Hallo, ich muß noch mal nachlegen, denn ich scheine mich weiter unten ein wenig mißverständlich ausgedrückt zu haben.
Einer meiner Opas ist vor ca. 45 Jahren gestorben, in diesem Friedhof 25 Jahre gelegen, und ich hatte damals (neue Firma aufgebaut, Tag und Nacht gearbeitet), wahrlich anderes zu tun, als solche Termine zu verfolgen. Langer Rede kurzer Sinn: Auf einmal war das Grab weg, immer noch, ohne daß ich das eigentlich richtig gemerkt hätte.
Jetzt, noch einen Schlag älter, beschäftige ich mich ein wenig mit Herkunft und Stammbaum, mit Familiengeschichte und ein wenig mit Nostalgie… Und da ist das Grab nicht mehr da. Aus fertig.
Jeder Mensch hat zwei Großväetr, ich auch. Der zweite ist schon in den 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts gestorben, in Ungarn beerdigt worden, und jeder hat mir in den letzten Jahren gesagt, das Grab gibt es nicht mehr. Klar doch, wie auch. Ich bin trotzdem hingefahren, habe gesucht, und das Grab (wohl Dank k&k laissez faire, Dank kommunistischem „geht uns doch nichts an“, vielleicht auch Dank einfach einer freundlicheren Grundeinstellung) das Grab ist noch da. Mit einer zu herzen gehenden Inschrift. Und das Grab meiner Großmutter ist auch noch da (dort), und das von einem meiner Urgroßeltern auch. Ich weiß nicht, ob mich jemand verstehen kann: Ich habe feuchte Augen gekriegt.
Und jetzt noch mal die Farge: 25 Jahre sind keine Zeit, Gräber schon nach dieser Zeit „abzuräumen“, dieser Ausdruck ist gerechtfertigt und trifft m.E. den Sachverhalt präzise, ist, ich weiß gar nicht, wie ich sagen soll…
Wem tut man denn was, wenn man die einfach liegen läßt?
Und jetzt noch eine Bemerkung, denn das scheint wirklich von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich zu sein: In dieser (deutschen) Gemeinde wird nach 25 Jahren abgeräumt, es sei denn, man „kauft zu“, was nur geht, wenn man sagt, man wolle mal selber dort drin liegen. Was hat das denn miteinander zu tun?
(Ist in realiter noch ein wenig komplizierter: Kathole auf evangelischem Friedhof…, nur geduldet)
Antal