Nomaden der Lüfte

Hallo Experten,

hat jemand heute im WDR den Film „Nomaden der Lüfte“ gesehen? Tolle Bilder, was fürs Auge. Nur eins würde mich interessieren: die Szene, in der die Schneegänse gejagt werden, wie wurde die gedreht? Einerseits kann ich mir nicht vorstellen, dass für einen derart hochgelobten Film eine echte Jagd mit echt toten Vögeln veranstaltet wird. (Auch wenn solche Jagden alltäglich sind, in so einem Film will man das nicht sehen.) Andererseits - wenn es ein Trick war, sah er ziemlich echt aus. Das „Making off“ von heute nachmittag hat keine Erklärung zu dieser Szene gebracht. Weiß jemand, wie es gemacht wurde?

Gruß
Nikola

servus - hab zufaelliger weise reingezappt - war saugut - super landschaftsbilder - das mit der jagd hab ich leider ned gesehen - aber war echt gut!

gruss manuel!

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Hallo Nicola,

hab ich auf die Schnelle im Web gefunden…

„Perrin ist ein Tierfilmer aus Überzeugung und deshalb ist bei ihm alles echt. Computertricks oder andere Filmmogeleien verabscheut er. Perrin ist am „tierischen Blickwinkel“ interessiert. Wie aber hat er es dann geschafft, diese phantastischen Flugaufnahmen zu machen? Ganz einfach: die gefiederten Darsteller wurden fast alle von Hand aufgezogen und folgen deshalb ihren „Zieheltern“ bedingungslos. (Schon in den 30iger Jahren hat der Verhaltensforscher Konrad Lorenz gezeigt, dass Küken demjenigen auf Schritt und Tritt folgen, der sich nach dem Schlüpfen als erster um sie kümmert.) Bei Perrin waren die Ersatzeltern, was für ein Zufall, Kameraleute und Piloten von Ultraleichtflugzeugen.“

„Aber man nimmt Teil an ihrem Überlebenskampf und man sieht aus ihrer Perspektive, wie der Mensch oft gedankenlos oder vorsätzlich seinen eigenen und damit auch ihren Lebensraum beschneidet, wie er die majestätisch wirkenden Vögel gar einfach abschießt. Auf diese Weise sensibilisiert der Film für Arten- und Umweltschutz, ganz nebenbei und ohne Anklage.“

Fazit:
Also wenn der erste Satz oben der Wahrheit entspricht, wäre die einzig logische Konsequenz, dass die Jagd-Szene wohl oder übel echt ist! Das mag für uns Menschen brutal wirken, aber der Überlebenskampf in der Natur ist ungleich härter.

Ebenfalls empfehlenswert: der Film „Mikrokosmos“. Hier spürte der Dokumentarfilmer Jacques Perrin dem Leben der Insekten nach.

Servus

Mr. White