Zum 01.10.04 werde ich arbeitslos. Da ich nach Abschluß meines Studiums nur 9 Monate als Arzt im Praktikum beschäftigt war, habe ich keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld und somit über das Arbeitsamt auch keine Krankenversicherung.
Ich lebe derzeit bei meinen Eltern, so daß ich wohl auch kaum Unterstützung vom Sozialamt erhalten kann. Bisher war ich (da als AiP von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreit) privat krankenversichert. Nach meinen Informationen ist gegenwärtig die Wiederaufnahme in eine gesetztliche Krankenkasse nicht möglich. Somit muß ich weiterhin privat krankenversichert sein. Trägt das Sozialamt wenigstens die Kosten dieser Krankenversicherung oder müssem meine Eltern, die mich schon während meines gesamten Studiums unterstützt haben, auch noch diese Kosten tragen, sofern ich keinen Job finde ? Wäre für eine kompetente Auskunft sehr dankbar.
wenn du Arzt bist, dann greife zum Ärzteblatt und rufe die nächstbeste Telefonnummer an, die du im Stellenteil findest. ZACKBUMM hast du einen Job. Dann löst sich auch das Problem mit der Krankenversicherung.
Gruß
Der Häuserprofi
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Du brauchst eine verdammt gute Begründung, um auch nur einen Cent vom Sozialamt zu bekommen, weil es überall offene Stellen für AiPler und Assistenzärzte gibt. Auf Anhieb fördert Google einige tausend Angebote zutage, z. B. diese: http://www.med3.de/job-aip1.html. Du hast es nicht nötig, auch nur einen einzigen Tag arbeitslos zu sein. Wenn Du Dich nicht selbst darum kümmerst, weisen Dir die überall eingerichteten gemeinsamen Anlaufstellen von Sozialämtern und Arbeitsagentur schneller eine Stelle nach, als Du gucken kannst. Einige Kliniken werben schon junge Ärzte aus Osteuropa an, weil der hiesige Markt leergefegt ist.
Frage: Wenn ich arbeitslos bin, wie kann ich mich da krankenversichern?
Antwort: Geh arbeiten, dann bist du nicht arbeitslos. Eine wirklich sehr brauchbare Antwort und vor allem so nah am Thema…
Es gibt wirklich Leute, die einmal eine Zeit lang arbeitslos sind und trotzdem keine Sozialschmarotzer! Und es gibt auch genügend Ärzte und sonstige Akademiker, die nicht sofort einen Job bekommen! Selbst wenn die Arbeitslosigkeit nur einen Monat dauert, wäre es doch gut wenn man da krankenversichert wäre oder nicht?
Gruß
Tom, der noch nie die Arbeitslosenversicherung oder Sozialhilfe in Anspruch genommen hat…
Und es gibt auch genügend :Ärzte und sonstige :Akademiker, die nicht sofort :einen Job bekommen!
In etlichen Berufen liegt der Arbeitsmarkt dem Bewerber förmlich zu Füßen. Es gibt einfach keine Leute. AiPler und Assistenzärzte sind solche „Mangelware“. Natürlich will kaum jemand die erstbeste Stelle annehmen. Das aber ist dann kein Fall mehr fürs Sozialamt. Die Begründung, daß die Eltern bereits während des Studiums Unterstützung leisteten, zeugt allenfalls von deren Leistungsfähigkeit, aber nicht vom Zwang, unbedingt das letzte Notnetz in Anspruch nehmen zu müssen, zumal der Fragesteller noch im Haushalt der Eltern lebt.