Hallo,
egal wie das Ding nun heißt, Reichstag, Pearl Harbour, WTC oder wie auch immer. Es ist nicht mehr seltsam, daß in wirtschaftlich engen Zeiten solcherlei „Umordnungen“ passieren - nein, es ist an der Tagesordnung. Es ist System:
Hier haben wir, wie in einer Nussschale, die Grundzüge des großen Spiels.
Schritt 1: Knüpfe die Kreditvergabe durch IWF/Weltbank an maximale „Privatisierung“ öffentlichen Besitzes, besteche die Verantwortlichen und bringe die Schlüsselindustrie unter Kontrolle.
Schritt 2: Verordne zum Zwecke der Konsolidierung Haushaltskürzungen, Sparmaßnahmen, Abbau des Sozialsystems etc., um die Bedienung der Kredite aufrechtzuerhalten. Nimm dabei den starken Niedergang der Inlandsproduktion, Bevölkerungsaufstände und Kapitalflucht in Kauf.
Schritt 3: Ist die Wirtschaft weitgehend zerstört und das Land zu einer Eigenversorgung nicht mehr in der Lage, öffne die Zollgrenzen für fremde Produkte und nimm für Lebensnotwendiges (wie Medikamente) horrende Preise und Zinsen.
Schritt 4: Installiere eine militarisierte Firmen-Regierung, die fortan die Geschäfte der „Kolonie“ wieder gewinnbringend betreibt und mögliche Sklavenaufstände im Keim erstickt.
Die Überschrift „Conspiracy“ für diese globalisierte Form des Welthandels scheint unangemessen; sie geschieht, abgesehen von konspirativen „agreements of understanding“, wie sie Greg Palast in die Hände kamen, weitgehend offen und unter aller Augen. Mit Mullah Omar und seiner Taliban-Regierung wurde bis August 2001 über die Pipeline durch Afghanistan verhandelt. Ihr o.k. zu den amerikanischen Konditionen hätte ihnen einen „Teppich voller Gold“ (sprich: neue IWF/Weltbank-Kredite) eingebracht, ihr Nein - und ihr offenbares Desinteresse an einem Zubrot auf einem diskreten Konto - brachte ihnen dann den vom US-Verhandlungsführer angedrohten „Teppich von Bomben“. Und mittlerweile, mit einem ehemaligen Unocal-Berater als Präsidenten Afghanistans, auch ein „corporate government“ bzw., um mit dem Titel von Palasts letzte Woche erschienenem Buch zu sprechen: „Best democracy money can buy“.
Quelle: http://www.heise.de/tp/deutsch/special/wtc/12152/1.html
Und warum geht es uns nun so?
Ganz normal. Dieses Währungssystem macht nicht reich, es schafft Abhängigkeiten. Und diese lassen sich am besten kontrollieren, wenn man richtig preßt. Es ist nur eine frage der Zeit, dann ist auch der US-Teilstaat BRD mit seiner „Bundesbank“, einer tatsächlich privaten Bank wie sie auch die FED ist, am Ende.
Ich hatte mich in der letzten Woche köstlich über die braunen Spinner der KRR amüsieren dürfen (http://www.der-reichskanzler.de). Allerdings gab mir ein Punkt zu denken: Warum haben wir seit der wiedervereinigung keine Nationalversammlung laut §146 GG einberufen, um über eine deutsche Verfassung zu beraten, die uns unsere Sou´veränität wiedergibt?? Es gibt anscheinend tatsächlich keinen Friedensvertrag mit den Besatzungsmächten und das GG ist definitiv nicht mehr legitim!
Die Chance zu einer Veränderung ist da, sie muß aber ziemlich radikal werden (ich plädiere für ein zinsloses währungssystem - aus gutem Grund, denn das kann fast nicht gesteuert werden. Punkt zwei ist eine Demokratie mit schonungsloser Revision!! - das nur als Anregung, vielleicht fällt jemand was besseres ein) oder ist zwecklos. Wenn wir sie nicht nurtzen, sacken wir in den mittelalterlichsten Kapitalismus zurück, den es hier je gab (weit weg davon sind wir ja nicht mehr)
Frank