Notarzt

Liebe/-r Experte/-in,

ich habe zwei kurze Fragen:

Wenn bei einer Reanimation ein Beatmungsbeutel verwendet wird, bleibt man dann im Rhythmus 30:2, oder laufen dann Herzdruckmassage und Beatmung mit Beutel gelichzeitig? Geht das überhaupt, d.h. kann man gegen den Druck der Massage beatmen?

Was genau nutzt der Guedel-Tubus? Beatmet man direkt in den Tubus, oder macht der nur Sinn, wenn man ein Beatmungsgerät daran anschließt?

Herzlichen Dank!

G. Wagner

Hallo,

wenn bei der Reanimation der Beatmungsbeutel verwendet wird bleibt man ohne Tubus auch im Rhythmus 30:2. Solange kein Tubus mit Blockung richtig plaziert ist besteht die Möglichkeit, den Magen aufzupumpen. Dieser dankt das mit Erbrechen, wenn das Erbrochene dann in die Lunge läuft wird durch den Magensaft das Lungengewebe angegriffen und die Intensivstation ist gesichert. Durch den Rhythmus 30:2 wird die gleichzeitige Druckerhöhung durch die Thoraxkompression und die Beatmung vermieden und die Wahrscheinlichkeit der sogenannten Aspiration verhindert.
Der Guedeltubus dient zum Offenhalten der Atemwege indem dieser das Zurückfallen der Zunge in den Rachen weitestgehend verhindert. Insofern sollte man den Guedel Tubus beim bewußtlosen Patienten zur Erleichterung der Beatmung einlegen. Eine Beatmung kann daran nicht angeschlossen werden.

Gruß,

Ralf