Nochmal Zwangsversteigerung

Hallo Ihr Wissenden,

benötige nochmal Hilfe.
Könnte man im nachhinein, nachdem mir der Zuschlag bei einer Zwangsversteigerung versagt wurde wegen nicht erreichens der 7/10 Grenze
die Immobilie ohne Versteigerung erwerben und doch auf die Vorderung der Bank eingehen, welche bei der Versteigerung verlangt wurde?
Ich hoffe meine Frage verständlich erklärt zu haben!?!?

Schönen Abend noch Sven

Hallo,

die Gläubiger sind die Herren des Verfahrens und es ist nicht unüblich, dass auch bei schon laufendem Zwangsversteigerungsverfahren noch ein freihändiger Verkauf abgewickelt wird. Natürlich muss da dann auch der bisherige Eigentümer mitspielen, aber eigentlich ist dies ja insbesondere auch in seinem Interesse, wenn er ohnehin schon die Immobilie verliert, dass dann ein möglichst guter Preis erzielt wird und nicht unnötig zusätzliche Kosten entstehen (mindert alles seinen Schuldenabtrag).

Du solltest allerdings die Verhandlungen mit den Gläubigern besser einem Profi überlassen. Habe selbst schon mehrfach solche Sachen gemacht und kann in einem Fall nur sagen, dass da jemand locker flockig € 100.000,-- gespart hätte (ging um ein Riesenobjekt mit mehreren Landhäusern), wenn er an mir vorbei nicht ständig sich selbst noch eingemischt hätte (zeigte dadurch natürlich unbedingten Kaufwillen und wurde entsprechend ausgenommen). Da ist es besser, wenn ein anonymer Investor auftaucht, der gar nichts von eigener Nutzung erzählt, sondern vorgeblich nach rein wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten Interesse bekundet. Die Banken sind auch keine Freunde von Zwangsversteigerungen, weil man da unter dem Strich üblicherweise schlecht bei wegkommt und keine planbaren Erlöse hat. Da ist ihnen dann oft der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach.

Gruß vom Wiz

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