Nochmal Rechtsschutzversicherung

Hi alle,
stellen wir uns vor, jemand hat schon vor Jahren eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen, die er jedoch nie in Anspruch genommen hat. Nun hat sich die finanzielle Situation dieser Person dahingehend gravierend verändert, dass schon der Halbjahresbetrag in Höhe von knapp 90 EUR eine kaum tragbare Belastung darstellt. Nach Rücksprache mit der Versicherung erfährt die Person, dass einer Bitte, die Versicherung für eine Weile ruhen zu lassen, nicht entsprochen werden kann, allerdings ist sie bereit, aus Kulanzgründen auch eine kurzfristige Kündigung zu akzeptieren. Nun ist diese Person doch verunsichert. Einerseits haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass eine Rechtsschutzversicherung - eigentlich - nicht notwendig ist. Aber andererseits: wer weiß, vielleicht wird sie es doch noch mal?
Wie schätzt Ihr die Notwendigkeit einer Rechtsschutzversicherung ein?
Für Eure Antworten schon jetzt herzlichen Dank!
Anja

Hi,
sicher 90 EUR kann für jemanden sehr viel sein, aber ich kenne jemanden, der 16 Jahre mit Rechtschutzversicherung keine Probleme hatte, nach Kündigung aber prompt eines eintrat. Dann ist es natürlich doppelt so schlimm und man ärgert sich grün und blau. Es kommt natürlich darauf an, wieviel Ärger man um sich rum hat (Nachbarn u.s.w.). Ist ein Verkehrsrechtschutz bei dem Preis enthalten, ist es sicherlich sinnvoll, da kann man oft auch unbeteiligt wo reinrutschen. Ansonsten ist es wohl so, dass man, wenn man eine Haftpflichtversicherung besitzt, aus dem gröbsten raus ist, da sie ja Schäden, die man angerichtet hat, bezahlt. Ein Kämpfen ums Recht ist dann nicht dringend notwendig. Vielleicht gibt es auch eine günstigere Versicherung?

Hi nochmal,
ach ja, mir ist noch eingefallen, wenn man so wenig Geld hat, bekommt man beim Amtsgericht einen Befreiungsschein, mit dem man kostenlos einen Rechtsanwalt befragen kann. Ob dann auch die Streitkosten übernommen werden, prüft das Amtsgericht im Einzelfall.

Dank Euch beiden! Ich denke nach… owT