Notarzt schickt kranken Patienten heim

Hallo Rambazamba,

noch ein Mal
es ist nicht möglich eine Blinddarmentzündung im frühen Stadium eindeutig zu diagnostizieren, auch wenn es zu einer OP kommt handelt es sich noch um ein Verdachtsdiagnose die erst dann sicher bestätigt erden kann wenn der Blinddarm frei liegt.
Und das mit dem Leitsymptom: Schmerz ist so eine Sache.
Das dein Ha die „richtige“ Verdachtsdiagnose gestellt hat kann u.a. auch an verdeutlichten Symptomen liegen, die sich mit der Zeit verändert haben.

Entgegen deiner Aussage würde ich einen Pat der Nachts um 3, mit einem Splitter im Finger, in die Ambulanz kommt seht wohl fragen was ihn geritten hat und kann jeden verstehen der dies auch tut!

Da dich diese Sache ja nach einigen Tagen immer noch aufregt verstehe ich nicht warum machst du keinen Termin bei dieser Ärztin und redest mit ihr über das vermeindlich erlebte!? Ev hat sie ja auch etwas zu sagen…
Zu solch einem Gespräch gehört schon eine gewisse Größe aber deine Sicht der Dinge als einzige Wahrheit zu sehen führ zu nichts, zumindest zu nichts gutem oder ist dein Nickname hier bezeichnend ?

denke Mal darüber nach,
Gruß
Noris

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Hallo Noris,

Ich teile sogar deine Meinung, das man nicht alles per Anzeige lösen sollte. Deshalb hatte ich auch an die Patientenberatung und an die Schlichtungsstelle verwiesen. Beide üben nämlich zunächst einmal eine BERATENDE Funktion aus!

Ich fand diesen Hinweis besonders deshalb wichtig, weil die meisten Beiträge hier MIT SICHERHEIT ausgeschlossen haben, dass es sich um einen Fehler handelt. Darf ich dich fragen, warum du diese Bemerkung:

ach so, du warst bei der Untersuchung anwesend!
Sorry, das muss ich überlesen haben.

oder wie kommst du zu diesen definitiven Aussagen?
Wir wissen alle nicht was der Pat was der Arzt gesagt, getan
hat.
Wir haben hier nur eine Sicht der Lage!

… nicht bei diesen Beiträgen gemacht hast? Im Gegenteil zu den hier schreibenden Fachleuten, die im weitesten Sinne aus der Medizin kommen, habe ich nämlich nicht behauptet, dass es sicher ein Fehler ist. Auffällig ist aber die sehr große Diskrepanz, was eigentlich gemacht werden müsste in so einem Fall und was tatsächlich gemacht wurde. Relativ unwahrscheinschlich, dass in der Fülle der Unterlassungen ausgerechnet einseitig nur die weggelassen wurden. Es ist aber noch gar nicht einmal von Leuten, die es besser wissen müssten, darauf hingewiesen worden, dass Dinge in der Schilderung fehlen. Wie kann man da „mit Sicherheit“ behaupten, dass alles in Ordnung war?

Das ist so eine unqualifizierte Reaktion, weit weg von einem Expertenrat, dass der Hinweis auf eine fundierte Beratung der einzig seriöse Hinweis ist! Wenn ich die Ärztekammer als Anlaufstelle nenne, dann ist das mit Sicherheit ein Hinweis darauf, dass es mir nicht darum geht, gegen Ärzte zu hacken!

Ich würde deshalb noch einmal meine Antwort im Detail durchgehen, um dich mal zu fragen, was daran konkret auszusetzen ist?

Woher meinst du eigentlich zu wissen, dass die Ärztin sich nichts hat zu Schulden kommen lassen?

Was ist an der Frage falsch?

Die Ärztin arbeitet in einer Notambulanz. Da gehört es zu ihrem Job, dass sie kritische von unkritischen Fällen zu unterscheiden hat und alles nötige zu veranlassen muss, dass sie die kritischen Fälle SICHER ausfiltern.

Was ist an dieser Antwort falsch?

Es ist wichtig den Patienten zu fragen, sich aber auf die „Diagnose“ eines Patienten zu verlassen reicht, den Patienten mal zu fragen, ob er sich auch an die eigene Nase fasst und sowas beim nächsten Mal lässt. …Der Arzt darf sich nicht einmal auf die Selbstdiagnose eines fachkundigen Patienten verfassen: http://www.christmann-law.de/neuigkeiten-mainmenu-66

Was ist an dieser Antwort falsch? Schmarotzer hat übrigens genau das Gegenteil behauptet! Das ist die einzige wirklich definitive Antwort, die ich gegeben und sogar belegt habe. Es ist gar nicht nötig mehr Infos zu haben, um zu beurteilen, dass SCHMAROTZER hier DEFINITIV eine falsche Antwort gegeben hat.

;;Betroffene Patienten können sich wie schon vorgeschlagen an die Schlichtungsstelle Ärztekammer oder Unabhängige Patientenberatung wenden. Die sind in der Lage, einen sachkundigen Rat abzugeben.

Wo in all diesen Aussagen steckt eine definitive Aussage, ein Urteil von mir in Bezug auf diesen Fall, die falsch sind, so dass Nachfragen an deren Inhalt etwas geändert hätte?

Ich finde den Sachverhalt ernst genug! Dem wurden hier viele Antworten überhaupt nicht gerecht. In Frage kommen bei dem Symptombild immerhin neben Appendizitis auch die ein oder andere gynäkologische Erkrankung, die exakt dieses Beschwerdebild machen können. Ein bisschen Blutkörperchen im Urin sagt da rein gar nichts. Abgesehen davon, dass, wenn das wirklich der einzige Befund war, die Verschreibung eines Antibiotikums u.U. schon ein Fehler war! Ich greife einem Einwand von dir vor: Du hast die Formulierungen „wenn“ und „u.U.“ wahrgenommen und merkst, dass diese weit weg sind von einer „definitiven Aussage“?

Es ist hier noch einmal gut gegangen, aber es hätte auch anders ausgehen können! Dass es gut gegangen ist, lag nicht mehr im Einflussbereich der Ärztin, dafür hat sie die volle Verantwortung zu tragen, sie hat die Patientin aus ihrer Obhut entlassen. Man kann zu diesen Zeitpunkt nicht sagen, ob sie eindeutig juristisch fehlerhaft gehandelt hat. Was man aber mit Sicherheit sagen kann, ist, dass sie sicher ohne Schuld und richtig gehandelt hat!

Wenn solche Fehler nicht gemeldet werden, werden die Ursachen für solche Fehler nicht beseitigt! Davon hätten noch nicht einmal Ärzte was.

Viele Grüße, Uli

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korrektur
Im vorletzten Absatz muss es natürlich heißen:

„Was man aber mit Sicherheit NICHT sagen kann, ist, dass sie sicher ohne Schuld und richtig gehandelt hat!“

ich wusste nicht, dass abtasten + ultraschall als selbstdiagnose des Patienten gilt, enschuldige

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ich seh das etwas anders : ein einfaches Blutbild hätte
darüber Aufschluss reteilt, ob eine Entzündung vorliegt.

…und dann wäre immer noch nicht klar gewesen dass es vom Appendix und nicht doch durch eine massive Blasenentzündung kommt, da sind nämlich die selben Parameter erhöht!

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Danke und auch an Uli für die ausführliche Antwort. Ich will es nochmal betonen: ich will keinen sofort Anzeigen deshalb Mein anfänglicher Vorschlag verbraucherschutzzentrale) sondern so wie Uli es bspw. geraten hat, die entsprechenden Anlaufstellen zu ordern. Das sich hier direkt zwei Lager auftun war mir im vorhinein bewusst, aber ich bleibe dabei: Solch ein Verhalten darf und auch aus Sicherheit weiterer Patienten die von der entsprechen Ärztin behandelt werden, nicht geduldet werden. Und nochmals: es war die Verbindung zwischen " ich hab kein bock auf dich, was machst du hier mit Aua, aua bauch" und der dazugehörigen Behandlung. Jeder von uns geht seit früh auf zum Arzt und sieht bzw. Merkt intuitiv wie ein Arzt gut und gewissenhaft behandelt oder alles nur grob und schnell macht. Ich bedanke mich an alle Autoren mit konstruktiven Beiträgen und wende mich nun an die genannten Stellen.

Hi,

das nützt alles nichts. Wenn du eine Appendizitis hast, dann braucht gar nicht besonders „richtig“ draufgedrückt werden, das tut so affig weh, dass du die Wand hochrennst. Wenn er sich „versteckt“, wie unten gesagt, hilft auch geschicktestes Drücken nicht.

Halb 10? Ja und? Sie kann trotzdem bereits seit 24 Stunden ununterbrochen im Dienst sein.

Und wenn Du ihr andauernd sagst, dass Du viele Blasenentzündungen hast, dann MUSS sie das in Betracht ziehen. Für Diagnose A hat sie keine Anhaltspunkte außer dem Bauchweh unbd den Entzündungsparametern, für Diagbnose B hat sie außer dem Bauchweh und den Entzündungsparametern noch deine Krankengeschichte.

Schickt sie dich heim, wirst du nicht sofort tot umfallen (sonst wäre was tastbar gewesen). Schlimmstenfall unterlassene Hilfeleistung. Schneidet sie dich auf und stellt fest, upps, die Blase wars ja, dann hat sie u.U. einer Klage wegen Körperverletzung vor sich. Was nimmst Du? Ach ja, und untersucht sie zu viel, fehlt das budget vielleicht anderen.

Es gab zu Zeiten, als die Ärzte alles Geld der Welt hatten, die Ärztedichte hoch und Klagewellen nciht existent waren, genauso viele unerkannte oder spät erkannte Blinddarmentzündungen.

die Franzi

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Wäre der „Notarzt“ freundlich gewesen, gäb’s bei gleicher
Erstdiagnose jetzt wohl nicht so ein „Rambazamba“.

Und die gleiche Erstdiagnose bei strunzfreundlichem Arzt wäre
auch nicht fachlich besser gewesen.

Habe ich auch nicht gesagt, oder?

Führt das jetzt sachlich irgendwie weiter?

Dann für Leute, die keine Freunde der subtilen Ausdrucksweise sind: Wie der Patient auch schon betonte, wird hier vornehmlich bemäkelt, dass er das Gefühl hatte, unverschämt behandelt worden zu sein und dass er das Gefühl hatte, die Ärztin hätte das Abdomen schlecht abgetastet. Ein Laie kann das nach meiner Einschätzung überhaupt nicht beurteilen, was eine gute Palpation des Abdomens ist und was nicht.

Hätte man ihm das Gefühl gegeben, gut aufgehoben zu sein und dass man sich um ihn kümmert, wäre er jetzt wohl nicht so erbost. Wegen so etwas gibt es an der Arztschule zeitintensive Kurse namens „Ärztliche Gesprächsführung“, damit man nicht die Kommunikationsfehler macht, die die Ärztin begangen hat. Über die fachliche Kompetenz kann und will ich mich hier nicht auslassen.
Es gibt Untersuchungen darüber, dass Patienten Ärzte seltener verklagen, wenn die Patienten sich bei den Ärzten wohl gefühlt haben. Da spielt der Behandlungserfolg primär nur eine kleine Rolle.

Grüße
Liete, die es zum Totlachen findet, wie hier u.a. Leute, die nicht die geringste Ahnung von der Materie haben, darüber lamentieren, wie das mit der Blinddarmuntersucherei geht.

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OWT
Danke!

Liete, die es zum Totlachen findet, wie hier u.a. Leute, die
nicht die geringste Ahnung von der Materie haben, darüber
lamentieren, wie das mit der Blinddarmuntersucherei geht.

Hi,

mal doof gefragt: ist das auch nicht unterschiedlich, bzw. kann sich das schnell entwickeln?

Ich meine ja nur, mein Mann mußte damals am frühen Nachmittag mit starken Bauchschmerzen in die Klinik, wurde gleich operiert und der Blinddarm ist während der OP durchgebrochen - am Vormittag hatten wir aber noch Sex (nein, ich will nicht wissen ob ich schwanger hätte werden können, ich habe die Pille immer regelmäßig genommen :wink:).

Hätte er am Vormittag schon solche Schmerzen, wie er sie gegen Mittag hatte, dann kann ich mir nicht vorstellen, das er hätte poppen wollen.

Soweit ich mich erinnern kann, ist ja schon eine Weile her, hat er vormittags nur über ein leichtes ziehen geklagt.

Gruß
Tina

mal doof gefragt: ist das auch nicht unterschiedlich, bzw.
kann sich das schnell entwickeln?

Gute Frage. Jeder ist ein Individuum - auch hier :wink:

Ich meine ja nur, mein Mann mußte damals am frühen Nachmittag
mit starken Bauchschmerzen in die Klinik, wurde gleich
operiert und der Blinddarm ist während der OP durchgebrochen -

Naja, wenn sich das SO schnell entwickelt (er hatte ja quasi von jetzt auf gleich solche Schmerzen), kann es eben sein, dass das so schnell so schlimm wird (was nicht heißt, dass jemand, der das schon seit drei Tagen hat, auch noch drei Tage zum Warten auf die OP auf Station gelegt wird).

(nein, ich will nicht
wissen ob ich schwanger hätte werden können, ich habe die
Pille immer regelmäßig genommen :wink:).

Haha, danke. You made my day :smiley:

Ich wünsche noch einen schönen Restabend!

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Hallo rambazamba,

habe „Ähnliches“ erlebt: Monatelang sehr starke Schmerzen. Bei den Untersuchungen wurde nichts gefunden. Also nannten es die Ärzte „psychogene Überlagerungen“. Diese wurden dann allerdings später operativ entfernt und nannten sich Chondrosarkome. Ein Zufall half mir, dass es zu Röntgenaufnahmen kam.

Meine spätere Reaktion: Den Ärzten mit der Diagnose „psychogene Überlagerungen“ habe ich Kopien der Befunde geschickt. Wie erwartet, kam keine Entschuldigung. Aber mehr war mir die Sache nicht wert!

Gruß
Gundine

Bitte, für dich doch gerne :wink:

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Dann für Leute, die keine Freunde der subtilen Ausdrucksweise
sind: Wie der Patient auch schon betonte, wird hier
vornehmlich bemäkelt, dass er das Gefühl hatte, unverschämt
behandelt worden zu sein

Das war aber nicht der Grund dafür, dass sie das Gefühl hatte, SCHLECHT behandelt worden zu sein. Den Unterschied verstehst du?

und dass er das Gefühl hatte, die
Ärztin hätte das Abdomen schlecht abgetastet.

Der Patient kann nicht mehr als ein Gefühl haben, wie das richtig geht. Das Gefühl, schlecht abgetastet worden zu sein, hat aber nichts mit dem Gefühl zu tun, schlecht untersucht worden zu sein. Scheint schwer zu sein, solche Dinge zu trennen.

Hätte man ihm das Gefühl gegeben, gut aufgehoben zu sein und
dass man sich um ihn kümmert, wäre er jetzt wohl nicht so
erbost.

Das Gefühl, gut aufgehoben zu sein, kommt aber nicht nur vom netten Lächeln, sondern von kompetentem Umgang.

Wegen so etwas gibt es an der Arztschule zeitintensive
Kurse namens „Ärztliche Gesprächsführung“, damit man nicht die
Kommunikationsfehler macht, die die Ärztin begangen hat.

Das ist für mich ein klarer Ausdruck deiner Inkompetenz. Du solltest dich mal mit dem Sinn dieser Seminare beschäftigen. Die dienen in zweiter Linie dazu, dem Patienten ein hübsches Gefühl zu machen, was man auch mit sanfter Musik und Schokolade erreichen könnte. Die dienen dazu, das der Arzt sich mal die Zeit nimmt und vernünftig zuhört und das Gespräch so führt, dass er die für seine Anamnese wichtigen Informationen bekommt! Kompetenz eben.

Über die fachliche Kompetenz kann und will ich mich hier nicht
auslassen.

Du könntest, sehr leicht, du willst es nicht.
Dafür hast du dir aber sehr schnell ein Urteil über den Patienten gebildet und das geäußert. Es spricht für dich, dass dir das eine sehr leicht fällt und du zum anderen nicht mal nachfragen stellst.

Es gibt Untersuchungen darüber, dass Patienten Ärzte seltener
verklagen, wenn die Patienten sich bei den Ärzten wohl gefühlt
haben. Da spielt der Behandlungserfolg primär nur eine kleine
Rolle.

Auch hier solltest dich mal mit den tatsächlichen Hintergründen befassen. Wenn Ärzte Patienten vernünftig behandeln und aufklären und sie bei Problemen nicht im Regen stehen lassen, sind Patienten eher bereit, ihnen Fehler zu verzeihen. Das ist etwas anderes, als du meinst und es macht nicht den Eindruck, dass du wirklich weißt, worauf es ankommt. Mit Wattebäuschchen und Eyteytey hat das nichts zu tun.

Aber es gibt Ärzte, die nehmen ihre Patienten ernst und es gibt andere.

Beste Grüße

Uli

Ich wüsste nicht, dass es in diesem Beitragsbaum um mich gegangen wäre, sondern um den aus vielerlei Gründen offenbar recht unzufriedenen Patienten und die behandelnde Ärztin.
Wenn dir nichts Besseres einfällt als dieses schludrig dahingeschriebene Argumentum ad hominem, schließe ich die Diskussion mit dir an dieser Stelle ab, da ich nicht denke, dass du in der Lage bist, meine Kenntnisse, mein Denken und mein Verhalten adäquat zu beurteilen. Vielmehr habe ich den Eindruck, du versuchst dich in irgendeiner Art und Weise besser darzustellen, indem du andere diskreditierst.
Das anonymisierte Internet eignet sich dafür natürlich vortrefflich - nur ich leider nicht; dafür ist mir meine Freizeit zu kostbar.

Ich verbleibe mit dem Wunsch nach einem frustfreien Wochenende.

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