bei zwei Lyoner Freunden, beide einen Takt älter und mit dem Selbstbewusstsein von Franzosen „de souche“, hab ich sie einmal „auf altmodisch“ bekommen, was ich ganz scharmant fand:
Sehr kurz in die brutal heiße Pfanne geworfen (Erdnussöl), dann die üblichen Verdächtigen Schalotten-Karotten-Porree-Knoblauch in der gleichen Pfanne ziemlich Farbe nehmen lassen, mit einem nicht zu heftigen Roten (Ardèche oder Beaujolais z.B., aber nicht den grässlichen B. Nouveau) aufnehmen, ein wenig reduzieren, Thymian und Lorbeer dazu, im Ofen nicht zu heiß (ca. 160°) ziemlich lang (2-3h) zu Ende schmoren. Schweinebacken warm stellen, Fond auf Sirupkonsistenz reduzieren.
Diese Machart ist ziemlich altmodisch, es gibt sicher elegantere Methoden, die ohne eine so lange Schmorzeit auskommen.
So viel ich weiß, gibts auch eine Methode, die in Richtung Sülze geht - der Glibber wird aus dem ausgekochten Rest vom Schweinskopf gewonnen, da ist dann Weißwein, Senf und weißer Pfeffer im Spiel, und die Schweinebacken werden über Nacht vorher mariniert. Da weiß ich aber nix Präziseres dazu - von Ostern hab ich solche Dinge wie Forellenfilets an Vin Jaune und Morcheln, und Blätterteigpasteten mit grob gewürfeltem Kochschinken und Comtésauce mitgebracht, und natürlich Bratkartoffeln, Räucherwurst und Cancoillotte, und einen Weißtannenlikör mit einem eigenartigen Lorbeer-Aroma - das ist die Gegend Besancon-Pontarlier.