Hallo Sancho,
ich habe ein paar alte Fotos, die nur als Abzüge existieren.
Da hab ich gedacht, ich scanne sie ein - nur leider ist der
Scanner zu gut, man sieht da jeden Kratzer, Staubkorn u.Ä.
drauf.
Tja, manches Mal ist das auch „schlecht“, gelle?
Das wichtigste dabei ist, dass Du Dir klar machst, wofür Du die Bilder brauchst. (Internet? Zuhause auf dem Drucker ausgeben? Für die Repro in einer Druckerei?) - Du findest dort…
http://www.lrz-muenchen.de/services/peripherie/scant…
…eine tolle Anleitung. (BTW bin ich selbst durch einen anderen w-w-w-Artikel darauf gekommen.)
Womit und vor allem wie kann ich die Bilder retouchieren? Kann
mir jemand eine anfängerfeste Anleitung geben?
Die „anfängerfeste“ Anleitung gibt’s wohl so nicht. Dann bist Du nämlich schon mitten in der Materie drin. Aber folgende Info von Dir würde uns weiterhelfen zu helfen:
- Hast Du Dich bereits auf ein Fotobearbeitungsprogramm festgelegt? Welches? (Für die bekannten findest Du garantiert Online-Tutorials!)
- Womit scannst Du ein?
- Vielleicht kannst Du so x den ersten Testscan ein wenig erläutern…
Meine persönlichen Tipps zur Vorgehensweise:
a) Wenn Du noch nicht weisst, wofür genau
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Bilder maximal mit der physikalischen Auflösung einscannen (nicht interpoliert auf utopische Werte; realistisch sind maximal 600 dpi – sofern Du über einen schnellen Rechner und genügend Speicherplatz verfügst! Empfehlung: zwischen 150 und 300 dpi/ppi.)
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Speichern der Quelldatei im Format TIFF (TrueColor), entweder: unkomprimiert, wenn Du den Datenaustausch mit anderen Systemen wie Mac/Linux usw. benötigst, oder: LZW-komprimiert. Das TIFF-Format speichert ohne Kompressionsverluste, was bedeutet, dass Du immer wieder auf die „Original-Qualität“ bzw. den Original-Scan zurückgreifen kannst. Empfiehlt sich zur Archivierung der „Rohbilder“.
b) Anwendungsspezifisch ./. Universell
- Für das Weiterverarbeiten lege ich z.B. eine Kopie des Original-Scans an, speichere dann im speziellen Format der Anwendung oder im Zielformat, meistens JPEG (Internet-Grafiken) mit einer moderaten Komprimierung von 97% bis runter zu 75% (Vorsicht: Qualitätsverlust!). Grafiken für Bildschirm und Internet brauchen BTW nur eine Auflösung von 72ppi bzw. 96 ppi – mehr gibt der Bildschirm nicht her.
c) Das Retouchieren an sich
Dafür stehen zahlreiche Tools in den Fotoprogrammen zur Verfügung… Meist auch mit sog. Tutorials (Einweisung/Anleitung).
Um Risse und Kratzer zu entfernen verwende ich meist das „Klonen“. Das Werkzeug hat eine Art „Doppel-Cursor“: den Quell- und den Zielbereich. Es werden Pixel, die sich neben dem Bereich des Kratzers befinden einfach über den Kratzer „kopiert“. Auch da gibt’s verschiedene Einstellungen (normal-überlagernd, gestreut-überlagernd usw.). Ausserdem kannst Du die Transparenz (bzw. Opakizität = zu Deutsch etwa: „Blickdichte“), Grösse und Form des Cursors, das „Verwischen von Farben“, die Konturierung (Anti-Alias) usw. einstellen; so lässt sich ziemlich weich und aus verschiedenen Klon-Bereichen ein Fehler weg-machen.
Du kannst auch mit Hilfe von Masken-Werkzeugen Bereiche auswählen und kopieren. (Maskieren > in Objekt umwandeln > Objekt über den Fehler kopieren)
Ich glaube, das reicht jetzt mal dicke für den Anfang.
Bei Fragen bitte Posting oder Mail…
CU DannyFox64