Guten Tag allerseits,
Ich hatte vor 2 Wochen hier mit der ersten Frage gepostet (siehe Posting Karina vom 16.1., Stichwort Bauschaden am MFH) und danke allen Antwortern für ihre Beiträge. Die haben nämlich dazu geführt, dass ich zunächst stillschweigend vom dem Projekt Kauf Abstand genommen und weitergesucht habe.
Der Makler wollte sich in der Zwischenzeit auf die Suche nach Unterlagen über die Sache machen. Es ging ja um die Risse in der Fassade. Nach längerer Stille hat er eben angerufen. Es scheint, als hätte sich der (zugegebenermassen nur oberflächlich drüberschauende) Gutachter in seiner Vermutung geirrt. (@ Wolfgang: er war nicht damit beauftrag ein Gutachten anzufertigen, er sollte sich nur kurz einen optischen Überblick verschaffen, mehr sollte er nicht. Die Gründe hatte ich im vorherigen Posting ja schon erklärt.)
Jedenfalls hat der Makler sich von der langjährigen Vorsitzenden der WEG die Protokolle der letzten 17 Jahre geben lassen - so lange sie eben dort wohnt. Nichts wurde erwähnt, und es wurde augenscheinlich auch nichts unternommen. Die Dame wohnt eben diese 17 Jahre schon da und sagt, der Riss wäre bereits bei ihrem Einzug da gewesen. Das deckt sich mit der Aussage der Tochter „meiner“ Verkäuferin, die vor 20 Jahren aus der elterlichen Wohnung auszog und der Riss war damals auch schon da.
Meine Frage, nach der langen Vorrede (sorry), ist nun: kann ich’s, soll ich’s wagen? Wenn nach so langer Zeit nichts passiert ist, kommt wohl auch höchstwahrscheinlich nichts mehr nach. Ich rede auch noch mal mit meinem Architekten. Ansonsten passte ja alles an der Wohnung, daher fällt es mir schwer, mich davon abzuwenden. Mein Plan wäre entsprechend zu verhandeln, und dann in der Eigentümerversammlung einen Antrag entweder auf Untersuchung oder eben auf Verputzen und Streichen zu stellen.
Ich danke Euch schon mal im Voraus und wappne mich gegen eventuelle Vorwürfe der Naivität und Unbelehrbarkeit 
Karina