Hallo Wolfgang
Lieben Dank für deine klare Antwort.
ich habe letzlich auch keine Logik dahinter erkennen, aber die Generalunternehmer bestehen darauf.
Ich würde gerne auf deine Fragen bzw. Gedanken antworten.
Für einen Außenstehenden wie mich ist das Problem nicht
erkennbar. Die beiden Einzelunternehmer werden ja wohl nicht
unterhalb üblicher Tariflöhne selbständig arbeiten wollen und
sicherlich auch nicht ohne Krankenversicherung und BG.
(Hier soll es um den Verdacht der Schwarzarbeit gehen)
Wennman schon - entschuldige bitte die deutliche Ausdrucksweise -
den Arsch macht und als Subbi vom ursprünglichen Auftraggeber
abgekoppelt ist und sich einem einzigen anderen Unternehmen
auf Gedeih und Verderb ausliefert, dann muß sich die
Beschäftigung wenigstens lohnen und darf nicht an ein paar
Euro fünfzig hängen.
Was passiert, wenn einer der beiden Leute der GbR krank wird
und Ersatz eingestellt werden muß? Worüber denkt man überhaupt
noch nach, wenn nicht einmal genug übrig ist, um einen mit
allem Drum und Dran versicherten Mitarbeiter bezahlen zu
können?
(Der Mitarbeiter muss auch bezahlt werden, wenn keine
Aufträge da sind)
Die ganze Kiste säuft vorhersehbar beim ersten
Windstoß ab, wenn man auf Klimmzüge angewiesen ist, um
Versicherungspflichten und Tariflöhne zu umgehen.
Es geht nur in dem speziellen Fall darum, dass dieser spezielle Mitarbeiter Wert dauf legt als Selbständiger zu arbeiten, aus irgendwelchen Gründen will er sich nicht anstellen lassen
Aber vielleicht verstehe ich das Problem der
Subunternehmerszene in der Bauwirtschaft nur nicht. Warum
kommt überhaupt jemand auf die seltsame Idee, Subunternehmer
zu werden, statt eigene Aufträge zu akquirieren und wirklich
sein eigener Chef zu sein?
Natürlich würden auch eigene Aufträge aquiriert. Aber im Winter ist wäre das nicht so leicht.
Subunternehmer, wie es sie z. B. im
Trockenbau und bei Kurierdiensten gibt, sind letztlich
schlechter dran als Angestellte. Warum das alles?
Es bleibt unterm Strich immer noch mehr von Geld übrig, nach Steuern, als wenn man einen mickrigen Stundenlohn erhält.
Es würde mich freuen wenn du mir nochmal antwortest,
Liebe Grüße
Bastett