerade, so der Typ Siedlungshaus mit spitzem Giebel. Der Bautrupp baut wohl 100 Häuser im Jahr auf und man sah auch im Film daß da jeder Handgriff saß.

Ich war jedenfalls beeindruckt, deswegen kann ich mich noch so gut daran erinnern.

Gruß Petra

Hallo Petra,

Das Haus in der Reportage war von der Firma Massa (Alzey,
Rheinland-Pfalz), kostete 50.000 Euro und hatte 120 qm.

es sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben, daß es sich dabei um ein Ausstellungshaus handelte. Neuhäuser sind m.E. etwas teurer.

Gandalf

Hallo Dicker!

… wahrscheinlich sogar als Ausbauhaus.

Nach dieser Bemerkung und einem Blick in Deine Vika kommen mir folgende Gedanken: Wenn Du an ein Ausbauhaus denkst, wirst Du nicht gerade 2 linke Hände haben. Und Du lebst im wilden Osten. Dort bekommst Du Gebrauchtimmobilien für Preise, für die man bei einem neuen Haus nicht einmal den Keller bauen kann. Will man eine zeitgemäße, dauerhafte Lösung haben, sind noch erhebliche Investitionen fällig. Es wird unter dem Strich nicht billiger als der Neubau. Aber: Für den Preis eines Fertighauses hast Du ein massives Haus und keine Leichtbauweise. Das ist einer der Punkte, die mich an Fertighäusern stören.

Es gibt auch Nachteile: Man hat nicht die Kalkulationssicherheit der Kosten wie beim Neubau und sachkundige Bauaufsicht bei jedem Detail ist unverzichtbar. Wenn ich mir das Lohnniveau im Osten ansehe, kann man gerne viele Dinge speziell anfertigen lassen und ist nicht auf 08/15-Fabrikware angewiesen. Meisterstunde (nicht etwa als Schwarzarbeit) für 21 Euro - da geht doch plötzlich alles!

Gruß
Wolfgang

Es ist nun sicher nicht so, das wir beim Hausbau zu geizig
sein wollen. Aber Fakt ist, das wir uns schlicht nicht
erlauben können, über unsere Möglichkeiten hinaus zu gehen.
Dummerweise kenne ich unsere Grenzen relativ gut :smile:

Andererseits hast Du natürlich Recht, so ein schönes
Architektenhaus hat schon was. Doch ich glaube, das muß man
sich auch leisten können.

Vergess nicht: Qualität hat ihren Preis, was keinen Preis hat, hat auch keine Qualität!!!

Rechne einfach pro qm mit ca. 1500 Euro Baukosten incl. Grundstück. Wenn du natürlich ein Haus planst mit 200 qm Wohnfläche und 80 qm Ausbau kann ich dir mit meinen tipps auch nicht helfen.

gruss
winkel

PS: Jeder gesparte Euro beim Bau sind 2 Euro bei der Reparatur oder Renovierung. Aber das glaubt im vornherein sowieso keiner. Hauptsache viele qm besonders im Wohnzimmer und dann zu Aldi-Preisen.

Moin, Winkel!

Vergess nicht: Qualität hat ihren Preis, was keinen Preis hat,
hat auch keine Qualität!!!

Ist mir schon klar :smile:
Deswegen sagte ich ja, das ich beim Bau bestimmt nicht zu geizig sein werde.
Wenn ich allerdings sehe, das mir von den Architekten eine Mindestsumme von ca. 150 T€ nur für den Bau zuzüglich Grundstück und Nebenkosten genannt wurden und dagegen die Kosten für ein Fertighaus vergleichbarer Größe stelle, die sich nach den bisherigen Angeboten so zwischen 90 und 100 T€ bewegen, dann komme ich schon ins Grübeln.

Rechne einfach pro qm mit ca. 1500 Euro Baukosten incl.
Grundstück. Wenn du natürlich ein Haus planst mit 200 qm
Wohnfläche und 80 qm Ausbau kann ich dir mit meinen tipps auch
nicht helfen.

Nee, Nee. Wir planen lediglich ca. 120m² Wfl. Das reicht uns vollkommen aus. Ich hatte nicht vor, mir ein Schloß zu bauen *g*

PS: Jeder gesparte Euro beim Bau sind 2 Euro bei der Reparatur
oder Renovierung. Aber das glaubt im vornherein sowieso
keiner. Hauptsache viele qm besonders im Wohnzimmer und dann
zu Aldi-Preisen.

Ich bin zwar grundsätzlich nicht gegen Aldi, aber wenn es um mein Zuhause für den Rest meines Lebens geht, werde ich schon sehen, das ich nicht irgendwelchen Billigramsch kaufe.
Naja, ich werd mal schauen, wo wir dann am Ende hinrudern. Bis dahin werd ich sicher noch ein paar Mal hier was zum Besten geben :smile:

Danke, Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Moin!

Magst Du mir
vielleicht mal in etwa erzaehlen, mit was Ihr rechnet - vor
allem wuerde mich mal die Architektenhausnummer im Vergleich
zum Fertighaus interessieren… Wie gesagt: Hausnummern
wuerden mir reichen, je genauer die Infos natuerlich umso
lieber, aber ich wuerde auch nicht jedem, der fragt, meine
Finanzen aufs Auge druecken… Und wenn nicht hier, freu ich
mich auch ueber eine private Mail (Adresse steht ja oben…).

Also nach bisherigem Kenntnisstand sieht es für uns wohl so aus, das wir für ein Fertighaus mit ca. 120m² Wohnfläche mit ungefähr 90 bis 100 T€ rechnen müssen. Dazu kommen dann noch die Baunebenkosten, angefangen bei Keller bzw. Bodenplatte bis hin zu den Anschlußkosten. Und natürlich kommt oben drauf noch das Grundstück. Eine genaue Kalkulation haben wir noch nicht. Das hängt am Ende wohl nicht unwesentlich auch davon ab, was wir letztlich machen lassen und was wir selbst übernehmen.
Von den von uns befragten Architekten wurden allein für ein Haus vergleichbarer Größe mindestens 150 T€ aufgerufen. Insofern ist der Unterschied schon erheblich, wie ich finde.

Ich wuerd mich freuen, wenn Du Dich meldest…

Hab ich ja nun gemacht :smile:
Was genaueres kann ich noch nicht sagen, ich werd allerdings wohl noch öfter zu dem Thema hier posten. Schau einfach ab und an rein, wenn ich genaueres weiß, schreib ich´s sicher hier.

Gruß vom

Dicken MD.

Moin!

also selber hab ich einen ca. einhundert Jahre alten Bauernhof
gekauft und aufgemöbelt, daher kann ich persönlich wenig zur
Qualtität von Fertighäusern sagen, aber meine Erfahrung ist,
daß Bauhandwerkern immer auf die Finger geschaut werden
muß, leider. Selbst Leute, die was auf dem Kasten haben
(längst nicht alle!) huddeln gerne, wenn keiner hinschaut.

Das hab ich schon öfter gehört :smile:
Allerdings fällt für uns wohl der Kauf eines Sanierungsobjektes aus. Ich hab schlicht nicht die Nerven und die Zeit für sowas. Auch wenn ich es eigentlich schön finde :smile:

Bei meinem Anbau und dem neuen Dachstuhl hab ich mir Ferien
genommen und war ständig dabei, dann ging alles tadellos,
zumal ich bei Problemchen stets ansprechbar war, was auch sehr
wertvoll war.

Sicher werd ich während der Bauzeit auch viel anwesend sein. Ich muß einfach sehen, wie ich das dann auf die Reihe bringe. Aber mit der Unterstützung durch die Familie wird es schon passen.

Fazit:
Wenn eine Person Deines Vertrauens regelmäßig (muß nicht immer
da sein) anwesend ist, läuft vieles besser und reibungsärmer.

Davon gehe ich auch aus. Und wie ich schon schrob, meine Eltern wohnen ein paar Häuser weiter. Das macht einiges einfacher :smile:

Danke, Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Moin!

vor kurzem war ein Bericht im Fernsehen über Häuslebauer, da
wurde auch gezeigt wie ein Fertighaus (Ausbauhaus) in einem
einzigen Tag (!) aufgestellt wurde, inklusive Dachdecken.

Sowas hab ich auch schon gehört. Ich weiß allerdings nicht so recht, was ich davon halten soll. Ich denke, da wird vieles anders dargestellt, als es in der Realität dann ist. Letztlich gibt es bei solchen Berichten irgendwie nie irgendwelche Probleme. Und als geborener Pessimist halte ich das eher für unrealistisch :smile:

Das Haus in der Reportage war von der Firma Massa (Alzey,
Rheinland-Pfalz), kostete 50.000 Euro und hatte 120 qm. War
ein nettes Häuschen, ganz einfach und gerade, so der Typ
Siedlungshaus mit spitzem Giebel. Der Bautrupp baut wohl 100
Häuser im Jahr auf und man sah auch im Film daß da jeder
Handgriff saß.

Nun Ja, der Preis von 50 T€ ist wohl eher der reine Preis für den Bausatz ohne jegliche Arbeitsleistung. Realistisch sind wohl eher 100 T€. Es bringt mir ja nix, wenn man mir die Steine auf der Baustelle ablädt und mir dann viel Spaß wünscht. Ein fertig gebautes Haus für 50 T€ ist wohl eher ein Gerücht als die reine Wahrheit *g*

Allein für die Bodenplatte werden wohl locker 10 Scheine fällig, da werden die 50 T€ immer unrealistischer :smile:

Danke, Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Moin, Wolfgang!

… wahrscheinlich sogar als Ausbauhaus.

Nach dieser Bemerkung und einem Blick in Deine Vika kommen mir
folgende Gedanken: Wenn Du an ein Ausbauhaus denkst, wirst Du
nicht gerade 2 linke Hände haben.

Nun ja, ich bin zwar nicht der geborene Handwerker, aber ein wenig Geschick bringe ich wohl mit. Ich weiß relativ genau, was ich selbst machen kann und wo es aufhört.

Und Du lebst im wilden
Osten. Dort bekommst Du Gebrauchtimmobilien für Preise, für
die man bei einem neuen Haus nicht einmal den Keller bauen
kann. Will man eine zeitgemäße, dauerhafte Lösung haben, sind
noch erhebliche Investitionen fällig. Es wird unter dem Strich
nicht billiger als der Neubau. Aber: Für den Preis eines
Fertighauses hast Du ein massives Haus und keine
Leichtbauweise. Das ist einer der Punkte, die mich an
Fertighäusern stören.

Weißt Du, Wolfgang, wir haben uns diverse Gebrauchtimmobilien angesehen. Sicher hast Du zum Teil nicht unrecht, was die Preise angeht. Obwohl ich sagen muß, das die Preise in McPomm etwas anders aussehen als im Umland von Berlin. Ein Freund von uns (meine halbe Familie lebt in McPomm, ich bin ja auch von da *g*) hat sich in der Nähe von Neubrandenburg einen Bauernhof gekauft und lediglich läppische 30 T€ hingelegt. Dafür bekomme ich im Berliner Umland nicht mal ein vernünftiges Grundstück in akzeptabler Lage.
Für uns gibt es ein paar Punkte, die von hoher Bedeutung sind.
Erstens sind wir bei der Auswahl der Gemeinde recht festgelegt. Das hat damit zu tun, das halt meine Eltern dort leben und es ungemein praktisch ist, wenn man in der Nähe bei Bedarf mal einen Babysitter hat. Dazu kommt, das die von uns favorisierte Gemeinde auch sonst alles bietet, was wir brauchen. Ich bin relativ schnell in der Berliner Innenstadt, wo ich ja weiterhin meine Brötchen verdiene. Und das sogar mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich wäre also nicht auf´s Autop angewiesen, auch wenn ich sicher nicht auf mein Auto verzichten würde.
Dazu kommt, das in der Gemeinde alle wichtigen Infrastrukturellen Voraussetzungen für uns gegeben wären, angefangen bei einer Kita über Schulen bis hin zu Ärzten, Apotheken und Einkaufsmöglichkeiten.
Trotz allem würden wir sehr ruhig leben können, im Grünen halt :smile:

Was die Entscheidung für ein Fertighaus angeht, hat das natürlich andere Ursachen. Wir können uns einfach nicht leisten, eine halbe Ewigkeit auf einer Baustelle zu leben. Letztlich haben wir zwei Säuglinge im Haus. Oberste Priorität hat also die schnellstmögliche Bezugsfertigkeit.
Dazu kommt, das ich zwar handwerklich nicht ganz unbegabt bin, ich aber neben meinem Job einfach nur einen begrenzten Zeitrahmen zur Verfügung habe. Ich weiß recht gut, wie lange ich für die von mir aus möglichen Arbeiten brauche.
An einem Sanierungsobjekt müßte ich einfach zu lange rumwerkeln. Das ist nicht wirklich mein Ding *g*
Soweit mir bekannt ist, werden inzwischen auch Fertighäuser massiv angeboten. Obwohl ich nicht wirklich Probleme mit der von Dir angesprochenen Leichtbauweise habe. Wo liegt denn (mal abgesehen vom Wiederverkaufswert) der große Nachteil? In Punkto Wärmedämmung sind die Unterschiede doch inzwischen nur noch marginal. Und sonst? Kannst Du mir da noch mehr zu sagen?

Es gibt auch Nachteile: Man hat nicht die
Kalkulationssicherheit der Kosten wie beim Neubau und
sachkundige Bauaufsicht bei jedem Detail ist unverzichtbar.
Wenn ich mir das Lohnniveau im Osten ansehe, kann man gerne
viele Dinge speziell anfertigen lassen und ist nicht auf
08/15-Fabrikware angewiesen. Meisterstunde (nicht etwa als
Schwarzarbeit) für 21 Euro - da geht doch plötzlich alles!

Mönsch, ist in McPomm inzwischen die Meisterstunde echt so billig??? Das haut mich jetzt echt vom Hocker. Hier im Berliner Umland sieht es da doch deutlich anders aus. Ich habe einige Bekannte, die selbstständig als Handwerker arbeiten (und die mir sicher beim Bau etwas Hilfestellung bieten werden *g*). Aber keiner von denen würde für 21€/h auch nur die Augen öffnen, geschweige denn den Hintern hoch bewegen. Unter 50€/h spielt sich hier so gut wie nix ab.
Offensichtlich ist es im Rest von Neufünfland doch wesentlich preiswerter als hier rund um Berlin. Mal sehen, eventuell kann ich mir das ja zu Nutze machen, indem ich Firmen ran hole, die von etwas weiter weg kommen. Obwohl ich dann bestimmt mit Unterbringungs- oder Wegekosten auf die gleiche Summe komme. Wäre aber eine Prüfung wert.

Danke, Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Wo liegt denn (mal
abgesehen vom Wiederverkaufswert) der große Nachteil? In
Punkto Wärmedämmung sind die Unterschiede doch inzwischen nur
noch marginal. Und sonst? Kannst Du mir da noch mehr zu sagen?

Hallo!

Hinsichtlich Wärmedämmung gibts mit der Leichtbauweise keinerlei Probleme. Moderne Fertighäuser übertreffen sogar den Niedrigenergie-Standard. Nach meiner Meinung haben aber alle einschlägigen Normen einen Webfehler: Die Betrachtung allein der Wärmedämmung ist nur die halbe Wahrheit. Man braucht neben ordentlicher Dämmung auch austeichende Wärmekapazität, aber die ist in den Normen m. W. mit keinem Wort erwähnt. So kommt es, daß bestens isolierte Leichtbauhäuser nach dem Lüften sofort ausgekühlt sind und auch von der Sonneneinstrahlung kaum profitieren. Aber es gibt keine Normen dafür und deshalb meinen viele Leute, Dämmung allein bringts. Insgesamt hat man es dabei mit einem komplexen Thema zu tun, wo mit geradezu missionarischem Eifer nicht haltbare und jeder Erfahrung wiedersprechende Meinungen vertreten werden.

Einen weiteren Nachteil von Leichtbauweise sehe ich in der mäßigen Belastbarkeit der Wände. Was immer man befestigen möchte und schwerer ist als ein Bilderrahmen, erfordert einigen Aufwand.

Nach Deiner Schilderung halte ich ein Fertighaus trotzdem für eine vernünftige Lösung. Die Sache ist vor allen Dingen zeitlich und finanziell genau planbar.

Ansonsten hast Du natürlich Recht: Sobald Du darauf angewiesen bist, im Dunstkreis Berlins zu leben, werden Grundstücke und Gebrauchtimmobilien vergleichsweise teuer. Meine Verhältnisse kann man nicht auf eine Familie mit Kleinkindern übertragen. Ich wohne wirklich in der Pampa, wo es rein nichts gibt.

Gruß
Wolfgang

Hi dicker,

nur um dem Architekten ne Chance zu geben:Wenn ich allerdings sehe, das mir von den Architekten eine

Mindestsumme von ca. 150 T€ nur für den Bau zuzüglich
Grundstück und Nebenkosten genannt wurden und dagegen die
Kosten für ein Fertighaus vergleichbarer Größe stelle, die
sich nach den bisherigen Angeboten so zwischen 90 und 100 T€
bewegen, dann komme ich schon ins Grübeln.

Weißt du was ein Keller kostet? Faustregel ist 30% der Bausumme, also zum Preis Fertighaus nochmal ca. 40 TEuro dazu ergibt:

140 TEuro.

merkste was!

gruss
winkel