So fleißig wie Dicker, der eine 2,5 m hohe Hecke schneiden möchte, bin ich nicht. Trotzdem möchte ich einen Streifen zuwachsen lassen und das soll nicht erst dicht sein, wenn ich mit dem Kopf wackele. Es sollen am besten einheimische Pflanzen sein, die viel Bodenfeuchtigkeit vertragen (und die ich mir nötigenfalls aus dem Wald holen kann, schließlich bin ich nicht nur faul, sondern auch noch geizig).
Eine klassische Hecke, die ich jedes Jahr mit der Schere schnurgerade … nee, viel zu viel Akt und irgendwie auch zu langweilig. Der bepflanzte Streifen kann zwischen 2 und 4 m breit sein. Am liebsten möchte ich nach der Pflanzung nichts mehr dran machen müssen. Eibe kommt nicht in Frage, weil dort Pferde herumlaufen könnten. Es darf gerne ein buntes Biotop mit einheimischen Pflanzen unterschiedlicher Art und Höhe werden.
Vielleicht kennt jemand unter den zahllosen Gartenbüchern einen empfehlenswerten Titel, der bei Gestaltung und Pflanzenauswahl helfen kann.
als erstes würde ich mal Schwarzen Holunder setzen. Der wächst fast überall, kommt schnell hoch, blüht stark duftend und die Beeren geben tollen Saft und Wein. Es wird natürlich keine schöne Hecke. Wenn es aber „nur“ darum geht, den 2-4 m breiten Streifen dicht zu machen, ist das wohl OK. Um das Ganze dann noch aufzuwerten könnte man dann noch Schlehe und Brombeere dazwischensetzen (wieder tolle Säfte und Weine). Wenn in der Mitte des Streifens dann noch Platz für ein kleines Bäumchen ist, dann passt vielleicht noch eine Vogelbeere (Eberesche) rein. Davon gibt es inzwischen Sorten ohne Bitterstoffe, die geben dann tollen Saft und Wein.
Prost!
Manfred
PS.: Ich habe keine Anhung von Pferden, ich hoffe aber, dass die den Holunder nicht platt machen - bzw. umgekehrt…
Guter Vorschlag, Greifswalder, bis auf den Holunder - aber der kommt mit Sicherheit so wie die Brombeeren von selbst
Wildhecke ist nach meiner Meinung immer erste Wahl. Die Formhecke ist ja nur ein Zugeständnis an begrenzte Platzverhältnisse und an den Ordnungssinn des gemeinen Deutschen.
Hasel, Wildkirsche, Schwarzdorn, Weide usw. geben eine tolle Wallhecke. Ab und zu mal mit der Kettensäge den ärgsten Wildwuchs beseitigen. (Füllt Wolfgangs Brennstoffvorrat wieder auf
PS.: Ich habe keine Anhung von Pferden, ich hoffe aber, dass
die den Holunder nicht platt machen - bzw. umgekehrt…
Pferde machen alles platt, verwandeln jede Wiese in Morast auf dem kein Grashalm mehr wächst. Da muß man den Untergrund schon mit Kies befestigen und gut drainieren, sonst stehen die nach einem halben Jahr bis zu den Fesseln im Modder. (Ist natürlich auch von der Größe der Koppel und der Anzahl der Tiere abhängig.) Von der Umgebungsbepflanzung kann man sie ja mit einem Weidezaun weghalten (sollte man wirklich tun, denn sonst bleibt von der Wildhecke auch nicht mehr viel übrig - Die Zossen langweilen sich nämlich!)
Ich kann das schön beobachten, weil bei uns umme Ecke ein Mietstall mit ca 80 Rössern betrieben wird.
Ich habe selbst eine auf meinem Grundstück gepflanzt, habe zur Zeit auch Pferde darauf stehen (verpachtet). Verträgt sich gut miteinander, die Heckenanlage war erst ein Jahr alt als die Pferde dazukamen und sie haben sie in Ruhe gelassen. Liegt einerseits an der Anlge der Hecke selbst, anderseits sicher auch daran, dass die Pferde genügend Platz (6 Pferde auf 1/2 ha)haben, 3 Koppeln werden regelmäßig durchgewechselt und btw. mein Pächter mäht und pflegt so sorgfältig, dass trotz Pferden die Grasnarbe dicker und robuster geworden ist (vorher wars landwirtschaftlich genutzte Wiese) - von wegen Morast.
Ich hatte kaum Zeit, die Hecke nach der Pflanzung noch irgendwie zu pflegen und erst vor wenigen Tagen hat mich jemand gefragt, woher denn die tolle Hecke auf einmal käme, da wäre doch sonst ein „Holzverhau“ gestanden - die Grund-Anlage der Hecke ist nicht sehr dekorativ , aber nach nunmehr 4 Jahren siehts klasse aus.
Habe noch einen Link über Hecken, in dem auch nochmal die Benjes-Hecke beschrieben wird: http://www.uvm.baden-wuerttemberg.de/nafaweb/bericht…