hallo conny,
so dringend kann es ja dann doch nicht sein, wenn du so lange warten konntest bis du auf die antworten eingehst meine ich mal.
das mal vorweg und nur so als statement.
du bittest um hilfe - soweit so gut - aber man kann dem mann nicht helfen wenn er sich nicht helfen lassen will und ihn auch nicht dazu
zwingen zu erkennen was mit ihm los ist und welche auswirkungen es auf
seine umwelt hat.
meine antwort ist lang, kürzer gings nicht leider.
meiner ansicht nach geht es also erstmal darum, dass das umfeld sich anders als zuvor verhält - die frage ist nur - ob das umfeld sich da absprechen kann und will und sich des weiteren dann auch konsequent an die abmachungen hält.
denn solange der mann erfolgreich seine umwelt belasten kann wird er es tun - niemand bremst ihn, niemand verweigert sich, bequemer gehts für ihn in seiner verfassung oder krise oder wie mans nun nennen mag oder kann gar nicht.
klar auch, wenn man sich nun abspricht und das umfeld sich anders als zuvor verhält, darf man nicht glauben, nun wird alles anders und schon gar nicht sofort. der erkenntnissprozess dauert so lange wie er dauert.
aber ein weiterer vorteil des umfeldes wäre durch verändertes verhalten sich nicht mehr so verantwortlich zu fühlen einerseits und andererseits im laufe der zeit auch weniger mit dem jammern konfrontiert zu werden - beides entlastend.
doch erstmal wird er zetern und theater machen weil sein umfeld sich erlaubt nicht mehr auf ihn so zu reagieren wie er es erwartet und genau darum geht es - er kann nur sein problem erkennen wenn er damit auch allein bleibt und es nach aussen ins leere verpufft - zumindest denke ich so. - das der eine oder andere ein schlechtes gewissen haben wird oder sonstige gefühle, ist klar - das aber auszuhalten und dennoch nicht mehr wie üblich für seine attacken als statisten rumzustehen, wäre meiner meinung nach das einzige was erstmal hilft und ggfs. im laufe der zeit einen erkenntnisprozess nach sich zieht.
meiner vorstellung nach müsste man eine liste machen mit den bekannten dingen die da so von ihm kommen könnte und dann sollte sich das umfeld zusammensetzen und diese dinge ohne ihn ansprechen und auch mal drüber reden wie es jedem einzelnen damit geht jeweils. (das hilft zwar nicht dem vater, aber dem umfeld - wenn jeder weiss was für die anderen wie schwer ist, kann man auch unterstützen)
dann gehts um die abmachung:
das könnte z.b so aussehen -
wenn er meckert, wird das gesagte ignoriert - niemand geht darauf ein.
wenn er schreit, ebenfalls etc.
wenn er darüber diskutieren will wieso nun alle anders reagieren -
könnte der stärkste und wortgewandteste des umfeldes ihm mitteilen dass alle der meinung sind er habe sich verändert und es ginge ihm nicht gut.
da er aber keine hilfe will, habe man beschlossen sich nicht mehr tyrannisieren zu lassen. das bedeutet, man würde seine anfälle ignorieren.
klar wird er total ausflippen… aber da muss man durch!!!
auch klar, jeder der sich nicht an die regeln hält, schadet, denn jedes mal wenn er doch erfolg hat, wird sich die zeit noch mehr dehnen bis sich etwas verändert - von erkenntnissen mal ganz zu schweigen.
die frage ist, ob das umfeld soviel zusammenhalt auf die reihe bekommt…
die möglichkeiten der einflussnahme sind aber nunmal sehr begrenzt und
ich sehe keine alternative ausser es zu lassen wie es ist und zu hoffen, der erkenntnisstein fällt ihm irgendwann auf den kopf oder bekommt einen kollaps.
klar sollte man auch besprechen wie lange man das durchzieht und was man macht wenn sich nichts ändert - dann müsste man z.b überlegen in solchen sit. geschlossen den raum zu verlassen - wortlos - mit einereinmaligen ankündigung und dann aber konsequent.
gut wäre wohl auch eine einmalige begründung - seine veränderung, die belastung des umfeldes und die nichthaltbarkeit des zustandes für die gruppe. - keine debatten, kein betteln um verständnis, keine erwartungen auf einsicht - nur eine schlichte information für deren auslegung er selbst verantwortlich ist.
umständlich, mühsam, emotional nicht einfach das alles…aber für ihn sicher nicht wenig wirkungsvoll…langfristig vor allem.
als letztes gäbe es noch die möglichkeit - wenn es nicht in seinem haus ist - ihn rauszuwerfen oder aber keine feste mit ihm zu feiern, keine treffen mehr abzuhalten - nat. nicht ohne ihm zu sagen wieso das so ist.
ich weiss nicht was die profis zu meiner idee sagen, schaden solls natürlich nicht, auch wenn das sicher übergangsweise so wirken kann für das umfeld - aber ich meine nun aus profisicht.
ich sehe jedenfalls keine div. möglichkeiten des einschreitens und hilfe in dem sinne für dich und deine leute conny gibts nicht.
ihr müsst schon selbst schauen was ihr wie tun könnt und hier bringt es gar nichts wenn sich nicht alle einig sind, denn nur einer der das untergräbt sorgt für das scheitern an sich, dann kann mans gleich ganz lassen.
naja, mal gugge ob ich daneben liege mit meiner idee oder nicht oder halb oder so…
und wenn ich „richtig“ liege gehts bei euch darum, werdet ihr euch einig und plant es, zieht es durch oder nicht.
von nüscht kommt nüscht sagt man doch:wink:
LG
nina